{"Signatur": "CH_VB_006", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2006-12-22", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_006_150000044_2006-12-22.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000044.pdf?ID=150000044", "Checksum": "3cbde006b4aadba4942ca36d16ea7b97"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["150000044"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) EDA, Direktion für Völkerrecht (DV) 22.12.2006 150000044"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFAE, Direction du droit international public 22.12.2006 150000044"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) DFAE Direzione del diritto internazionale pubblico (DDIP) 22.12.2006 150000044"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) EDA, Direktion für Völkerrecht (DV)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFAE, Direction du droit international public"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) DFAE Direzione del diritto internazionale pubblico (DDIP)"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:19:47", "Checksum": "00e762cf8543f5a1bde6ad70541c7f97", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) EDA, Direktion für Völkerrecht (DV) 22.12.2006 150000044\n\nGunsten der Delegationen der parlamentarischen Aufsichtskommissionen im Bereich\ndes Staatsschutzes und der Nachrichtendienste; danach dürfen der Geschäftsprüfungsdelegation keine Informationen vorenthalten werden und diese hat das Recht,\nUnterlagen einzusehen, die im Interesse des Staatsschutzes oder der Nachrichtendienste geheim gehalten werden (s. dazu auch Ziff. 1.4.3.).\nDas Amtsgeheimnis gilt dagegen dem Grundsatz nach zwischen den einzelnen\nDienststellen bzw. Verwaltungseinheiten25. Insofern bedarf eine „horizontale“ Weitergabe von Informationen, die unter das Amtsgeheimnis fallen, entweder einer besonderen Rechtsgrundlage oder des Einverständnisses des Geheimnisherrs oder der\nzuständigen Aufsichtsbehörde26. Für die Weitergabe von Personendaten unter den\nVerwaltungseinheiten schliesslich kommen die Regelungen des DSG bzw. die von\ndiesem verlangten spezifischen Rechtsgrundlagen zur Anwendung.\nZu unterscheiden ist schliesslich bei der Zusammenarbeit der Dienste zwischen der\nWeitergabe von Informationen als solchen und dem in der Gesetzgebung verankerten besonderen Quellenschutz. Während die Bearbeitung der Informationen (s. Ziff.\n1.3.2. und 1.3.3.) geradezu den Sinn der Tätigkeit von Nachrichtendiensten ausmacht und jede Einspeisung von Informationen von einer Bearbeitung in der einen\noder anderen Form ausgehen muss, erfasst der so genannte Quellenschutz den\nUmgang mit den Daten über die Herkunft einer Information (s. Ziff. 1.4.).\n1.3.2. Spezifische landesrechtliche Regelungen für die Informationsbearbeitung\nIm Sinne einer allgemeinen Rechtsgrundlage für den Informationsaustausch enthält\ndas BWIS in Artikel 1027 einen allgemeinen Informationsauftrag an das Bundesamt\nzugunsten der anderen Sicherheitsbehörden sowie eine Regelung der Melde- und\nAuskunftspflichten anderer Bundesstellen in Artikel 11 und 13 BWIS, ergänzt und\npräzisiert durch Artikel 2 Absatz 2-5, Artikel 7, 18 ff. und die Anhänge 1 und 2 VWIS\nsowie die Auskunfts- und Meldepflichtenverordnung.\nDas MG sieht in Artikel 99 Absatz 2bis eine Weiterleitung der für die innere Sicherheit\nbedeutsamen Informationen an das BAP vor und enthält in Artikel 99 Absatz 3 Buchstabe c eine Delegation der Zusammenarbeitsregelung an den Bundesrat; Artikel 5\nVND sieht eine Zusammenarbeitsvereinbarung zwischen den Diensten des VBS und\ndes EJPD vor und Artikel 8 VND enthält Informationspflichten anderer Dienststellen\nzu Gunsten des SND. Besondere Zusammenarbeitsregelungen enthalten schliesslich Artikel 3 und 5 VEKF; letzterer regelt insbesondere die Weiterleitung so genannter Nebenprodukte nach Artikel 99 Absatz 2bis MG an das Bundesamt für Polizei.\n\n25\nS. etwa René A. RHINOW / Beat KRÄHENMANN, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Ergänzungsband, Basel/Frankfurt a.M. 1990, S. 478; Peter HÄNNI, Personalrecht des Bundes, 2. Aufl. 2004,\nin: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, hgg. von Heinrich Koller / Georg Müller / René A. Rhinow / Ulrich Zimmerli, Basel u. Frankfurt a.M., Rz. 195 und dortige Hinweise; Jürg SIMON, Amtshilfe,\nChur u. Zürich 1991, S. 72 ff. und dortige Hinweise; vgl. auch Art. 57a Abs. 2 RVOG.\n26\nS. HÄNNI (Fussnote 25), Rz. 195 f.; vgl. auch Art. 320 Ziff. 2 StGB.\n27\nDie Bestimmung lautet:\nArt. 10 Informationspflichten des Bundesamtes\nDas Bundesamt informiert die andern Sicherheitsorgane des Bundes und die Kantone sowie die an sicherheitspolizeilichen Aufgaben mitwirkenden Bundesorgane über alle Vorgänge, welche die innere Sicherheit in\nihrem Aufgabenbereich beeinträchtigen können.\n\nVPB/JAAC/GAAC/PAAF 2007 82\nGutachten\n\n"}