Die Völkerrechtspraxis, die sich zu diesem Thema entwickelt hat, ist seit dem 1. Weltkrieg sehr umfangreich und verästelt geworden. In der neueren Literatur wird sie häufig unter dem Leitprinzip «sufficient link» bzw. «genuine connection» diskutiert (Nottebohm-Fall, Recueil de la Cour internationale de justice [CIJ] 1955, S. 4; Ian Brownlie, Principles of Public International Law, 4. Aufl., Oxford 1990, S. 407 ff.). Unter diesem Stichwort werden die sachlich legitimen Kriterien der Anknüpfung verstanden, womit ein Staat seine Zuständigkeit begründen kann. Eine der völkerrechtlich umstrittenen Fragen beschlägt die sogenannte «Zwangseinbürgerung» (Brownlie, a. a. O., S. 405 f.;