{"Signatur": "CH_VB_006", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2006-03-28", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_006_150000050_2006-03-28.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000050.pdf?ID=150000050", "Checksum": "cde289395f073ca2f71cd38717d2321d"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["150000050"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) EDA, Direktion für Völkerrecht (DV) 28.03.2006 150000050"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFAE, Direction du droit international public 28.03.2006 150000050"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) DFAE Direzione del diritto internazionale pubblico (DDIP) 28.03.2006 150000050"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) EDA, Direktion für Völkerrecht (DV)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFAE, Direction du droit international public"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) DFAE Direzione del diritto internazionale pubblico (DDIP)"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:14", "Checksum": "c288134fe33c5d9543615879cc34204f", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) EDA, Direktion für Völkerrecht (DV) 28.03.2006 150000050\n\nVPB/JAAC/GAAC/PAAF 2007 125\nGutachten\n\nParlamentarische Initiative der Kommission Zivildienst. Änderung der Bundesverfassung. Bericht der Kommission des Nationalrates vom 20. März\n1991 (BBl 1991 II 433 f.)\nParlamentarische Initiative der Kommission Zivildienst. Änderung der Bundesverfassung. Stellungnahme des Bundesrates vom 8. Mai 1991 (BBl\n1991 II 923 f.)\nErläuterungen des Bundesrates zur Volksabstimmung vom 17. Mai 1992,\nS. 57-62, unter\nhttp://www.admin.ch/ch/d/pore/va/19920517/explic/d-pp0180.pdf\nBotschaft zum Bundesgesetz über den zivilen Ersatzdienst (Zivildienstgesetz,\nZDG) vom 22. Juni 1994 (BBl 1994 III 1609 ff.)\nBotschaft über eine neue Bundesverfassung vom 20. November 1996 (BBl\n1997 I 240)\nBotschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über den zivilen Ersatzdienst\nvom 21. September 2001 (BBl 2001, 6127 ff.)\nParlamentarische Beratungen:\nNationalrat\n– AB N 1991 1438-1453\n– AB N 1995 617-666\n– AB N 1995 745-760\n– Reform der Bundesverfassung. Separatdrucke der Amtlichen Bulletins 1998, AB N 1998 275-278\n– AB N 2002 204-213\n– AB N 2002 1950-1960\n– AB N 2005 1793-1796\n– AB N 2005 1858-1860\nStänderat\n– AB S 1991 962-968\n– AB S 1995 711-733\n– Reform der Bundesverfassung. Separatdrucke der Amtlichen Bulletins 1998, AB S 1998 72\n\nErlasse\n\nBundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 29. Mai\n1874 (aBV; aufgehoben am 1. Januar 2000 mit dem Inkrafttreten der\nneuen Bundesverfassung vom 18. April 1999)\nBundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April\n1999 (BV; SR 101)\nBundesgesetz über den zivilen Ersatzdienst vom 6. Oktober 1995 (Zivildienstgesetz, ZDG; SR 824.0)\n\nVPB/JAAC/GAAC/PAAF 2007 126\nGutachten\n\nI. Ausgangslage*\n\n1. Vorgeschichte\n\nDie Frage nach der Behandlung von Militärdienstverweigern ist alt1. Die so\ngenannte Jahrhundertpendenz2 wurde 1992 durch Einführung des zivilen Ersatzdienstes auf Verfassungsebene dem Grundsatz nach gelöst. Art. 18\nAbs. 1 der Bundesverfassung von 18743 lautete seither:\nJeder Schweizer ist wehrpflichtig. Das Gesetz sieht einen zivilen Ersatzdienst vor.\nIn Art. 59 Abs. 1 der heute geltenden Bundesverfassung4 heisst es fast wortgleich:\nJeder Schweizer ist verpflichtet, Militärdienst zu leisten. Das Gesetz sieht einen zivilen Ersatzdienst vor.\n\nNicht gelöst wurde durch diese Grundsatzbestimmung die Frage nach den\nBedingungen, die ein Militärdienstverweigerer zu erfüllen hat, um zum Zivildienst zugelassen zu werden. Jedenfalls dem Wortlaut nach lässt sich der\nVerfassung nicht entnehmen, wie das Zulassungsverfahren zum Zivildienst\nkonkret auszugestalten sei5. In der Folge wurde (und wird bis heute) diskutiert, ob die Verfassung für die Zulassung zum Zivildienst eine so genannte\nGewissensprüfung verlange oder ob auch eine Tatbeweislösung6 zulässig\nsei.\n\nNach dem heutigen Bundesgesetz über den zivilen Ersatzdienst7 wird zum\nZivildienst zugelassen, wer glaubhaft darlegen kann, dass er den Militärdienst\nnicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Hierzu sieht das Gesetz ein\nzweistufiges Verfahren vor: Zunächst wird die Einreichung eines Gesuchs\nverlangt, in welchem der Gesuchsteller den geltend gemachten Gewissenskonflikt darlegt. Anschliessend hat er seine Gewissensgründe der Zulassungskommission mündlich darzulegen (so genannte Gewissensprüfung).\nDiese entscheidet schliesslich über die Zulassung zum Zivildienst. Der Zivildienst dauert 1,5-mal so lange wie der noch zu leistende Militärdienst. Das\n\n* Mit Blick auf die politische Bedeutung der Frage erlaubt sich der Erstverfasser den\nHinweis, dass er rund 900 Tage Militärdienst geleistet hat.\n1\nZur Entstehungsgeschichte des zivilen Ersatzdienstes siehe unten Ziffer II.\n2\nAB N 1991 1440 (Votum Hubacher).\n3\nBundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 29. Mai 1874, aufgehoben am 1. Januar 2000. Im Folgenden auch aBV.\n4\nBundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (SR\n101). Im Folgenden auch BV.\n5\nDazu unten Ziff. III.\n6\nZum Begriff des Tatbeweises sogleich und unten Ziffer III.\n7\nZivildienstgesetz (ZDG; SR 824.0). Im Folgenden auch ZDG.\n\nVPB/JAAC/GAAC/PAAF 2007 127\nGutachten\n\nskizzierte Zulassungsverfahren enthält also neben der Gewissensprüfung\nauch Elemente eines Tatbeweises.\n\n"}