{"Signatur": "CH_VB_002", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1994-10-26", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_002_JAAC-59-27--_1994-10-26.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002594.pdf?ID=150002594", "Checksum": "3fb431f2fb37cde864345a701c4b8649"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 59.27 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 26.10.1994 JAAC 59.27 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police 26.10.1994 JAAC 59.27 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP 26.10.1994 JAAC 59.27 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:30:02", "Checksum": "604f405821e0d4115d85f6089cef8ba0", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 26.10.1994 JAAC 59.27 \r\n\n 3\nNiederlassungsbewilligung. Diese sind - abgesehen vom Kriterium des\nZusammenwohnens gemäss Art. 17 Abs. 2 ANAG - in beiden Bestimmungen\nidentisch. Dies war auch die Absicht des Gesetzgebers (vgl. Botschaft zur\nÄnderung des Bürgerrechtsgesetzes, BBl 1987 III 322). Deshalb kann davon\nausgegangen werden, dass die Vorstellungen darüber, worauf sich der\nAusdruck «nach einem ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt\nvon fünf Jahren bezieht» für beide Normen die gleichen sind. Während\nder bundesrätlichen Botschaft im Zusammenhang mit Art. 5a ANAG (heute\nArt. 7 ANAG) diesbezüglich nichts entnommen werden kann, enthalten die\nAusführungen zu Art. 17 Abs. 2 ANAG eine unmissverständliche Präzisierung:\n«Nach einem ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt in\nehelicher Gemeinschaft von fünf Jahren ... » (Botschaft zur Änderung des\nBürgerrechtsgesetzes, a.a.O.). Gestützt darauf bleibt kein Raum, die Dauer\nvon aufeinanderfolgenden Ehen mit einem niedergelassenen Ausländer\nbeziehungsweise mit einem Schweizer Bürger zusammenzuzählen.\n8.2. Von der Frage des Anspruchs nicht berührt ist die Frage, ob die\nNiederlassungsbewilligung allenfalls im Rahmen des behördlichen Ermessens\n(Art. 4 ANAG) erteilt werden kann.\n...\nDas von der Praxis entwickelte Erfordernis des ununterbrochenen\nAufenthaltes während einer bestimmten Zeit vor Erteilung der\nNiederlassungsbewilligung soll Gewähr bieten, dass der Ausländer mit den\nhiesigen Verhältnissen vertraut und im Hinblick auf die weitreichenden\nFolgen eines unbefristeten Anwesenheitsrechts auch genügend integriert\nist. Schliesslich wird den Behörden dadurch erleichtert, das Verhalten\ndes Ausländers zu prüfen und zu beurteilen (vgl. Art. 11 Abs. 1 VV vom\n1. März 1949 zum Bundesgesetz über Aufenhalt und Niederlassung der\nAusländer [ANAV], SR 142.201). Das Gesetz selbst verlangt nur dort, wo es\num den Anspruch auf die Niederlassungsbewilligung geht, unabdingbar\neinen vorgängigen ununterbrochenen Aufenthalt (Art. 7 Abs. 1 und\nArt. 17 Abs. 2 ANAG). Art. 11 Abs. 5 ANAV, der «in der Regel» von einem\nununterbrochenen 10jährigen Aufenthalt ausgeht, nennt gleichzeitig\nAusnahmen von der vorgesehenen Mindestdauer, was indirekt vom\nErfordernis des ununterbrochenen Aufenthaltes dispensiert. Art. 17 Abs. 1\nANAG und Art. 10 Abs. 1 ANAV schliessen grundsätzlich nicht aus, dass\ndie Niederlassungsbewilligung sofort und ohne vorgängigen Aufenthalt\nerteilt wird, was für gewisse Kategorien von Ausländern tatsächlich auch\nentsprechend gehandhabt wird. Konkretisierend hält Art. 10 Abs. 1 ANAV\nzudem fest, ohne vorherige Aufenthaltsbewilligung könne insbesondere\njener Ausländer die Niederlassungsbewilligung erhalten, der sie früher schon\nwährend Jahren besessen habe und trotz seiner Abwesenheit mit der Schweiz\neng verbunden geblieben sei.\n\n4\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 59.27 - Auszug aus einem Entscheid des Eidgenössischen Justiz- und\nPolizeidepartementes vom 26. Oktober 1994\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1995\nAnnée\nAnno\n\nBand 59\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. 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