{"Signatur": "CH_VB_002", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1997-12-24", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_002_JAAC-62-29--_1997-12-24.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003863.pdf?ID=150003863", "Checksum": "e2aa0de6be586ac03d2921a1c38604d1"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 62.29 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 24.12.1997 JAAC 62.29 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police 24.12.1997 JAAC 62.29 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP 24.12.1997 JAAC 62.29 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:27:09", "Checksum": "406fea6523ada0a6d50b5956bdc7f6ec", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 24.12.1997 JAAC 62.29 \r\n\n JAAC 62.29\n\nAuszug aus einem Entscheid des Eidgenössischen\nJustiz- und Polizeidepartements vom 24. Dezember\n1997\n\nPolice des étrangers. Qualité pour recourir en matière d’interdiction\nd’entrée.\nIl y a lieu d’entrer en matière sur un recours formé par un employeur\ncontre une décision d’interdiction d’entrée lorsque ce pourvoi revêt\npour celui-ci un intérêt matériel ou un intérêt idéal suffisamment\nconcret (changement de la jurisprudence publiée dans JAAC 51.21).\n\nFremdenpolizei. Beschwerdelegitimation bei Einreisesperren.\nAuf Eingaben von Arbeitgebern gegen Einreisesperren ist einzutreten,\nwenn das Einlegen eines Rechtsmittels für sie mit einem praktischen\noder zumindest konkretisierbaren ideellen Nutzen verbunden ist\n(Änderung der in VPB 51.21 wiedergegebenen Praxis).\n\nPolizia degli stranieri. Legittimazione a ricorrere in caso di divieto\nd’entrata.\nQualora il ricorso avverso una decisione di divieto d’entrata\nvenga interposto dal datore di lavoro, si entra in materia se per\nquest’ultimo tale impugnazione riveste un interesse materiale o\nideale sufficientemente concreto (cambiamento della giurisprudenza\npubblicata in GAAC 51.21).\n\n1\nZusammenfassung des Sachverhalts:\n\nX trat in der Wintersaison 1995/96 im Duo mit ihrem Musikpartner in\nverschiedenen Restaurants der Schweiz auf. Für die Gastspiele in der Schweiz\nbenötigte sie jeweils Kurzaufenthaltsbewilligungen. Am 27. Januar 1996\nschloss das Duo mit F einen Engagementvertrag für dessen Landgasthof\nim Kanton Appenzell A.Rh. für die Zeit vom 19. Juli bis 4. August 1996 ab.\nAls das Musikerduo jedoch die Stelle an besagtem Datum antreten wollte,\nstellte sich heraus, dass F vergessen hatte, die erforderlichen Bewilligungen zu\nbesorgen. Zwar veranlasste der Wirt in der Folge nachträglich die Einleitung\ndes Bewilligungsverfahrens, liess das Duo aber ihr Engagement bereits\nausüben. Am 26. Juli 1996 gab die Fremdenpolizei des Kantons Appenzell A.Rh.\nin bezug auf den Musikpartner, der über eine Jahresaufenthaltsbewilligung\nverfügte, ihr Einverständnis gemäss Art. 8 Abs. 2 des BG vom 26. März 1931\nüber Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG, SR 142.20) zur\nAusübung einer Erwerbstätigkeit. Was X anbelangte, stellte die kantonale\nFremdenpolizeibehörde indessen fest, sie halte sich seit dem 18. Juli 1996\nunangemeldet und widerrechtlich im Kantonsgebiet auf und gehe einer\nunbewilligten Erwerbstätigkeit nach.\nAufgrund dieses Sachverhalts verhängte das Bundesamt für Ausländerfragen\n(BFA) über X eine Einreisesperre für die Dauer von zwei Jahren und entzog\neiner allfälligen Beschwerde gleichzeitig die aufschiebende Wirkung. Zur\nBegründung wurde angegeben, es lägen grobe Zuwiderhandlungen gegen\nfremdenpolizeiliche Vorschriften vor.\nGegen die Einreisesperre erhoben sowohl X als auch F Beschwerde.\n\nAus den Erwägungen:\n\n(...)\n7.1. X ist als Verfügungsadressatin legitimiert. Weniger eindeutig verhält es\nsich mit F als Wirt und Inhaber eines Landgasthofes, hat das Eidgenössische\nJustiz- und Polizeidepartement einem Arbeitgeber doch seinerzeit in\nAnwendung von Art. 20 Abs. 2 ANAG die Beschwerdelegitimation in\neinem Verfahren betreffend Einreisesperre abgesprochen (VPB 51.21). Der\nParteivertreter von F hält in dieser Hinsicht lediglich fest, sein Mandant fühle\nsich aufgrund des ihm unterlaufenen Versehens des zu späten Einleitens des\nBewilligungsverfahrens mitschuldig, dass über X eine Fernhaltemassnahme\nverhängt worden sei.\n7.2. Andere Mitbeteiligte im Sinne von Art. 20 Abs. 2 ANAG müssen\nein schutzwürdiges Interesse dartun können (siehe Toni Pfanner, Die\nJahresaufent-haltsbewilligung des erwerbstätigen Ausländers, St. Gallen 1984,\nS. 237). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist zur Beschwerde\nlegitimiert, wer durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein\nschutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat, wobei\ndieses Interesse rechtlicher oder auch bloss tatsächlicher Natur sein kann und\nkeineswegs mit demjenigen Interesse übereinzustimmen braucht, welches\ndurch die vom Beschwerdeführer selber als verletzt bezeichneten Normen\ngeschützt wird. Verlangt wird indessen, dass der Beschwerdeführer durch\n\n"}