{"Signatur": "CH_VB_006", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1992-10-07", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_006_JAAC-57-82--_1992-10-07.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001940.pdf?ID=150001940", "Checksum": "4da4c5913c758fcb42439143593a6deb"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 57.82 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) EDA, Direktion für Völkerrecht (DV) 07.10.1992 JAAC 57.82 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFAE, Direction du droit international public 07.10.1992 JAAC 57.82 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) DFAE Direzione del diritto internazionale pubblico (DDIP) 07.10.1992 JAAC 57.82 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) EDA, Direktion für Völkerrecht (DV)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFAE, Direction du droit international public"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) DFAE Direzione del diritto internazionale pubblico (DDIP)"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:31:22", "Checksum": "93a8fd993351ff65952746a979877e8c", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) EDA, Direktion für Völkerrecht (DV) 07.10.1992 JAAC 57.82 \r\n\n JAAC 57.82\n\nDirektion für Völkerrecht, 7. Oktober 1992; traduction\nfrançaise dans «Pratique suisse 1992, N° 1.1, Revue\nsuisse de droit international et de droit européen\n5/1993\n\nArrangement instituant la Conférence européenne des administrations\ndes PTT (CEPT).\n- L’Arrangement CEPT est un traité régi par le droit international qui ne\nlie pas seulement les PTT, mais aussi la Confédération.\n- Les engagements pris valent indépendamment de l’observation des\nrègles du droit interne relatives à la conclusion des traités.\n\nVereinbarung über die Europäische Konferenz der PTT-Verwaltungen\n(CEPT).\n- Die CEPT-Vereinbarung ist ein völkerrechtlicher Vertrag, welcher nicht\nnur die PTT, sondern auch die Eidgenossenschaft bindet.\n- Die eingegangenen Verpflichtungen gelten unabhängig von der\nBeachtung der landesrechtlichen Vorschriften über den Abschluss von\nStaatsverträgen.\n\nAccordo che istituisce la Conferenza europea delle amministrazioni\ndelle poste e delle telecomunicazioni (CEPT).\n- L’accordo CEPT è un trattato di diritto internazionale che non vincola\nsoltanto le PTT, ma anche la Confederazione.\n- Gli impegni assunti valgono indipendentemente dall’osservanza delle\nprescrizioni di diritto interno sulla conclusione di trattati.\n\n1\n1.1. Das «Arrangement instituant la Conférence européenne des\nadministrations des PTT» vom 26. Juni 1959\n\nDie «Conférence européenne des administrations des PTT» (CEPT) wurde\nauf Initiative der schweizerischen PTT am 26. Juni 1959 in Montreux\nals Vereinigung von 23 Post- und Telekommunikationsverwaltungen\nder westeuropäischen Staaten und Jugoslawiens ins Leben gerufen. Die\nRechtsnatur des Übereinkommens scheint damals zumindest in der\nSchweiz nicht Gegenstand von Diskussionen gewesen zu sein. Soweit sich\ndies noch eruieren lässt, haben die PTT, welche als öffentlich-rechtliche\nAnstalt eine eigene Rechtspersönlichkeit besitzen[15], in eigenem\nNamen unterzeichnet, ohne eine Ermächtigung durch den Bundesrat\neinzuholen. Im Geschäftsbericht des Bundesrates von 1959[16] wird das\nZustandekommen des «Arrangement» und dessen «Ratifikation» durch 18\nPost- und Fernmeldeverwaltungen zwar vermeldet; eine Ratifikation durch die\nschweizerische PTT und eine allfällige diesbezügliche Ermächtigung durch den\nBundesrat wird indessen nicht erwähnt.\nIn anderen Staaten, insbesondere jenen, deren Post- und\nTelekommunikationsbetriebe keine eigene Rechtspersönlichkeit besassen,\nsondern der allgemeinen zentralstaatlichen Verwaltung angehörten\n(Frankreich und Norwegen z. B.) wurde anscheinend die Vereinbarung von\nAnfang an als sogenanntes «Verwaltungsabkommen» betrachtet, wobei\nman offenbar davon ausging, dass sie mit ihrer Unterschrift ihre Staaten\nverpflichteten.\n\n1.2. Die Reform von 1991/92\n\nIm Jahre 1959 hatten die Betreiber der Post und der Telekommunikationsnetze\nnoch in sämtlichen CEPT-Staaten auch die diesbezüglichen regulierenden\nFunktionen inne. Eine Trennung in einzelnen Staaten erfolgte erstmals\nim vergangenen Jahrzehnt, einerseits aufgrund der Direktiven der EG und\nandererseits im Hinblick auf eine allfällige Privatisierung der Betreiber. Die\nCEPT trug den neuen Gegebenheiten auf pragmatische Weise Rechnung, indem\nsie es akzeptierte, dass verschiedene Staaten durch die Betreiber einerseits\nund die Regulierer andererseits, meist Ministerien der Zentralregierung,\nvertreten waren (Beispiel: Frankreich und Deutschland).\nAuf Betreiben der Staaten der Europäischen Gemeinschaft (EG) und gegen\nden anfänglichen Widerstand der schweizerischen Delegation beschloss die\nausserordentliche CEPT-Versammlung vom 27. September 1991 in Rhodos\neine Trennung von Betreibern und Regulierern auch auf der Ebene der\neuropäischen Zusammenarbeit… Mit der Genehmigung durch zwei Drittel der\nMitglieder an der Athener Konferenz tritt die Reform automatisch in Kraft, es\nbedarf keiner weiteren Ratifikation[17]; einem Mitglied, das mit der Reform\nnicht einverstanden wäre, bleibt nach der auf diese Statutenänderung noch\nanwendbaren alten Fassung der Vereinbarung einzig die Möglichkeit, das\n\n2\nÜbereinkommen innert eines Monats statt der sonst geltenden sechs Monate\nzu kündigen[18]. Mit der Revision wird diese Bestimmung gestrichen und die\nKündigungsfrist generell auf 3 Monate gesenkt.\nEs ist rein zufällig, dass im Fall der Schweiz die regulierende Funktion im\nTelekommunikationsbereich, vorläufig aber noch nicht im Postbereich,\nfast zeitgleich mit der CEPT-Reform von den PTT auf das neugeschaffene\nBundesamt für Kommunikation überging…\n\n2. Rechtsnatur der CEPT-Vereinbarung aus völkerrechtlicher Sicht\n\n2.1. Vertragsparteien\n\n"}