{"Signatur": "CH_VB_002", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1999-06-04", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_002_JAAC-63-98--_1999-06-04.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004448.pdf?ID=150004448", "Checksum": "1b737dea5d4e52fb70a6d78ac90fc7a7"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 63.98 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 04.06.1999 JAAC 63.98 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police 04.06.1999 JAAC 63.98 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP 04.06.1999 JAAC 63.98 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:25:52", "Checksum": "d912162570eed839051fc0dcf71980c8", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 04.06.1999 JAAC 63.98 \r\n\n 2\nund Einwanderung). Neu ist damit das BFA Arbeitsmarktbehörde für den\nZuständigkeitsbereich des Bundes, was zur Anpassung der BVO geführt\nhat (vgl. Änderung der BVO vom 25. Februar 1998, in Kraft seit 22. März\n1998; AS 1998 860 f.). Zuständig für die Behandlung von Beschwerden gegen\nVerfügungen der Arbeitsmarktbehörde des Bundes ist somit nicht mehr das\nEVD, sondern das EJPD (Art. 53 Abs. 1 und 2 BVO). Die übergangsrechtlichen\nBestimmungen sehen vor, dass das EJPD ab dem 1. März 1998 zuständig zur\nBehandlung von Beschwerden gegen das BIGA ist, die gestützt auf die BVO am\n28. Februar 1998 hängig sind (Art. 58 Abs. 3 BVO). Das Departement ist daher\nzur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Es entscheidet im\nÜbrigen endgültig, soweit nicht die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das\nBundesgericht zulässig ist (Art. 20 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 26. März\n1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer [ANAG], SR 142.20).\nDie Beschwerdeführerin (X GmbH) ist legitimiert; auf die frist- und\nformgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 53 Abs. 4\nBVO, Art. 48 ff. des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das\nVerwaltungsverfahren [VwVG], SR 172.021).\n6. Im Weiteren stellt sich die Frage nach dem zulässigen Streitgegenstand\ndes vorliegenden Verfahrens. Das BIGA stützte sich beim Erlass der\nangefochtenen Verfügung auf aArt. 21 Abs. 2 BVO (AS 1986 1791 ff.), der\nihm die Kompetenz gab, Verfügungen zulasten der Höchstzahl des Bundes\nzu erlassen; weiter ging seine Zuständigkeit nicht. Insbesondere blieb\nder arbeitsmarktliche Vorentscheid (Art. 42 BVO) mit dem Entscheid\nbetreffend Rekrutierungsprioritäten gemäss Art. 8 BVO der kantonalen\nArbeitsmarktbehörde vorbehalten (Art. 49 Abs. 1 Bst. d BVO). Aufgrund der\ndamals gültigen Zuständigkeitsordnung kann Streitgegenstand nur sein, ob\nY die Voraussetzungen für die Erteilung eines Bundeskontingentes erfüllt\noder nicht. Unbeantwortet blieb die Frage, ob aufgrund der Art. 6 - 11 BVO\n(Voraussetzungen zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit) überhaupt eine\nAufenthaltsbewilligung erteilt werden könnte.\nDaran hat sich durch die Revision der BVO nichts geändert. Das BFA nimmt\nzwar heute eine Doppelfunktion wahr (sowohl Arbeitsmarkt- wie auch\nFremdenpolizeibehörde). Die beiden Bereiche sind jedoch - zumindest\nwas den arbeitsmarktlichen Vorentscheid betrifft - klar getrennt. Erst nach\nAbschluss des arbeitsmarktlichen Verfahrens (Vorentscheid gemäss Art. 42\nBVO durch die kantonale Behörde, Entscheid betreffend Bundeskontingent\ndurch das BFA) wird von der zuständigen kantonalen Fremdenpolizeibehörde\nüber die Frage der Erteilung der Aufenthaltsbewilligung entschieden; im Falle\nder Gutheissung bleibt die Zustimmung des BFA vorbehalten (Art. 51 BVO).\nIm Rahmen des Zustimmungsverfahrens besteht allerdings die Aufteilung in\neinen arbeitsmarktlichen und einen fremdenpolizeilichen Bereich nicht mehr\n(vgl. Art. 1 Abs. 1 der Verordnung vom 20. April 1983 über die Zuständigkeit\nder Fremdenpolizeibehörden in der Fassung vom 25. Februar 1998, SR 142.202\nund AS 1998 846). Das BFA ist damit befugt, in seinem Zustimmungsentscheid\nsowohl arbeitsmarktliche (insbesondere solche der Rekrutierungsprioritäten\nnach Art. 8 BVO) wie auch fremdenpolizeiliche Aspekte des kantonalen\nBewilligungsentscheides zu würdigen. Solange ein solcher aber noch nicht\nergangen ist bzw. ausserhalb des Zustimmungsverfahrens, kann sich das BFA\n\n"}