{"Signatur": "CH_VB_002", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1996-02-19", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_002_JAAC-60-95--_1996-02-19.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003251.pdf?ID=150003251", "Checksum": "c088ccc487619acf1e6b2b644e4ec07f"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 60.95 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 19.02.1996 JAAC 60.95 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police 19.02.1996 JAAC 60.95 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP 19.02.1996 JAAC 60.95 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:28:40", "Checksum": "bdfb7b6b7e5c1a0ee2b1e0bb52ff8f7b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 19.02.1996 JAAC 60.95 \r\n\n JAAC 60.95\n\nAuszug aus einem Entscheid des Eidgenössischen\nJustiz- und Polizeidepartementes vom 19. Februar\n1996; eine dagegen gerichtete Beschwerde wurde\nvom Bundesgericht abgewiesen\n\nArt. 36 OLE. Raisons importantes justifiant l’octroi d’autorisations de\nséjour à des étrangers sans activité lucrative.\nConditions non remplies dans le cas d’un séjour temporairement illégal\net d’un degré d’intégration insuffisant.\n\nArt. 36 BVO. Wichtige Gründe, welche die Erteilung von\nAufenthaltsbewilligungen an nichterwerbstätige Ausländer\nrechtfertigen.\nVoraussetzungen nicht erfüllt in einem Fall von zeitweise illegalem\nAufenthalt und ungenügendem Integrationsgrad.\n\nArt. 36 OLS. Motivi importanti che giustificano il rilascio di permessi di\ndimora a stranieri non esercitanti un’attività lucrativa.\nCondizioni non adempiute nel caso di una dimora parzialmente illegale\ne di un grado d’integrazione insufficiente.\n\n1\n(...)\n12. Das Bundesamt für Ausländerfragen (BFA) ist unter anderem zuständig\nfür die Zustimmung zu Aufenthaltsbewilligungen gemäss Art. 36 der V\nvom 6. Oktober 1986 über die Begrenzung der Zahl der Ausländer (BVO,\nSR 823.21; Art. 52 Bst. b Ziff. 3 BVO). Gestützt auf diese Bestimmung kann der\nKanton anderen nicht erwerbstätigen Ausländern Aufenthaltsbewilligungen\nerteilen, wenn «wichtige Gründe es gebieten». Der «wichtige Grund»\nim Sinne des Gesetzes ist eine Mindestzulassungsvoraussetzung des\nBundesrechts in Gestalt eines unbestimmten Rechtsbegriffs (vgl. Art. 37\nBVO; Peter Kottusch, Die Bestimmungen über die Begrenzung der Zahl der\nAusländer, Schweizerische Juristenzeitung [SJZ] 84 [1988], S. 42), der das freie\nErmessen der kantonalen Bewilligungsbehörde nach Art. 4 ANAG einschränkt\n(Peter Kottusch, Das Ermessen der kantonalen Fremdenpolizei und seine\nSchranken, Schweizerisches Zentralblatt für Staats- und Gemeindeverwaltung\n[ZBl] 91 [1990], S. 148 ff.). Das BFA prüft im Zustimmungsverfahren frei,\nob dieses Erfordernis im Einzelfall erfüllt ist. Da in tatbeständlicher\nHinsicht keine besonderen, namentlich technischen oder örtlichen\nGegebenheiten zu berücksichtigen sind, in welchen sich die kantonalen\nBewilligungsbehörden besser auskennen oder in denen sie eines grösseren\nHandlungsspielraums bedürften als das BFA, besteht für dieses kein Anlass,\nsich im Zustimmungsverfahren Zurückhaltung aufzuerlegen (vgl. BGE\n119 Ib 40 zum Beurteilungsspielraum). Das gilt gleichermassen für das\nBeschwerdeverfahren vor dem Departement.\n13. Der «wichtige Grund» im Sinne von Art. 36 BVO stellt - wie bereits erwähnt\n- einen unbestimmten Rechtsbegriff dar, der seinen Inhalt erst aus dem\nSinn und Zweck der Vorschrift sowie aus deren Stellung im Gesetz und im\nRechtssystem gewinnt. Er bedarf mithin der Auslegung.\nDie BVO bezweckt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem Bestand der\nschweizerischen und dem der ausländischen Wohnbevölkerung, die Schaffung\ngünstiger Rahmenbedingungen für die Eingliederung der hier wohnenden\nund arbeitenden Ausländer und die Verbesserung der Arbeitsmarktstruktur\nsowie eine möglichst ausgeglichene Beschäftigung (Art. 1 BVO). Erwerbstätige\nund nichterwerbstätige Ausländer sind ihr gleichermassen unterworfen. Die\nSteuerung der Zahl der erwerbstätigen Ausländer erfolgt im wesentlichen\ndurch Kontingentierung (Art. 12 BVO) in Verbindung mit einer numerischen\nKontrolle, die vom BFA ausgeübt wird (Art. 47 und Art. 52 Bst. c BVO). Die\nBegrenzungsmassnahmen sind insbesondere quantitativer Natur. Als\nSteuerungsmittel für die Zahl nichterwerbstätiger Ausländer sieht die BVO\nim 3. Kapitel eine abschliessende Grundordnung vor (der Familiennachzug\ngemäss Art. 38 ff. BVO bleibt vorbehalten), die einige wenige, eng gefasste\nZulassungskategorien umfasst. Sofern der Aufenthalt des nichterwerbstätigen\nAusländers ausländerpolitisch von Relevanz ist, das heisst von längerer Dauer\nsein soll, bedarf jeder Einzelfall der Zustimmung durch das BFA (Art. 52 Bst. b\nBVO). In diesem Bereich nimmt der Bund seine Verantwortung durch das\nAufstellen von qualitativen Zulassungskriterien wahr.\nArt. 36 BVO trägt Konstellationen Rechnung, die sich zwar unter keine der\nanderen Bestimmungen des 3. Kapitels subsumieren lassen, bei denen\njedoch ein «wichtiger Grund» die Zulassung «gebietet». Indem Art. 36 BVO\ndie Grundordnung durchbricht, lässt sich seine Funktion mit derjenigen\n\n"}