{"Signatur": "CH_VB_003", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1986-04-18", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_003_JAAC-51-26--_1986-04-18.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000401.pdf?ID=150000401", "Checksum": "32fd2029a5144b99c6ddc31ee0c1655d"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 51.26 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesamt für Justiz, BJ 18.04.1986 JAAC 51.26 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Office fédéral de la justice, OFJ 18.04.1986 JAAC 51.26 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Ufficio federale di giustizia, UFG 18.04.1986 JAAC 51.26 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesamt für Justiz, BJ"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Office fédéral de la justice, OFJ"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Ufficio federale di giustizia, UFG"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:35:08", "Checksum": "f484928c58573e488a05fa194c3c34e3", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesamt für Justiz, BJ 18.04.1986 JAAC 51.26 \r\n\n JAAC 51.26\n\nBundesamt für Justiz, 18. April 1986\n\nExécution des peines et mesures. Semi-détention. Conditions auxquelles\ndes peines privatives de liberté peuvent être exécutées, sous cette\nforme, provisoirement dans une maison d’éducation au travail pour\njeunes adultes. Il n’est pas admissible d’accueillir des condamnés à une\npeine directement dans une maison d’éducation au travail, mais il est\npossible de gérer dans le même bâtiment, dans le cas particulier pour\nune année, un pénitencier séparé. Exigences relatives à la séparation.\nConséquences quant aux subventions.\n\nStraf- und Massnahmenvollzug. Halbgefangenschaft. Voraussetzungen,\nunter welchen Freiheitsstrafen in dieser Form vorübergehend in einer\nArbeitserziehungsanstalt für junge Erwachsene vollzogen werden\ndürfen. Unzulässigkeit der unmittelbaren Aufnahme Strafgefangener\nin eine Arbeitserziehungsanstalt, aber Möglichkeit, innerhalb des\nGebäudekomplexes der Anstalt eine davon abgetrennte Strafanstalt\nvorliegend für ein Jahr zu betreiben. Anforderungen an die Trennung.\nSubventionsrechtliche Folgen.\n\nEsecuzione delle pene e delle misure. Semiprigionia. Condizioni alle\nquali pene privative della libertà possono essere eseguite, in questa\nforma, provvisoriamente in una casa di educazione al lavoro per\ngiovani adulti. Non è ammissibile accogliere persone condannate\na una pena direttamente in una casa d’educazione al lavoro, ma è\npossibile gestire nello stesso complesso di edifici, nel caso particolare\nper un anno, uno stabilimento penale separato. Esigenze relative alla\nseparazione. Conseguenze in merito ai sussidi.\n\n1\nEs stellt sich die Frage, ob in einer Arbeitserziehungsanstalt für junge\nErwachsene vorübergehend Strafgefangene in der Vollzugsform der\nHalbgefangenschaft aufgenommen werden könnten. Der betreffende Kanton\nerwägt, die nach Art. 1 der V 3 vom 16. Dezember 1985 zum Schweizerischen\nStrafgesetzbuch (VStGB 3, SR 311.03) erweiterte Halbgefangenschaft\neinzuführen; dazu fehlen aber die erforderlichen Vollzugsplätze, während in\nder erwähnten Anstalt ein entsprechendes Platzangebot zur Verfügung steht.\nDies deshalb, weil diese Anstalt nach Abschluss der Gesamtsanierung nicht\nkurzfristig mit für diesen Anstaltstyp vorgesehenen Insassen belegt werden\nkann.\n1. Die aufgeworfene Frage ist unter drei Gesichtspunkten zu prüfen. In\nsanktionenrechtlicher Hinsicht ist einerseits zu untersuchen, in welchen\nAnstaltstypen Strafen in der Vollzugsform der Halbgefangenschaft\nzu vollziehen sind. Andererseits ist zu prüfen, ob in einer\nArbeitserziehungsanstalt für junge Erwachsene solche Strafgefangenen\naufgenommen werden dürfen. Nachdem die Anstalt ferner als\nbeitragsberechtigte Einrichtung im Sinne des BG vom 6. Oktober 1966\nüber Bundesbeiträge an Strafvollzugs- und Erziehungsanstalten (BStG; SR\n341) anerkannt ist, und entsprechend Bau- und Betriebsbeiträge des Bundes\nzugesprochen erhalten hat, ist diese Frage auch unter subventionsrechtlichen\nGesichtspunkten zu würdigen.\n2. Nach Art. 4 Abs. l der V (1) vom 13. November 1973 zum Schweizerischen\nStrafgesetzbuch (VStGB 1, SR 311.01) ist es den Kantonen gestattet, für\nEinschliessungsstrafen (Art. 95 StGB), Haftstrafen und kurze Freiheitsstrafen\n(Art. 37bis StGB) den Vollzug in der Form der Halbgefangenschaft einzuführen.\nVon dieser Möglichkeit haben alle Kantone tatsächlich Gebrauch gemacht.\nHaft- und kurze Gefängnisstrafen (letztere, soweit sie nicht mehr als drei\nMonate betragen oder soweit es sich nicht um sogenannte Reststrafen\nhandelt; Art. 37bis StGB) sind nach Art. 39 Ziff. 2 StGB in besonderen Anstalten\nzu vollziehen, jedenfalls aber in Räumen, die nicht dem Vollzug anderer\nFreiheitsstrafen oder von Massnahmen dienen. Das Bundesrecht schreibt\nsomit vor, dass diese Strafgefangenen entweder in eine spezialisierte\nHaftanstalt einzuweisen sind (einen Anstaltstyp, der in der Schweiz nur\nin wenigen Ausnahmefällen existiert), oder aber in Haftabteilungen\nanderer Anstalten (d. h. in der Regel in eine solche Abteilung eines\nUntersuchungsgefängnisses oder zum Teil auch einer Anstalt für den Vollzug\nlängerer Freiheitsstrafen).\nNach diesen Vorschriften wäre es somit zulässig, solche Strafen in einer\nArbeitserziehungsanstalt zu vollziehen, sofern dafür eine besondere\nHaftabteilung eingerichtet wird. Dies gilt auch für den Vollzug solcher Strafen\nbis zu sechs Monaten in der Form der Halbgefangenschaft nach Art. 1 VStGB 3.\n\n"}