{"Signatur": "CH_VB_006", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1987-12-14", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_006_JAAC-51-58--_1987-12-14.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000512.pdf?ID=150000512", "Checksum": "416cf3621d7bce302195416a2c2a959c"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 51.58 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) EDA, Direktion für Völkerrecht (DV) 14.12.1987 JAAC 51.58 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFAE, Direction du droit international public 14.12.1987 JAAC 51.58 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) DFAE Direzione del diritto internazionale pubblico (DDIP) 14.12.1987 JAAC 51.58 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) EDA, Direktion für Völkerrecht (DV)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFAE, Direction du droit international public"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) DFAE Direzione del diritto internazionale pubblico (DDIP)"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:34:28", "Checksum": "f16fd870c80e47fb1b2645eedb7248c8", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) EDA, Direktion für Völkerrecht (DV) 14.12.1987 JAAC 51.58 \r\n\n JAAC 51.58\n\nMitteilung der Direktion für Völkerrecht [EDA] und des\nBundesamtes für Justiz [EJPD], nach zustimmender\nKenntnisnahme durch den Bundesrat vom 14.\nDezember 1987\n\nTraités. Répartition des compétences entre l’Assemblée fédérale et le\nConseil fédéral dans la procédure de conclusion. Catégories de traités\nne requérant pas d’approbation parlementaire avant leur ratification.\nConclusion de traités mineurs par le Conseil fédéral, sous réserve\nd’une information des Chambres fédérales, qui peuvent demander\nl’application ultérieure de la procédure ordinaire d’approbation.\nLimites de la sous-délégation de la compétence de conclure des traités.\n\nStaatsverträge. Ausscheidung der Zuständigkeiten zwischen\nBundesversammlung und Bundesrat im Vertragsabschlussverfahren.\nKategorien von Staatsverträgen, die vor ihrer Ratifikation keiner\nparlamentarischen Genehmigung bedürfen. Abschluss von\nBagatellverträgen durch den Bundesrat unter Vorbehalt der\nInformation der eidgenössischen Räte, welche die nachträgliche\nDurchführung des ordentlichen Genehmigungsverfahrens\nveranlassen können. Grenzen der Subdelegation von\nVertragsabschlusskompetenzen.\n\nAccordi internazionali. Ripartizione delle competenze tra l’Assemblea\nfederale e il Consiglio federale nella procedura di conclusione di un\naccordo. Categorie di accordi internazionali che non richiedono\nl’approvazione parlamentare prima della loro ratificazione.\nConclusione di accordi internazionali minori da parte del Consiglio\n\n1\nfederale, con riserva dell’informazione delle Camere federali, che\npossono richiedere l’applicazione ulteriore della procedura ordinaria\nd’approvazione. Limiti della subdelega delle competenze relative alla\nconclusione di accordi internazionali.\n\nABSCHLUSS VON STAATSVERTRAGEN\n\nAbgrenzungen zwischen dem ordentlichen und dem\nvereinfachten Verfahren\n\nEinleitung\n\nVölkerrechtliche Verträge sind ein wesentlicher Bestandteil der\nschweizerischen Rechtsordnung. Ihre quantitative und qualitative\nBedeutungszunahme zeigt sich darin, dass sie einerseits sämtliche staatlichen\nTätigkeitsbereiche betreffen und anderseits vermehrt rechtsetzender\nNatur im Sinne von Art. 5 Abs. 2 des Geschäftsverkehrsgesetzes vom\n23. März 1962 (SR 171.11) sind. Im Geschäftsbericht für das Jahr 1983 hat\nder Bundesrat dazu folgendes festgehalten: «Will man den Grundsatz vom\nVorrang des Rechts verwirklichen, so sind rechtsetzende Staatsverträge\nheute gleich unabdingbar wie nationales Gesetzesrecht. Mehr noch. Für ein\nkleines Land wie die Schweiz stellen Staatsverträge ein wirksames Mittel\ndar, um in einer internationalen Landschaft, die noch weitgehend von\nMachtstreben beherrscht ist, ihre Unabhängigkeit zu wahren.»[1] Dieser\nStellenwert von völkerrechtlichen Verträgen in der Schweiz bedingt, dass\ndie verfassungsrechtliche Zuständigkeitsordnung für Vertragsabschlüsse\nmöglichst eindeutig konkretisiert wird. Damit wird auch einem eminent\nrechtsstaatlichen und demokratischen Bedürfnis Rechnung getragen.\nSo rechtfertigt die schon seit mehreren Jahrzehnten beobachtete Zunahme\nvon Abschlüssen und Revisionen völkerrechtlicher Verträge durch\ndie Schweiz, sowie die sich parallel dazu entwickelte schweizerische\nVertragsabschlusspraxis eine Bestandesaufnahme, insbesondere\nunter dem Blickwinkel der wechselseitigen Beziehungen zwischen der\nBundesversammlung und dem Bundesrat im Rahmen des Verfahrens zum\nAbschluss völkerrechtlicher Verträge. Eine Klärung der Rechtslage ist für\nden Bundesrat wichtig, weil er den verfassungsrechtlichen Auftrag hat, für\ndie Beobachtung der Verfassung zu sorgen (Art. 102 Abs. 2 BV), und für die\nBundesversammlung nötig, weil sie die Oberaufsicht über die Eidgenössische\nVerwaltung wahrzunehmen hat (Art. 85 Ziff. 11 BV).\nDer nachstehende Bericht ist nach folgendem Plan gegliedert: Einleitend wird\ndie in der schweizerischen Vertragsabschlusspraxis übliche Unterscheidung\nnach dem ordentlichen und dem vereinfachten Verfahren in Erinnerung\ngerufen. Einige statistische Angaben sollen die relative Bedeutung der beiden\nVerfahrensarten beleuchten. Nach der Darstellung der verfassungsrechtlichen\nZuständigkeitsordnung, insbesondere wie sie in der Praxis betreffend\ndie parlamentarische Genehmigung von völkerrechtlichen Verträgen\n\n"}