{"Signatur": "CH_VB_003", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2010-04-16", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_003_150000257_2010-04-16.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000257.pdf?ID=150000257", "Checksum": "b1aa87777d47bb0be0992306a7d57e5b"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["150000257"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesamt für Justiz, BJ 16.04.2010 150000257"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Office fédéral de la justice, OFJ 16.04.2010 150000257"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Ufficio federale di giustizia, UFG 16.04.2010 150000257"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesamt für Justiz, BJ"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Office fédéral de la justice, OFJ"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Ufficio federale di giustizia, UFG"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "DFJP, Office fédéral de la justice"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:18:41", "Checksum": "daab1e2a3dc1b4f62a323223df09f6b8", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesamt für Justiz, BJ 16.04.2010 150000257\n\n3.2.2.3 Materielle Grundlagen und Umfang der Verpflichtung\nDa sich die Verfügungskompetenz des Dienstes in Bezug auf die Vorbereitungspflicht der Anbieterinnen nur aus der materiellen Regelung herleiten lässt, muss sie sich auch in deren Rahmen bewegen.\nDie gesetzlichen Grundlagen für die Vorbereitungspflicht der Internet-Anbieterinnen umfassen nach\nder Ansicht des BJ, wie ausgeführt, nur den Katalog von Artikel 24 VÜPF (Teilfrage a). Könnte der\nDienst durch Verfügungen den Geltungsbereich der gesetzlichen Grundlagen ausweiten, so liefe das\nauf eine Aushebelung des Legalitätsprinzips hinaus. Der Verordnungsgeber hat sich auf einen abschliessenden Katalog zulässiger Überwachungstypen festgelegt und muss sich nun darauf behaften\nlassen. Die gegenteilige Ansicht würde zudem eine Gefährdung der Rechtsgleicheit bedeuten, da die\nPrivaten bei einer einzelfallweisen Festlegung der Pflichten durch eine Behörde schlechtere Gewähr\ndafür hätten, rechtsgleich behandelt zu werden.\n\n3.2.2.4 Zwischenergebnis zur Verfügungsbefugnis des Dienstes\nDie Verfügungsbefugnis des Dienstes bezüglich technischer Vorbereitungsmassnahmen kann aus der\nmateriellen Regelung abgeleitet werden, sie muss daher aber deren Rahmen einhalten.\nAuch hier sind aber die gesetzlichen Grundlagen dünn. Es sollte daher auch hier auf gesetzgeberischem Weg mehr Rechtssicherheit geschaffen werden.\n\n3.2.3 Zwischenergebnis zu den gesetzlichen Grundlagen\nInnerhalb des Katalogs von Artikel 24 VÜPF sieht die Gesetzgebung eine Pflicht der Anbieterinnen\nvor, sich technisch auf Überwachungen vorzubereiten. Die Gesetzgebung deckt insbesondere auch\nVerfügungen des Dienstes ÜPF, welche die Pflichten einzelner Anbieterinnen konkretisieren.\nAusserhalb des Katalogs hingegen besteht keine Vorbereitungspflicht direkt gestützt auf die Gesetzgebung, und sie kann auch nicht auf dem Verfügungsweg neu eingeführt werden.\n\n41 Entscheid A-2335/2008 vom 10. März 2009, E. 6–10, betreffend Kopfschaltungen.\n\nVPB/JAAC/GAAC/PAAF 2012, Ausgabe vom 1. Mai 2012 48\nGutachten EJPD/Bundesamt für Justiz\n\n3.3 Öffentliche und private Interessen\nBezüglich der Interessenlage kann auf oben (2.3) verwiesen werden.\n\n"}