{"Signatur": "CH_VB_007", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2013-02-26", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_007_150000287_2013-02-26.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000287.pdf?ID=150000287", "Checksum": "0d5504e721975802cbbc6942a3e647d6"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["150000287"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) ETH-Beschwerdekommission 26.02.2013 150000287"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours interne des EPF 26.02.2013 150000287"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso dei PF 26.02.2013 150000287"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) ETH-Beschwerdekommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours interne des EPF"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso dei PF"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours interne des EPF (CRIEPF)"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:17:45", "Checksum": "89d2e301f5addefab9f6be92fec3a9ba", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) ETH-Beschwerdekommission 26.02.2013 150000287\n\n4 Empfehlung\nEs besteht grundsätzlich eine Vermutung zugunsten der Zulässigkeit der direkten Zustellung von der\nVertretung des Entsendestaates an dessen Staatsangehörige auch im vertragslosen Verhältnis, wenn\ndamit kein Zwang ausgeübt wird. Dies bedeutet, dass die Person die Zustellung freiwillig annehmen\ndarf bzw. die Annahme verweigern kann. Eine Annahmeverweigerung hätte zur Folge, dass die Zustellung als nicht erfolgt gilt (keine Zustellfiktion) und kein Fristenlauf ausgelöst wird. Diesfalls muss\ndie ersuchende (verfügende) Behörde über das weitere Vorgehen entscheiden, namentlich, ob die\nZustellung mithilfe der lokalen Behörden vorgenommen werden soll, welche ebendiesen Zwang ausüben könnten. Die Modalitäten der Zustellung und das praktische Vorgehen, insbesondere im Hinblick\nauf eine Empfangsbestätigung, bestimmen sich im Einzelfall gemäss den konkreten Weisungen des\nBJ.\nWo Gewissheit besteht, dass der Empfangsstaat eine solche Zustellung nicht akzeptiert, muss davon\nabgesehen und die Dokumente sind auf dem diplomatischen Weg zu übermitteln. Handelt es sich um\neinen Doppelbürger, besitzt der Adressat also auch die Staatsangehörigkeit des Empfangsstaates,\nmuss ebenfalls von einer direkten Zustellung abgesehen werden.\n\n29 Gemäss BJ bedingt der Begriff der Zivil- oder Handelssache eine privatrechtliche Forderung oder einen Privatrechtsstreit.\nAuch das Bundesverwaltungsgericht hielt unlängst fest, dass Sozialversicherungsrecht nicht in den Anwendungsbereich\ndes HZÜ65 fällt. Die ältere Rechtsprechung ist demgegenüber nicht so kategorisch. Common law Länder fassen den Begriff der Zivilsache ungleich weiter. Da die Qualifikation nach dem Auslegungsverständnis des ersuchten Staates vorzunehmen ist, könnte im Verhältnis mit diesen Ländern das HZÜ65 Anwendung finden. Ebenso gibt es Länder, welche Sozialversicherungsrecht explizit zum Anwendungsbereich des HZÜ65 zählen.\n\nVPB/JAAC/GAAC/PAAF 2014, Ausgabe vom 22. Oktober 2014 191\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 2014.10 - Zustellung amtlicher Dokumente an eigene Staatsbürger im Ausland\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 2014\nAnnée\nAnno\n\nBand -\nVolume\nVolume\n\nSeite 186-191\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 000 287\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}