{"Signatur": "CH_VB_002", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1992-08-24", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_002_JAAC-57-25--_1992-08-24.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001736.pdf?ID=150001736", "Checksum": "2a92c937d208eca8a8e308ac78c23f78"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 57.25 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 24.08.1992 JAAC 57.25 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police 24.08.1992 JAAC 57.25 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP 24.08.1992 JAAC 57.25 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:31:26", "Checksum": "507af56586b28fa25744b638e126d4e2", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 24.08.1992 JAAC 57.25 \r\n\n JAAC 57.25\n\nEntscheid des Eidgenössischen Justiz und\nPolizeidepartementes vom 24. August 1992\n\nAssistance des Suisses de l’étranger.\nArt. 5 et 6 LASE.\n- Refuser une aide financière à un double national dont la nationalité\nsuisse n’est pas une simple formalité et qui se trouve dans une situation\nde détresse grave en raison d’une invalidité provoquée par un accident\nserait contraire au principe de l’équité et au but de la loi.\n- Une aide durable n’est pas exclue à priori. Une telle aide se justifie en\nl’occurrence, car elle est conforme aux exigences de la dignité humaine\net répond à une juste pesée des intérêts en présence.\n\nFürsorgeleistungen an Auslandschweizer.\nArt. 5 und 6 ASFG.\n- Es ist unbillig und entspricht nicht dem Grundgedanken des\nGesetzes, einem Doppelbürger eine Unterstützung zu versagen, dessen\nSchweizerbürgerrecht sich nicht in einem blossen Formalismus\nerschöpft und der zufolge schwerer, unfallbedingter Invalidität in eine\ngrosse Notlage geraten ist.\n- Eine Dauerunterstützung ist nicht à priori ausgeschlossen. Eine solche\nist vorliegendenfalls in Anbetracht des unmittelbaren und intensiven\nBezuges zum Kerngehalt der Menschenwürde sowie deren Gewichtung\nim Rahmen einer Interessenabwägung gerechtfertigt.\n\n1\nAssistenza agli Svizzeri all’estero.\nArt. 5 e 6 LASE.\n- E’ iniquo e non corrisponde all’idea su cui si fonda la legge negare un\nsostegno finanziario a una persona con doppia cittadinanza, la cui\ncittadinanza svizzera non si esaurisce in un semplice formalismo e che\na causa di invalidità dovuta a un incidente è venuta a trovarsi in una\nsituazione di gravi difficoltà.\n- Un aiuto duraturo non è a priori escluso. Un siffatto aiuto si giustifica\nnel caso in questione, in considerazione della diretta e stretta\nconnessione con il valore intrinseco della dignità umana nonché con la\nvalutazione nel quadro della ponderazione degli interessi.\n\nZusammenfassung des Sachverhalts\nA. Der Beschwerdeführer wurde am 20. April 1943 in Lima geboren. Durch\nseine Abstammung erwarb er die schweizerische und durch seine Geburt\nin Peru die peruanische Staatsangehörigkeit. Im Jahre 1963 erlitt der\nGesuchsteller einen schweren Autounfall. Seither ist er querschnittsgelähmt\nund an den Rollstuhl gebunden. Verschiedene Behandlungen im Ausland\nverliefen ohne Erfolg. Nach Abschluss eines Betriebswissenschaftsstudiums\nwar der Beschwerdeführer im Fischereiministerium tätig. Zufolge\nPersonalabbaus in der öffentlichen Verwaltung verlor er auf Oktober 1991\nhin seine Anstellung. Weil durch die jahrelange Invalidität die Ersparnisse\ninzwischen aufgebraucht waren, geriet er in finanzielle Bedrängnis. Mit\nEingabe vom 9. Oktober 1991 ersuchte der Beschwerdeführer bei der\nSchweizerischen Vertretung in Lima um Unterstützung in Form einer\nmonatlichen Rente für den Lebensunterhalt.\nB. Mit Verfügung vom 25. November 1991 lehnte das Bundesamt für\nPolizeiwesen (BAP) das Begehren mit der Begründung ab, der Gesuchsteller sei\nnicht fürsorgeberechtigt, da bei ihm das peruanische Bürgerrecht vorherrsche.\nFerner lägen keine triftigen Gründe für eine Ausnahme im Sinne von Art. 6 des\nBG vom 21. März 1973 über Fürsorgeleistungen an Auslandschweizer (ASFG,\nSR 852.1) vor.\nC. Mit Eingabe vom 9. Januar 1992 beantragt der Beschwerdeführer\ndie Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Ausrichtung von\nUnterstützungsleistungen. Zur Begründung beruft er sich in erster Linie auf\ndie gesetzlich als Ausnahme vorgesehene Möglichkeit, trotz vorherrschendem\nausländischem Bürgerrecht Fürsorgeleistungen zu erhalten.\nAus den Erwägungen:\n1. Gemäss Art. 22 Abs. 1 ASFG können Verfügungen des BAP betreffend\nFürsorgeleistungen an Auslandschweizer beim EJPD angefochten werden.\n2. Der Bund gewährt Auslandschweizern, die sich in einer Notlage befinden,\nim Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen Fürsorgeleistungen (Art. 1 ASFG).\nGemäss dem Grundsatz der Subsidiarität der öffentlichen Fürsorge sollen\nUnterstützungen nur dann ausgerichtet werden, wenn die Bedürftigkeit nicht\n\n"}