{"Signatur": "CH_VB_002", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1994-10-26", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_002_JAAC-59-27--_1994-10-26.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002594.pdf?ID=150002594", "Checksum": "3fb431f2fb37cde864345a701c4b8649"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 59.27 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 26.10.1994 JAAC 59.27 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police 26.10.1994 JAAC 59.27 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP 26.10.1994 JAAC 59.27 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:30:02", "Checksum": "604f405821e0d4115d85f6089cef8ba0", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 26.10.1994 JAAC 59.27 \r\n\n JAAC 59.27\n\nAuszug aus einem Entscheid des Eidgenössischen\nJustiz- und Polizeidepartementes vom 26. Oktober\n1994\n\nPolice des étrangers. Octroi d’une autorisation d’établissement.\nArt. 7 al. 1er LSEE.\n- Droit du conjoint étranger d’une Suissesse à l’octroi d’une autorisation\nd’établissement.\n- Exigence d’un séjour régulier et ininterrompu de cinq ans.\nArt. 4 LSEE.\n- Octroi d’une autorisation d’établissement dans le cadre du pouvoir\nd’appréciation de l’autorité.\n\nFremdenpolizei. Erteilung der Niederlassungsbewilligung.\nArt. 7 Abs. 1 ANAG.\n- Anspruch des ausländischen Ehegatten einer Schweizer Bürgerin auf\nErteilung der Niederlassungsbewilligung.\n- Erfordernis des ordnungsgemässen und ununterbrochenen\nAufenthaltes von fünf Jahren.\nArt. 4 ANAG.\n- Erteilung der Niederlassungsbewilligung im Rahmen des behördlichen\nErmessens.\n\n1\nPolizia degli stranieri. Rilascio del permesso di domicilio.\nArt. 7 cpv. 1 LDDS.\n- Diritto del marito straniero di una cittadina svizzera al rilascio del\npermesso di domicilio.\n- Esigenza della regolare e ininterrotta dimora di cinque anni.\nArt. 4 LDDS.\n- Rilascio del permesso di domicilio nell’ambito del potere discrezionale\ndell’autorità.\n\nZusammenfassung des Sachverhalts\n\nZur Beurteilung steht der Niederlassungsanspruch eines ausländischen\nEhegatten, der seit mehr als fünf Jahren ununterbrochen in der Schweiz\nlebt und insgesamt mehr als fünf Jahre mit einer Schweizerin verheiratet war.\nDie Gesamtehedauer bezieht sich allerdings auf zwei Ehen. Nach Auflösung\nder ersten Ehe mit einer Schweizerin heiratete der Ausländer wiederum eine\nSchweizer Bürgerin.\nDas Departement verneint zwar einen Anspruch auf Niederlassung gestützt\nauf Art. 7 Abs. 1 des BG vom 26. März 1931 über Aufenhalt und Niederlassung\nder Ausländer (ANAG, SR 142.20) heisst aber die Beschwerde auf Entlassung\naus der eidgenössischen Kontrolle (Art. 17 Abs. 1 ANAG) im Rahmen des\nbehördlichen Ermessens gut.\n\nAus den Erwägungen\n\n8.1. Gemäss Art. 7 Abs. 1 ANAG hat der Ausländer, der mit einer Schweizer\nBürgerin verheiratet ist, Anspruch auf Erteilung und Verlängerung\nder Aufenthaltsbewilligung. Nach einem ordnungsgemässen und\nununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren hat er Anspruch auf die\nNiederlassungsbewilligung. Diese Bestimmung fand anlässlich der Revision\ndes BG vom 29. September 1952 über Erwerb und Verlust des Schweizer\nBürgerrechts (Bürgerrechtsgesetz [BüG], SR 141.0) Eingang in das ANAG und\ngilt als Ersatz für die Aufhebung des automatischen Bürgerrechtserwerb\nnach alt Art. 3 BüG; gleichzeitig sollte der Gleichberechtigung von Frau und\nMann Rechnung getragen werden. Sinn der neuen ANAG-Regelung ist es, den\nausländischen Partner - gestützt auf seine familiären Beziehungen - gegenüber\nanderen Ausländern bevorzugt zu behandeln und damit binationale Ehen\nzu stärken. Die Tatsache der bestehenden Ehe wird insofern privilegiert,\nals ein Anspruch auf Aufenthalt besteht (nach Auflösung der Ehe, aus\nwelchen Gründen auch immer, besteht der Anspruch nicht mehr, vgl. BGE\n120 Ib 16 ff. E. 2.d). Schliesslich führt dieses Aufenthaltsverhältnis zu einer\nweiteren Privilegierung: Nach fünf Jahren hat der Ausländer Anspruch\n\n"}