{"Signatur": "CH_VB_002", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2001-02-15", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_002_JAAC-65-67--_2001-02-15.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005264.pdf?ID=150005264", "Checksum": "74b8b7232dbc8893447dc3d29d850833"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 65.67 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 15.02.2001 JAAC 65.67 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police 15.02.2001 JAAC 65.67 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP 15.02.2001 JAAC 65.67 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:35", "Checksum": "6ad1ed718d24734600006e9cc0abb314", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 15.02.2001 JAAC 65.67 \r\n\n JAAC 65.67\n\nEntscheid des Eidgenössischen Justiz- und\nPolizeidepartements vom 15. Februar 2001\n\nArt. 34 OLE. Autorisation de séjour pour rentier. Exigence de disposer\ndes moyens financiers nécessaires.\n- Les exigences découlant de l’art. 34 let. e OLE ne sont remplies\nque s’il apparaît avec une grande certitude que le rentier disposera\njusqu’à la fin de sa vie des moyens financiers nécessaires pour assurer\nson entretien et que le risque de tomber, à l’avenir, à la charge de\nl’assistance publique peut être ainsi considéré comme insignifiant.\n- Les promesses faites par la parenté vivant en Suisse d’assurer\nl’entretien du rentier ne permettent pas, en règle générale, d’apporter\ncette certitude, même si ces engagements revêtent la forme écrite.\n\nArt. 34 BVO. Aufenthaltsbewilligung für Rentner. Erfordernis der\nnotwendigen finanziellen Mittel.\n- Die Anforderungen von Art. 34 Bst. e BVO sind nur dann erfüllt,\nwenn die für den Lebensunterhalt in der Schweiz erforderlichen\nfinanziellen Mittel dem Rentner mit grosser Sicherheit bis an sein\nLebensende zufliessen werden und das Risiko einer zukünftigen\nFürsorgeabhängigkeit deshalb als vernachlässigbar gering\neinzuschätzen ist.\n- Versprechen von in der Schweiz lebenden Verwandten des Rentners,\nfür dessen Lebensunterhalt aufzukommen und selbst schriftliche\nVerpflichtungserklärungen vermögen diese Sicherheit in der Regel nicht\nzu vermitteln.\n\n1\nArt. 34 OLS. Permesso di dimora per redditieri. Requisito dei mezzi\nfinanziari necessari.\n- I requisiti posti dall’art. 34 lett. e OLS sono adempiuti unicamente se i\nmezzi finanziari necessari al sostentamento in Svizzera perverranno al\nredditiere con grande certezza sino alla fine della sua vita e se il rischio\nche egli debba in futuro fare capo all’assistenza pubblica può essere\nquindi considerato trascurabile.\n- Le promesse fatte da parenti residenti in Svizzera di assicurare il\nsostentamento del redditiere non permettono di regola di fornire tale\ncertezza, anche se queste dichiarazioni rivestono la forma scritta.\n\nDie aus Bosnien und Herzegowina stammende X reiste am 30. Dezember\n1991 in die Schweiz ein, um bei ihren hierorts lebenden Töchtern Ferien\nzu verbringen. Da sich die Lage in ihrem Heimatland zu jener Zeit jedoch\nzunehmend verschärfte, verliess sie die Schweiz in der Folge nicht mehr.\nAm 10. November 1997 verfügte das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) die\nindividuelle vorläufigen Aufnahme von X.\nBereits am 23. Oktober 1997 hatte X durch ihre damalige Rechtsvertreterin\nbei der Fremdenpolizei des Kantons Aargau ein Gesuch um Erteilung einer\nAufenthaltsbewilligung zur erwerbslosen Wohnsitznahme gestützt auf\nArt. 34 der Verordnung vom 6. Oktober 1986 über die Begrenzung der\nZahl der Ausländer (BVO, SR 823.21) beziehungsweise Art. 36 BVO stellen\nlassen. Mit Verfügung vom 18. Juni 1998 lehnte die Fremdenpolizei dieses\nGesuch ab. Die von X gegen diese Verfügung erhobene Einsprache lehnte die\nFremdenpolizei mit Entscheid vom 21. August 1998 ebenfalls ab. Gegen den\nEinspracheentscheid der Fremdenpolizei erhob X beim Rekursgericht im\nAusländerrecht des Kantons Aargau Beschwerde. Dieses hiess die Beschwerde\nmit Urteil vom 19. November 1999 gut und wies die Fremdenpolizei an, X -\nunter Vorbehalt der Zustimmung durch das Bundesamt für Ausländerfragen\n(BFA) - gestützt auf Art. 34 BVO eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen.\nDas BFA, dem die kantonale Fremdenpolizei die Akten in der Folge überwiesen\nhatte, verweigerte mit Verfügung vom 14. Januar 2000 die Zustimmung zur\nErteilung einer Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 34 BVO.\nGegen die Verfügung des BFA erhob X Beschwerde beim Eidgenössischen\nJustiz- und Polizeidepartement. Dieses weist die Verwaltungsbeschwerde ab.\nAus den Erwägungen:\n(…)\n7. Nach Art. 34 BVO kann einem Ausländer eine Aufenthaltsbewilligung\nerteilt werden, wenn er älter als 55-jährig ist (Bst. a), enge Beziehungen zur\nSchweiz hat (Bst. b), weder in der Schweiz noch im Ausland erwerbstätig ist\n(Bst. c), den Mittelpunkt seiner Lebensverhältnisse in die Schweiz verlegt\n(Bst. d) und die notwendigen finanziellen Mittel hat (Bst. e).\nDie Behörde entscheidet - im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der\nVerträge mit dem Ausland - nach freiem Ermessen über die Bewilligung von\nAufenthalt und Niederlassung (Art. 4 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931\nüber Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer [ANAG], SR 142.20).\n\n"}