{"Signatur": "CH_VB_002", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2006-05-26", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_002_JAAC-70-93--_2006-05-26.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007484.pdf?ID=150007484", "Checksum": "2d986ec6b6437742e39f8e136a002d39"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.93 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 26.05.2006 JAAC 70.93 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police 26.05.2006 JAAC 70.93 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP 26.05.2006 JAAC 70.93 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:06", "Checksum": "651960b45b535aff3d3823e5d29159a4", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 26.05.2006 JAAC 70.93 \r\n\n 4\nMit Schreiben vom 14. März nahm die SWISS Stellung und wies jede\nSchadenersatzpflicht vollumfänglich von sich.\nB. Mit Verfügung vom 9. April 2003 verlangte das BFF von der SWISS die\nÜbernahme der Mietkosten des Oberdecks für den besagten SAA-Flug.\nC. Gegen diese Verfügung erhob die SWISS am 12. Mai 2003 beim\nEidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) Beschwerde und\nbeantragte die Feststellung der Nichtigkeit der vorinstanzlichen Anordnung,\neventualiter deren Aufhebung.\nD. Das EJPD heisst die Beschwerde mit Entscheid vom 26. Mai 2006 teilweise\ngut und hebt die angefochtene Verfügung auf.\nAus den Erwägungen:\n(...)\n10. Die Verwaltungsbeschwerde ist zulässig gegen Verfügungen, die sich\nauf öffentliches Recht des Bundes stützen oder darauf hätten stützen\nsollen (Art. 44 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das\nVerwaltungsverfahren [VwVG], SR 172.021, in Verbindung mit Art. 5 VwVG;\nBGE 130 V 388 E. 2.3 S. 391 mit Hinweis). Verfügungen sind hoheitliche\nAnordnungen im Einzelfall, das heisst individuelle, an den Einzelnen\ngerichtete Anweisungen, durch welche ein konkretes verwaltungsrechtliches\nRechtsverhältnis rechtsgestaltend oder feststellend in erzwingbarer Weise\ngeregelt wird (Art. 5 VwVG; BGE 126 II 300 E. 1a S. 301 f. mit Hinweisen).\nZum öffentlichen Recht des Bundes zählen - soweit verwaltungs- und nicht\nprivatrechtlicher Natur (vgl. zur Abgrenzung: Pierre Tschannen / Ulrich\nZimmerli, Allgemeines Verwaltungsrecht, 2. Aufl., Bern 2005, § 18 Rz. 3\nff.; Ulrich Häfelin / Georg Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl.,\nZürich/Basel/Genf 2002, Rz. 247 ff.) - neben den landesrechtlichen Gesetzesund Verordnungsbestimmungen auch die unmittelbar anwendbaren Regeln\ndes Staatsvertragsrechts (vgl. BGE 131 II 352 E. 2 S. 356 f. mit Hinweisen;\nTschannen / Zimmerli, a.a.O., § 28 Rz. 37 und 39). Vorausgesetzt ist zudem, dass\ndie in der Verfügung geregelten Rechte und Pflichten direkt auf eine solche\nNorm zurückgeführt werden können (vgl. Tschannen / Zimmerli, a.a.O., § 28\nRz. 36).\n11. Ob die vom BFF angeführten Rechtssätze die beschriebenen\nAnforderungen zu erfüllen vermögen und insbesondere eine hinreichende\nVerfügungsgrundlage darstellen, ist vorliegend vor dem Hintergrund zu\nprüfen, dass die Beschwerdeführerin in der angefochtenen Verfügung\nvom 9. April 2003 nicht zur Rückbeförderung der fünf südafrikanischen\nStaatsangehörigen verpflichtet wurde, denen in der Schweiz zuvor die Einreise\nverweigert worden war, sondern zur Bezahlung der Kosten der durch das\nBFF organisierten Rückführung von Zürich-Kloten nach Johannesburg im\nOberdeck einer Boeing 747 der SAA.\nGemäss Art. 5 Abs. 2 VwVG stellt die Einforderung der Kosten einer\nErsatzvornahme eine Vollstreckungsverfügung im Sinne von Art. 41 Abs.\n1 Bst. a VwVG dar. Die Auferlegung der Pflicht zur Übernahme der Kosten\nder Rückführung von so genannten INAD-PAX durch ein Drittunternehmen\nanstelle der - gemäss Auffassung der Vorinstanz - bestehenden primären\n\n"}