{"Signatur": "CH_VB_006", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1987-04-24", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_006_JAAC-52-18--_1987-04-24.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000659.pdf?ID=150000659", "Checksum": "258ebb150638f90d00eb756e04161dd1"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 52.18 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) EDA, Direktion für Völkerrecht (DV) 24.04.1987 JAAC 52.18 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFAE, Direction du droit international public 24.04.1987 JAAC 52.18 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) DFAE Direzione del diritto internazionale pubblico (DDIP) 24.04.1987 JAAC 52.18 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) EDA, Direktion für Völkerrecht (DV)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFAE, Direction du droit international public"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) DFAE Direzione del diritto internazionale pubblico (DDIP)"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:34:31", "Checksum": "3cc1a11330d6a152cb012bb6a7ca2f5b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) EDA, Direktion für Völkerrecht (DV) 24.04.1987 JAAC 52.18 \r\n\n JAAC 52.18\n\nDirektion für Völkerrecht, 24. April 1987\n\nTraités des cantons avec les Etats étrangers. Limites de l’autonomie\ncantonale.\n\nVerträge der Kantone mit dem Ausland. Grenzen der kantonalen\nAutonomie.\n\nTrattati dei Cantoni con Stati esteri. Limiti dell’autonomia cantonale.\n\nDie ständerätliche Geschäftsprüfungskommission stellte dem Eidgenössischen\nDepartement für auswärtige Angelegenheiten folgende Frage:\nWelche Probleme ergeben sich aus der Autonomie der Kantone im\ngrenznachbarlichen Verkehr für den Bund? Wäre ein Abbau der Einwirkung\ndes Bundes in diesem Bereich noch möglich und vertretbar? Die Antwort des\nDepartements lautet:\nDie Autonomie der Kantone im grenznachbarlichen Bereich ist in den Art. 9\nund 10 BV umschrieben: Den Kantonen bleibt die Befugnis, Verträge über\nGegenstände der Staatswirtschaft, des nachbarlichen Verkehrs und der Polizei\nmit dem Ausland abzuschliessen, jedoch dürfen dieselben nichts dem Bunde\noder den Rechten anderer Kantone Zuwiderlaufendes enthalten. Der amtliche\nVerkehr zwischen Kantonen und auswärtigen Staatsregierungen, sowie\nihren Stellvertretern, findet durch Vermittlung des Bundesrates statt. Über\nGegenstände der Staatswirtschaft, des nachbarlichen Verkehrs und der Polizei\nkönnen jedoch die Kantone mit den untergeordneten Behörden und Beamten\n\n1\neines auswärtigen Staates in unmittelbaren Verkehr treten. Gemäss Art. 102\nZiff. 7 BV prüft der Bundesrat Verträge der Kantone mit dem Ausland und\ngenehmigt sie, sofern sie zulässig sind.\nDas Europäische Rahmenübereinkommen vom 20. Mai 1981 über die\ngrenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Gebietskörperschaften\noder Behörden (SR 0.131.1) verpflichtet die Vertragsparteien, die\ngrenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Gebietskörperschaften\nzu erleichtern und zu fördern.\nDie Kantone machen von den gebotenen Möglichkeiten unterschiedlich\nGebrauch. Insbesondere mit Frankreich besteht eine Reihe von beratenden\nKommissionen, die sich mit Nachbarschaftsfragen befassen. Solche Gremien\nhaben sich beispielsweise in den Regionen Genf, Basel, Jura und Léman\ngebildet und behandeln insbesondere regionale grenzüberschreitende\nProbleme der Raumplanung, des Umweltschutzes, Wirtschafts- und\nVerkehrsfragen. Die Kommissionen können zuhanden der zuständigen\nBehörden Empfehlungen abgeben. Fragen, die in die Kompetenz des Bundes\nfallen, zum Beispiel Grenzgängerfragen, Zollfragen, Grenzübergänge, können\nnicht auf besonderer Ebene geregelt werden, sondern müssen den zuständigen\nBundesstellen unterbreitet werden.\nDie Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen im regionalen\ngrenznachbarlichen Bereich ist befriedigend, alle sich stellenden Fragen\nkönnen auf schweizerischer Seite im gegenseitigen Einvernehmen gelöst\nwerden. Die Einwirkung des Bundes kann nicht abgebaut werden. Das\nBundesrecht ist derart ausgebaut, dass es kaum Fragen gibt, bei denen nicht\nBundesrecht berührt wird, was die Mitwirkung des Bundes erforderlich macht.\nDa Abkommen mit ausländischen Regierungen vom Bundesrat im Namen der\nKantone abzuschliessen sind, ist an der bewährten Praxis des gemeinsamen\nVorgehens festzuhalten. Dadurch lassen sich Fragen, die bei der Genehmigung\nzu Schwierigkeiten führen könnten, insbesondere weil Bundesrecht involviert\nist, zum vornherein lösen.\n\n2\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 52.18 - Direktion für Völkerrecht, 24. April 1987\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1988\nAnnée\nAnno\n\nBand 52\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 000 659\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}