{"Signatur": "CH_VB_006", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2006-04-26", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_006_150000053_2006-04-26.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000053.pdf?ID=150000053", "Checksum": "2667838c13beb5146e82840bc5cb964f"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["150000053"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) EDA, Direktion für Völkerrecht (DV) 26.04.2006 150000053"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFAE, Direction du droit international public 26.04.2006 150000053"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) DFAE Direzione del diritto internazionale pubblico (DDIP) 26.04.2006 150000053"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) EDA, Direktion für Völkerrecht (DV)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFAE, Direction du droit international public"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) DFAE Direzione del diritto internazionale pubblico (DDIP)"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:16", "Checksum": "812d2123ed6f09168768fd84dfabe2b8", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) EDA, Direktion für Völkerrecht (DV) 26.04.2006 150000053\n\nEntscheid\n\n2007.5 (S. 150–181)\nBeschwerdeentscheid vom 26. April 2006\n\nREKO, Rekurskommission für Infrastruktur und Umwelt (aufgehoben per 1. Januar\n2007)\n\nEntscheid\n\nStichwörter: Eisenbahnen, Lärmsanierung: Streitgegenstand; Verfassungsmässigkeit Lärmermittlung; Lärmbeurteilung; Gestaltung baulicher Massnahmen\n\nMots clés: Bruit des chemins de fer, assainissement phonique: objet du litige; constitutionnalité; calcul des immissions sonores; évaluation des immissions sonores; forme des mesures antibruit\n\nTermini chiave: Ferrovie, risanamento fonico: oggetto del litigio; costituzionalità; determinazione delle\nimmissioni foniche; valutazione delle immissioni; determinazione dei provvedimenti edili\n\nRegeste:\nAnwendbares Recht (E. 9).\nEmissionsplan: Ob das Blockstellenprojekt Emissionen verursacht, die im Emissionsplan nicht enthalten sind, wäre im Blockstellenverfahren zu prüfen gewesen und nicht im vorliegenden Lärmsanierungsprojekt (E. 13). Da die dem Emissionsplan zu Grunde gelegte Verkehrsprognose die zukünftige\nVerkehrsentwicklung berücksichtigt und sich nicht als offensichtlich und erheblich unrichtig erweist,\nkann für die Immissionsberechnungen auf den Emissionsplan abgestellt werden (E. 14). Ausgangspunkt für die Dimensionierung baulicher Massnahmen ist der Emissionsplan (Art. 6 Abs. 1 BGLE).\nDiese Bestimmung ist verletzt, wenn die Bahnunternehmung für einen bestimmten Streckenabschnitt\nweder die Immissionsberechnung gestützt auf den verbindlichen Emissionsplan vorgenommen noch\neine akzessorische Überprüfung des Emissionsplanes verlangt hat. Aufhebung der Genehmigungsverfügung in diesem Punkt; Rückweisung an die Vorinstanz (E. 15).\nSEMIBEL: Das Berechnungsprogramm SEMIBEL genügt grundsätzlich den gesetzlichen Vorgaben\nund taugt zur Immissionsberechnung für das Jahr 2015. Die vom SEMIBEL nicht berücksichtigten\nReflexionen sind gesondert zu erheben, was vorliegend geschehen ist. Ausführungen zu der von SE-\nMIBEL berücksichtigten Geschwindigkeit (veff), der Berechnungsungenauigkeit sowie den Rundungsmodalitäten (E. 21).\nBeurteilung der Lärmbelastung: Das Grenzwertschema für die Beurteilung des Eisenbahnlärms und\ndie dazugehörende Berechnung des Beurteilungspegels Lr basierend auf dem A-bewerteten energieäquivalenten Mittelungspegel (Leq) verstösst nicht gegen Art. 15 USG (E. 25). Die Berücksichtigung\neiner Pegelkorrektur K1 (sog. Schienenbonus) an sich sowie deren Bemessung gemäss Ziff. 33 Anhang 4 LSV ist rechtens. Dies trifft auch für die Berechnung in der (lediglich 8 Stunden dauernden)\nNachtperiode zu (E. 26).\nRechtsgleichheit: Weder die unterschiedlichen Belastungsgrenzwerte für die Lärmempfindlichkeitsstufen II und III noch die unterschiedliche Behandlung von Lärmsanierungsprojekten je nach den im Entscheidzeitpunkt in Kraft stehenden Normen (BGLE bzw. USG) verletzen Art. 8 Abs. 1 BV (E. 27).\nVerhältnismässigkeit baulicher Massnahmen, Kosten-Nutzen-Index (KNI): Der KNI von 80, bei dessen\nÜberschreiten eine bauliche Massnahme als unverhältnismässig betrachtet wird (vgl. Art. 20 VLE),\n\nVPB/JAAC/GAAC/PAAF 2007 150\nEntscheid\n\nerfüllt grundsätzlich die Vorgaben des Gesetzes (E. 29). Auch die weiteren Rügen betreffend den KNI\n(anrechenbare Kosten, Kostenansatz, Abstufung der Gewichtungsfaktoren) sind unbegründet (E. 30-\n32).\nBildung von Teilbereichen (Ziff. 1 Abs. 2 Anhang 3 VLE): Auf Grund der speziellen Situation des vorliegend betroffenen, bezüglich Nutzung grundsätzlich homogenen Quartiers (Wohn- und Gewerbegebiet) ist die umstrittene Teilbereichsgrenze aufzuheben. Die geplante Lärmschutzwand ist zu verlängern; Rückweisung an die Vorinstanz (E. 33.1).\nGestaltung der Lärmschutzwände: Die geplanten senkrechten Wandabschlüsse sind nicht zu beanstanden. Weder ist am Ende der geplanten Lärmschutzwände ein besonderer Korrekturfaktor einzuführen, noch sind diese abgestuft bzw. allmählich auslaufend zu erstellen (E. 37).\n\n"}