{"Signatur": "CH_VB_002", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1997-09-22", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_002_JAAC-63-37--_1997-09-22.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004247.pdf?ID=150004247", "Checksum": "6da95608da9a0d0a928a7a51cdb6998f"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 63.37 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 22.09.1997 JAAC 63.37 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police 22.09.1997 JAAC 63.37 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP 22.09.1997 JAAC 63.37 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:27:25", "Checksum": "d67d31c8c90d015bf12a8b0afa4f0c83", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 22.09.1997 JAAC 63.37 \r\n\n JAAC 63.37\n\nAuszug aus einem Entscheid des Eidgenössischen\nJustiz- und Polizeidepartements vom 22. September\n1997\n\nArt. 13 LSEE et art. 6 OLE. Exercice illégal d’une activité lucrative.\nLe fait qu’une grand-mère s’occupe gratuitement de ses propres\npetits-enfants ne doit en tout cas pas être considérée comme une activité\nlucrative soumise à autorisation lorsque cette occupation n’a pas\npour conséquence de permettre désormais aux parents de ces enfants\nd’exercer eux-mêmes une activité lucrative.\n\nArt. 13 ANAG und Art. 6 BVO. Illegale Erwerbstätigkeit.\nDie unentgeltliche Betreuung eines Kindes durch die eigene Grossmutter\nist jedenfalls dann keine bewilligungspflichtige Erwerbstätigkeit, wenn\ndie Eltern des Kindes nicht erst durch die Betreuung in die Lage versetzt\nwerden, selbst einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.\n\nArt. 13 LDDS e art. 6 OLS. Esercizio illegale di un’attività lucrativa.\nL’assistenza gratuita di un bambino da parte della nonna non è\nconsiderata in ogni caso un’attività soggetta ad autorizzazione fintanto\nche non sia tale attività a mettere i genitori del bambino in condizione\ndi esercitare un’attività lucrativa.\n\n1\nZusammenfassung des Sachverhalts:\n\nDie Beschwerdeführerin, eine jugoslawische Staatsangehörige,\nhielt sich während einigen Monaten illegal bei ihrer in der Schweiz\nanwesenheitsberechtigten Tocher auf und hat zeitweise das Enkelkind gehütet.\nDabei wechselte sie sich mit dem Lebensgefährten ihrer Tochter und einer\nDrittperson ab. Gestützt auf diesen Sachverhalt verhängte das Bundesamt\nfür Ausländerfragen (BFA) gegen die Beschwerdeführerin eine dreijährige\nEinreisesperre (nach Art. 13 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über\nAufenthalt und Niederlassung der Ausländer [ANAG], SR 142.20), die unter\nanderem mit illegaler Erwerbstätigkeit begründet wurde.\nDas Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement hiess eine dagegen\neingereichte Beschwerde teilweise gut.\n\nAus den Erwägungen:\n\n(...)\n11. Als Erwerbstätigkeit gilt nach Art. 6 der Verordnung vom 6. Oktober\n1986 über die Begrenzung der Zahl der Ausländer (BVO, SR 823.21), der im\nHinblick auf die ratio legis extensiv auszulegen ist, jede normalerweise\nauf Erwerb gerichtete unselbständige oder selbständige Tätigkeit, selbst\nwenn sie unentgeltlich ausgeübt wird. Der fremdenpolizeiliche Begriff der\nErwerbstätigkeit ist damit wesentlich weiter gefasst, als der herkömmliche (vgl.\nzum ganzen Valentin Roschacher, Die Strafbestimmungen des Bundesgesetzes\nüber Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer, Zürich 1991, S. 101 ff\nsowie Pra. 24 Nr. 16). Ungeachtet der Ausrichtung eines Entgelts im Einzelfall\nerfasst er alle Verrichtungen, die auf dem Arbeitsmarkt üblicherweise gegen\nEntgelt angeboten werden. Obschon der Begriff der Erwerbstätigkeit im Sinne\nder Verordnung weit gefasst ist, darf daneben die Existenz nicht lukrativer,\nbewilligungsfreier Beschäftigung (beispielsweise von Gefälligkeitshandlungen)\nnicht geleugnet werden (Toni Pfanner, Die Jahresaufenthaltsbewilligung\ndes erwerbstätigen Ausländers, St. Galler Beiträge zum öffentlichen Recht,\nBd. 16, St. Gallen 1985, S. 109; mit Hinweis auf die bundesgerichtliche\nRechtsprechung; Roschacher, a.a.O., S. 109 bei N. 37). Die Abgrenzung dieser\nbeiden Bereiche, auf die es im vorliegenden Fall ankommt, ist mitunter mit\nerheblichen Schwierigkeiten verbunden.\nDas Bundesgericht hat in seiner bisherigen Rechtsprechung stets\nanerkannt, dass im Einzelfall der Erwerbscharakter einer Tätigkeit durch\narbeitsmarktfremde Elemente überlagert werden kann. In BGE 110 Ib\n63 (Pensionnat Mont-Olivet) hat es entschieden, bei der Tätigkeit zweier\nOrdensschwestern, die unentgeltlich in einem katholischen Institut für\ndie religiöse Unterweisung und Erziehung junger Mädchen eingesetzt\nwurden, handle es sich nicht um Erwerbstätigkeit, weil die Leistungen\ndieser Frauen auf dem Arbeitsmarkt nicht angeboten würden und von\nLaien nicht erbracht werden könnten, wenn die Geistesrichtung des Instituts\ngewahrt werden solle. Im Entscheid BGE 118 Ib 85 hat es festgehalten, dass bei\nOrdensleuten, die keine seelsorgerische Tätigkeit ausübten, sondern in einem\nKloster dem Gotteslob und der Kontemplation nachgingen, - auch wenn sie\n\n"}