{"Signatur": "CH_VB_002", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2006-05-26", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_002_JAAC-70-93--_2006-05-26.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007484.pdf?ID=150007484", "Checksum": "2d986ec6b6437742e39f8e136a002d39"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.93 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 26.05.2006 JAAC 70.93 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police 26.05.2006 JAAC 70.93 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP 26.05.2006 JAAC 70.93 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:06", "Checksum": "651960b45b535aff3d3823e5d29159a4", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 26.05.2006 JAAC 70.93 \r\n\n 17\ndes Asylverfahrens - den Vollzug der Wegweisung anzuordnen hat (vgl.\nArt. 44 Abs. 1 AsylG). Auf der anderen Seite sind grundsätzlich die von der\nVorinstanz bezeichneten Kantone (vgl. Art. 45 Abs. 1 Bst. f AsylG) für die\nDurchführung des Wegweisungsvollzuges zuständig (vgl. Art. 121 Abs. 1 BV in\nVerbindung mit Art. 3 BV). Im Rahmen der Vollzugsunterstützung ist aber - wie\nnachfolgend aufgezeigt wird - auch der Bund in einem bestimmten Umfang\nfür diese Aufgabe verantwortlich (vgl. Art. 22a ANAG in Verbindung mit Art. 5\nVVWA).\nDie Kantone werden beim Vollzug der Wegweisung ausländischer Personen\ngemäss Art. 22a ANAG vom EJPD unterstützt, welches insbesondere bei\nder Beschaffung von Reisepapieren mitwirkt (Bst. a), Reisemöglichkeiten\norganisiert (Bst. b) und die Zusammenarbeit zwischen mehreren betroffenen\nKantonen sowie mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige\nAngelegenheiten (EDA) koordiniert (Bst. c). Auf Geheiss des Bundesrates hat\ndas EJPD zu diesem Zweck eine der Vorinstanz unterstellte Fachabteilung für\nVollzugsunterstützung eingerichtet, die unter anderem bei der Organisation\nvon Ausreisen auf dem Luftweg mit Fluggesellschaften zusammenarbeitet,\nFlugscheinreservationen und die Festlegung der Flugrouten regelt sowie\nSonderflüge organisiert (Art. 1 Abs. 1 und Art. 5 VVWA).\nSoweit das Bundesamt im Rahmen der ihm gesetzlich übertragenen\nKompetenzen tätig wird, ist es grundsätzlich mit Verfügungsgewalt\nausgestattet (vgl. Häfelin / Müller, a.a.O., Rz. 272; Tschannen / Zimmerli, a.a.O.,\n§ 28 Rz. 19). Dies trifft auch auf den Bereich der Vollzugsunterstützung zu.\nNach dem Willen des historischen Gesetzgebers beschränkt sich diese nicht\nauf die Erledigung blosser administrativer Hilfstätigkeiten wie beispielsweise\nder Buchung eines Flugscheines. Vielmehr beinhaltet die Regelung von Art.\n22a ANAG - die zuvor in Art. 18c Abs. 1 des revidierten Asylgesetzes vom\n5. Oktober 1979 (aAsylG), AS 1980 1718 ff., als blosse «kann-Bestimmung»\nangesiedelt war, inhaltlich ansonsten jedoch gleich lautete (vgl. Botschaft\nzur Totalrevision des Asylgesetzes vom 4. Dezember 1995, BBl 1996 II\n36) - beispielsweise die Kompetenz des Bundes, bei Bedarf gegenüber\ndiplomatischen Vertretungen ausländischer Staaten, welche die Ausstellung\nvon Reisepapieren verzögern, zugunsten der Kantone zu intervenieren (vgl.\nBotschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren [AVB] vom 25. April\n1990, BBl 1990 II 650).\nWie bereits gesehen, ist die Fachabteilung Vollzugsunterstützung gemäss\nArt. 22a Bst. b ANAG in Verbindung mit Art. 5 VVWA namentlich damit\nbetraut, Ausreisen von weggewiesenen Personen auf dem Luftweg zu\norganisieren, und verfügt im Rahmen dieser Unterstützungsaufgaben über\nHoheitsgewalt. Nimmt daher ein Kanton die Vollzugsunterstützung des Bundes\nin Anspruch, so muss das Bundesamt zur Erfüllung seiner Aufgaben auch\nüber die Kompetenz verfügen, eine Fluggesellschaft gestützt auf Ziff. 3.60\nICAO-Anhang 9 zur Rückbeförderung von INAD-PAX anzuweisen respektive\nihr die Kosten einer allfälligen Ersatzvornahme aufzuerlegen.\nDen südafrikanischen Staatsangehörigen T.O., P.M. und deren Kindern wurde\nzuerst in Irland und danach in der Schweiz die Einreise verweigert. In der\nFolge wurde die Beschwerdeführerin von der Flughafenpolizei des Kantons\nZürich mit Verweis auf den ICAO-Anhang 9 schriftlich aufgefordert, die\nerwähnten INAD-PAX am 20. respektive 30. Dezember 2002 auf eigene Kosten\n\n"}