{"Signatur": "CH_VB_002", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1989-05-16", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_002_JAAC-54-33--_1989-05-16.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001196.pdf?ID=150001196", "Checksum": "caf82460b01d600ca840eddc8e9101f6"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 54.33 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 16.05.1989 JAAC 54.33 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police 16.05.1989 JAAC 54.33 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP 16.05.1989 JAAC 54.33 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:33:27", "Checksum": "cafffe52d8d6a7e4232cbb06e829f62f", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 16.05.1989 JAAC 54.33 \r\n\n JAAC 54.33\n\nAuszug aus einem Entscheid des Eidgenössischen\nJustiz- und Polizeidepartements vom 16. Mai 1989\n\nLimitation du nombre des étrangers. Transformation de l’autorisation\nsaisonnière en autorisation à l’année.\nArt. 28 al. 1er let. b OLE. Cas personnel d’extrême gravité.\n- Notion.\n- Saisonnier qui, depuis 17 ans, n’est jamais engagé que pour huit\nmois, si bien que, malgré 148 mois de travail accompli en Suisse, il ne\npeut remplir les conditions temporelles de la transformation, ce dont\nsouffre sa vie de famille. Admission d’un cas de rigueur au regard des\ncirconstances particulières.\n\nBegrenzung der Zahl der Ausländer. Umwandlung von Saison- in\nJahresbewilligung.\nArt. 28 Abs. 1 Bst. b BVO. Schwerwiegender persönlicher Härtefall.\n- Begriff.\n- Saisonier, der seit 17 Jahren immer nur für acht Monate angestellt\nwird, so dass er trotz insgesamt 148 Monate Arbeit in der Schweiz\ndie zeitlichen Voraussetzungen der Umwandlung nicht erfüllen\nkann, worunter sein Familienleben leidet. Annahme eines Härtefalls\nangesichts der besonderen Umstände.\n\n1\nLimitazione dell’effettivo degli stranieri. Trasformazione del permesso\nstagionale in permesso annuale.\nArt. 28 cpv. 1 lett. b OLS. Caso personale particolarmente rigoroso.\n- Nozione.\n- Stagionale che da 17 anni è sempre stato assunto soltanto per otto\nmesi per cui, nonostante i 148 mesi di lavoro svolto in Svizzera, non\nadempie le condizioni temporali per la trasformazione del permesso.\nLa vita familiare ne soffre. Ammissione di un caso particolarmente\nrigoroso in considerazione delle circostanze particolari.\n\nAbzuklären gilt es, ob ein schwerwiegender persönlicher Härtefall im Sinne\nvon Art. 28 Abs. 1 Bst. b der V vom 6. Oktober 1986 über die Begrenzung der\nZahl der Ausländer (BVO, SR 823.21) vorliegt. Dabei ist ausschlaggebend,\nwelche Konsequenzen dem Beschwerdeführer aus der Verweigerung der\nUmwandlung erwachsen. Gemäss konstanter Praxis ist ein schwerwiegender\npersönlicher Härtefall dann zu bejahen, wenn die Verweigerung der\nUmwandlung schwere, nicht oder nicht leicht wiedergutzumachende\nNachteile für den Betroffenen und allenfalls dessen Familie nach sich ziehen\nwürde.\nDer Beschwerdeführer macht geltend, er arbeite nun seit 17 Jahren als\nSaisonier in der Schweiz, wovon 15 Jahre als Gartenarbeiter beim gleichen\nArbeitgeber. Leider werde er immer nur für acht Monate angestellt, so dass\ner die für eine Umwandlung erforderliche Aufenthaltsdauer nie erreichen\nkönne. Seit Jahren müsse er seine Frau, die in Jugoslawien lebe, in bezug auf\ndie Jahresbewilligung auf ein anderes Jahr vertrösten.\nBlosse Trennungsschwierigkeiten stellen praxisgemäss keine\nschwerwiegenden Nachteile im Sinne des Gesetzes dar. Den Betroffenen\nund ihren Angehörigen steht die Möglichkeit offen, durch Kurzbesuche\noder entsprechende Ferienregelungen diesen Schwierigkeiten zu\nbegegnen. Angesichts der besonderen Umstände des Falles sind indessen\nvorliegend die Voraussetzungen für die Annahme eines schwerwiegenden\npersönlichen Härtefalles zu bejahen. Die Frage, ob die Ursache der fehlenden\nAufenthaltsdauer trotz der langjährigen Tätigkeit in der Schweiz in der\nEinstellung des Arbeitgebers des Beschwerdeführers diesem gegenüber oder\nin den Bedingungen der Branche zu suchen ist, muss hier offengelassen\nwerden. Jedenfalls ist aufgrund der Akten ein bösgläubiges Verhalten\ndes Arbeitgebers nicht auszuschliessen. Ebenfalls aufgrund der Akten ist\nzunächst festzustellen, dass der Beschwerdeführer auch in absehbarer Zeit\ndie zeitlichen Voraussetzungen für eine Umwandlung nicht erfüllen könnte.\nZudem kann angesichts seines Alters (47 Jahre) und der arbeitsmarktlichen\nVerhältnisse ein Wechsel des Tätigkeitsfeldes kaum in Betracht gezogen\nwerden, insbesondere da er seit 15 Jahren als Gartenarbeiter tätig ist. Bei\neiner Beibehaltung der Saisonierstellung wäre somit mit zunehmendem\nAlter die Existenz des Beschwerdeführers bedroht. Die dauernde und\nzunehmende Unsicherheit in bezug auf die Arbeitsmöglichkeit in der Schweiz,\nverbunden mit der häufigen Trennung von seiner Ehefrau, stellt für den\n\n2\nBeschwerdeführer zweifelsohne eine schwere Belastung dar. Das fehlende\nkonstante Familienleben fällt vorliegend umso mehr ins Gewicht, als die\nEhepartner mit zunehmendem Alter vermehrt auf gegenseitige Unterstützung\nund Beistand angewiesen sind. Aus den genannten Gründen, insbesondere\naber bei Berücksichtigung der ausserordentlich langen Anwesenheit des\nBeschwerdeführers zur Arbeit in der Schweiz (insgesamt 148 Monate und\n3 Tage), ist diesem eine Beibehaltung der Saisonierstellung nicht zuzumuten.\nDie Voraussetzungen für die Annahme eines schwerwiegenden persönlichen\nHärtefalles sind daher vorliegend erfüllt. Der Beschwerdeführer ist von den\nHöchstzahlen für erwerbstätige Ausländer auszunehmen; die Beschwerde ist\ndemnach gutzuheissen.\n\n3\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 54.33 - Auszug aus einem Entscheid des Eidgenössischen Justiz- und\nPolizeidepartements vom 16. Mai 1989\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1990\nAnnée\nAnno\n\nBand 54\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 001 196\n\n"}