{"Signatur": "CH_VB_002", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-01-10", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_002_JAAC-67-104--_2003-01-10.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005774.pdf?ID=150005774", "Checksum": "d5149001dbbf2c26ad6e5ca5da757c2d"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.104 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 10.01.2003 JAAC 67.104 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police 10.01.2003 JAAC 67.104 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP 10.01.2003 JAAC 67.104 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:03", "Checksum": "dfe5cf5a4f20bc9d0d023967c765ffbf", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 10.01.2003 JAAC 67.104 \r\n\n JAAC 67.104\n\nAuszug aus einem Entscheid des Eidgenössischen\nJustiz- und Polizeidepartements vom 10. Januar 2003\n[Rek. E5-0160820]\n\nArt. 27 al. 1 let. c LN. Naturalisation facilitée. Communauté conjugale\neffective et stable. Prostitution.\n1. Selon la pratique constante, l’existence d’une communauté conjugale\neffective et stable doit être niée lorsque le conjoint étranger s’adonne\nà la prostitution de manière systématique. Cette présomption de fait\nconduit à un renversement du fardeau de la preuve (consid. 15 et 16).\n2. En dépit des moyens soulevés en procédure de recours, l’existence\nd’une communauté conjugale effectivement vécue n’apparaît pas\ncrédible en l’espèce (consid. 17 à 19).\n\nArt. 27 Abs. 1 Bst. c BüG. Erleichterte Einbürgerung. Tatsächliche,\nstabile eheliche Gemeinschaft. Prostitution.\n1. Geht der ausländische Ehegatte systematisch der Prostitution nach,\nwird gemäss konstanter Praxis das Bestehen einer tatsächlichen,\nstabilen ehelichen Gemeinschaft verneint. Diese Tatsachenvermutung\nführt zu einer Umkehrung der Beweislast (E. 15 und 16).\n2. Die Vorbringen auf Beschwerdeebene sind nicht geeignet, eine\ntatsächlich gelebte eheliche Gemeinschaft im Sinne von Art. 27 BüG\nglaubhaft zu machen (E. 17-19).\n\n1\nArt. 27 cpv. 1 lett. c LCit. Naturalizzazione agevolata. Unione coniugale\neffettiva e stabile. Prostituzione.\n1. Nel caso in cui il coniuge straniero si appresta sistematicamente alla\nprostituzione, secondo prassi costante dev’essere negata l’esistenza\ndi un’unione coniugale effettiva e stabile. Tale presunzione di fatto\ncomporta l’inversione dell’onere della prova (consid. 15 e 16).\n2. Le allegazioni addotte in sede di ricorso non sono atte a rendere\nplausibile un’unione coniugale effettivamente vissuta ai sensi\ndell’art. 27 LCit (consid. 17-19).\n\nDie aus der Moldau stammende X (im Folgenden: Beschwerdeführerin)\nheiratete am 22. März 1996 den Schweizer Bürger Y, worauf ihr die\nkantonale Fremdenpolizeibehörde eine ordentliche Aufenthaltsbewilligung\nerteilte. Die Beschwerdeführerin besitzt seit dem 21. März 2001 eine\nNiederlassungsbewilligung.\nAm 14. August 2000 ersuchte die Beschwerdeführerin das Bundesamt für\nAusländerfragen (BFA; ab dem 1. Mai 2003: Bundesamt für Zuwanderung,\nIntegration und Auswanderung, IMES, im Folgenden: Bundesamt) um\nihre erleichterte Einbürgerung gemäss Art. 27 des Bundesgesetzes vom\n29. September 1952 über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts\n(BüG, SR 141.0).\nDas Bundesamt holte am 20. Dezember 2000 beim zuständigen kantonalen\nBürgerrechtsdienst einen kurzen Erhebungsbericht ein. Mit Schreiben vom\n5. Juni 2001 teilte es der Beschwerdeführerin mit, laut ihren eigenen Angaben\nsei sie als selbstständige Masseuse bei der Firma Z tätig. Dort würden nebst\nklassischen auch erotische Massagen sowie anderweitige Liebesdienste\nangeboten. Gemäss konstanter Praxis werde das Bestehen einer tatsächlichen,\nstabilen ehelichen Gemeinschaft immer dann verneint, wenn einer der\nEhepartner der Prostitution nachgehe. Dem Einbürgerungsbegehren könne\nnicht entsprochen werden.\nMit Verfügung vom 4. September 2001 wies das Bundesamt das Gesuch\num erleichterte Einbürgerung ab. Zur Begründung wurde ausgeführt, eine\neheliche Gemeinschaft im Sinne von Art. 27 Abs. 1 BüG liege dann vor, wenn\nes sich um eine tatsächliche, stabile und auf Dauer gerichtete Gemeinschaft\nder Ehegatten handle. Solange erhebliche Zweifel über das Bestehen einer\nsolchen ehelichen Gemeinschaft bestünden, seien die Voraussetzungen für\ndie erleichterte Einbürgerung nicht erfüllt. Es sei unbestritten, dass die\nBeschwerdeführerin als Prostituierte tätig sei, da sie nach eigenen Angaben\nnicht nur klassische, sondern auch erotische Massagen anbiete. Die Ausübung\nder Tätigkeit als Dirne stehe nicht im Einklang mit der Vorstellung von\neiner tatsächlichen, stabilen ehelichen Gemeinschaft. In solchen Fällen\nbestünden auf Grund jahrelanger Erfahrungen mit missbräuchlichen\nEinbürgerungsgesuchen von Personen aus dem Rotlichtmilieu erhebliche\nZweifel an der geltend gemachten ehelichen Gemeinschaft.\nGegen diese Verfügung erhob X Beschwerde an das Eidgenössische Justizund Polizeidepartement (EJPD, im Folgenden: Departement). Dieses weist die\nVerwaltungsbeschwerde ab.\n\n"}