{"Signatur": "CH_VB_002", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2006-05-26", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_002_JAAC-70-93--_2006-05-26.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007484.pdf?ID=150007484", "Checksum": "2d986ec6b6437742e39f8e136a002d39"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.93 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 26.05.2006 JAAC 70.93 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police 26.05.2006 JAAC 70.93 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP 26.05.2006 JAAC 70.93 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:06", "Checksum": "651960b45b535aff3d3823e5d29159a4", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 26.05.2006 JAAC 70.93 \r\n\n 22\nAsylverfahren im Inland durchzuführen ist (EMARK 2004 Nr. 19, E.3c/cc\nS. 124 f. mit Hinweisen = VPB 69.27; vgl. jedoch Botschaft AuG, BBl 2002\n3821, wo allerdings nicht auf die besondere verfahrensrechtliche Situation\nvon Asylsuchenden Bezug genommen wird). Bestand im Zeitpunkt der\nAusschaffung von T.O. und ihres Kindes P. somit keine rechtsgültige\nEinreiseverweigerung mehr, so war die SWISS damals auch nicht mehr\nverpflichtet, die erwähnten Personen in deren Heimatland zurückzubefördern\nbzw. die Kosten der mit dem SAA-Flug vom 13. März 2003 durchgeführten\nErsatzvornahme zu bezahlen. An diesem Schluss ändert auch der Umstand\nnichts, dass die ARK die Gegenstandslosigkeit in casu nicht von sich aus\nerkannte, sondern das Rekursverfahren aus einem anderen Grund und erst\nnach durchgeführtem Vollzug der Wegweisung abschrieb. Dies nicht zuletzt\nauch deshalb, weil dem Abschreibungsbeschluss vom 14. April 2003 keine\nHinweise entnommen werden können, dass sich die Kommission darin mit der\nFrage der faktisch erteilten Einreisebewilligung auseinandergesetzt hätte und\nvon der eigenen Praxis hätte abweichen wollen.\nBei dieser Sachlage kann letztlich offen bleiben, ob T.O., welche sich gegenüber\nden schweizerischen Asylbehörden von Beginn weg mit ihrem echten und\ngültigen südafrikanischen Pass ausgewiesen hat (vgl. zur Frage der Befreiung\nvon der Visumspflicht: Art. 4 Abs. 4 VEA in Verbindung mit Ziff. A-234.222\nder BFM-Weisungen Visa und Grenzkontrollen [VGK]), die Einreise in die\nSchweiz gestützt auf Art. 21 Abs. 1 Bst. a AsylG hätte bewilligt werden müssen\n(vgl. EMARK 1998 Nr. 6 E. 6b S. 45; unveröffentlichtes ARK-Urteil vom 18.\nFebruar 2000 i.S. H.A., Elfenbeinküste [N 390 925], zitiert in: Walter Lang, Das\nFlughafenverfahren, in: ASYL 2000/3, S. 5 Fn. 21; Susanne Raess-Eichenberger,\nDas Asylverfahren nach Schweizerischem Recht und Völkerrecht, Zürich 1989,\nS. 40) und ob ein solcher Umstand gegebenenfalls im vorliegenden Verfahren\nhätte berücksichtigt werden können (vgl. Häfelin / Müller, a.a.O., Rz. 71 ff.).\nAnders gestaltet sich die Rechtslage bezüglich P.M. und deren beiden Kindern.\nP.M. befand sich nach dem gescheiterten Rückschaffungsversuch vom 30.\nDezember 2002 bis zu ihrer Heimkehr am 13. März 2003 in Ausschaffungshaft,\nwährend die Kinder Z. und K. am 31. Dezember 2002 einem Durchgangsheim\nfür Asylsuchende zugeführt wurden, wo sie gemäss den Akten ganztägig\nbetreut wurden. Diese Personen hielten sich somit faktisch - ebenso wie T.O. -\nwährend längerer Zeit ausserhalb des eigentlichen Flughafen-Transits auf. Im\nGegensatz zu T.O. befanden sie sich jedoch auch nach dem Transit-Aufenthalt\nwährend der gesamten Zeit bis zu ihrer Ausschaffung im Gewahrsam der\nBehörden, im Falle von P.M. durch die Ausschaffungshaft und im Falle der\nminderjährigen Kinder Z. und K. in Form der ganztägigen Betreuung in einem\nDurchgangsheim. Bezüglich dieser Person ist daher davon auszugehen, dass\nkeine Einreise erfolgt ist (vgl. EMARK 1998 Nr. 30 E. 6b S. 252 ff mit Hinweisen\n= VPB 63.40).\n\n"}