{"Signatur": "CH_VB_006", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1996-03-13", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_006_JAAC-61-129--_1996-03-13.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003368.pdf?ID=150003368", "Checksum": "73a5efa35541a06301824f0080d9f192"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 61.129 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) EDA, Direktion für Völkerrecht (DV) 13.03.1996 JAAC 61.129 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFAE, Direction du droit international public 13.03.1996 JAAC 61.129 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) DFAE Direzione del diritto internazionale pubblico (DDIP) 13.03.1996 JAAC 61.129 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) EDA, Direktion für Völkerrecht (DV)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFAE, Direction du droit international public"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) DFAE Direzione del diritto internazionale pubblico (DDIP)"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:28:34", "Checksum": "220f3a37cf68bf3352ecae0a22b232d1", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) EDA, Direktion für Völkerrecht (DV) 13.03.1996 JAAC 61.129 \r\n\n JAAC 61.129\n\nDirektion für Völkerrecht, 13. März 1996\n\nAucune obligation pour la Suisse, en vertu du droit des gens,\nd’intervenir contre la propagande basque sur Internet.\n\nKeine völkerrechtliche Pflicht der Schweiz, gegen die baskische\nPropaganda auf Internet vorzugehen.\n\nIl diritto internazionale pubblico non obbliga la Svizzera a intervenire\ncontro la propaganda basca su Internet.\n\nAus völkerrechtlicher Optik stellt sich namentlich die Frage, ob die Schweiz\ngegenüber Spanien verpflichtet ist, Massnahmen gegen die Propaganda\nder baskischen Terroristenorganisation ETA auf Internet zu ergreifen. Das\nGewohnheitsrecht im Bereich der Terrorismusbekämpfung präsentiert\nsich wie folgt: Jeder Staat besitzt ein Recht auf Souveränität. Die Kehrseite\ndieses Rechts ist das allgemeine Gebot der Nichteinmischung in die inneren\nAngelegenheiten anderer Staaten und die Achtung ihrer territorialen\nIntegrität. Hieraus wird eine völkergewohnheitsrechtliche Pflicht der Staaten\nabgeleitet, sich jeder Unterstützung oder Duldung terroristischer Akte,\ndie gegen einen anderen Staaten gerichtet sind, zu enthalten. Ein Staat\ndarf sein eigenes Territorium nicht zur Operationsbasis für gewaltsame\nAktionen gegen andere Staaten werden lassen. Es besteht indessen keine\nvölkergewohnheitsrechtliche Verpflichtung, andere als gewaltsame Aktionen\nzu verhindern; hierzu zählt auch die Verbreitung revolutionärer Propaganda.\nIm Völkervertragsrecht gibt es verschiedene Instrumente zur\nTerrorismusbekämpfung, die im bilateralen Verhältnis zu Spanien in Kraft\nsind. Von diesen dürfte im Fall der ETA das Europäische Übereinkommen vom\n\n1\n27. Januar 1977 zur Bekämpfung des Terrorismus (SR 0.353.3) im Vordergrund\nstehen, zumal die anderen Instrumente hauptsächlich dem Schutz des\nLuftverkehrs und der Seeschiffahrt dienen. Entgegen dem durch den Titel\ndes Übereinkommens erweckten Anschein, die Terrorismusbekämpfung\nwerde umfassend geregelt, werden darin einzig Fragen der Auslieferung und\nRechtshilfe behandelt. Das Übereinkommen ergänzt somit das Europäische\nÜbereinkommen vom 20. April 1959 über die Rechtshilfe in Strafsachen\n(SR 0.351.1) und das Europäische Auslieferungs-Übereinkommen vom\n13. Dezember 1957 (SR 0.353.1) und gelangt erst dann zur Anwendung, wenn\nein formelles Rechtshilfeersuchen der spanischen Behörden im Rahmen\neines spanischen Verfahrens vorliegt. Für ein Vorgehen gegen die baskische\nInternet-Propaganda bietet dieses Übereinkommen jedoch keine Grundlage.\n\n2\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 61.129 - Direktion für Völkerrecht, 13. März 1996\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1997\nAnnée\nAnno\n\nBand 61\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 003 368\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}