{"Signatur": "CH_VB_002", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1986-11-28", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_002_JAAC-51-22--_1986-11-28.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000389.pdf?ID=150000389", "Checksum": "a6771bb5014404c77e524c8bf477c238"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 51.22 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 28.11.1986 JAAC 51.22 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police 28.11.1986 JAAC 51.22 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP 28.11.1986 JAAC 51.22 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  DFJP, Département fédéral de justice et police"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Dipartimento federale di giustizia e polizia DFGP"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:35:04", "Checksum": "dd158753d40ceb731db993410a0bda77", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 28.11.1986 JAAC 51.22 \r\n\n JAAC 51.22\n\nEntscheid des Eidgenössischen Justiz- und\nPolizeidepartements vom 28. November 1986\n\nAsile. Procédure. Recours au Département fédéral de justice et police\ncontre la décision de ne pas entrer en matière sur une demande\ntendant au nouvel examen d’un refus d’asile, que l’autorité inférieure\nmotive par le fait que le nouveau moyen de preuve avancé est un faux.\nL’authenticité d’un moyen de preuve est une condition d’entrée en\nmatière qui doit être examinée d’office à titre préjudiciel. Limites de\nl’obligation d’ordonner des expertises et de motiver la décision au\nsujet de la falsification. Motivation de la décision de non-entrée en\nmatière dont l’insuffisance sur ce point est réparée grâce à la faculté de\nconsulter le dossier octroyée dans la procédure de recours.\n\nAsyl. Verfahren. Beschwerde an das Eidgenössische Justizund Polizeidepartement gegen den Entscheid, auf ein\nWiedererwägungsgesuch betreffend einen ablehnenden Asylentscheid\nnicht einzutreten, den die Vorinstanz damit begründet, dass das\nneue vorgebrachte Beweismittel gefälscht sei. Die Echtheit eines\nBeweismittels ist eine Eintretensvoraussetzung, die vorfrageweise\nvon Amtes wegen geprüft werden muss. Grenzen der Pflicht zur\nAnordnung von Expertisen und zur Entscheidbegründung in bezug auf\ndie Fälschung. Heilung der diesbezüglich ungenügenden Begründung\ndes Nichteintretensentscheides durch Gewährung von Akteneinsicht im\nBeschwerdeverfahren.\n\nAsilo. Procedura. Ricorso al Dipartimento federale di giustizia\ne polizia contro la decisione di non entrare nel merito di una\ndomanda di riesame di un rifiuto d’asilo, che l’autorità inferiore\n\n1\nmotiva con il fatto che il nuovo mezzo di prova presentato è falso.\nL’autenticità di un mezzo di prova è una condizione d’entrata nel\nmerito che deve essere esaminata d’ufficio a titolo pregiudiziale. Limiti\ndell’obbligo di ordinare perizie e di motivare la decisione in merito\nalla falsificazione. Motivazione della decisione di non entrata nel\nmerito di cui l’insufficienza su tale punto è sanata grazie alla facoltà\ndi consultare gli atti concessa nella procedura ricorsuale.\n\nI\n\nA. Am 18. Oktober 1982 stellte der Beschwerdeführer bei der Fremdenpolizei\ndes Kantons Basel-Stadt ein Asylgesuch. Dieses wurde durch das Bundesamt\nfür Polizeiwesen (BAP) am 28. Februar 1986 abgewiesen; gleichzeitig wurde\ndie Wegweisung aus der Schweiz angeordnet. Auf eine Beschwerde vom\n1. April 1986 gegen den ablehnenden Asylentscheid trat das Eidg. Justizund Polizeidepartement (EJPD) am 22. Mai 1986 nicht ein, weil der verlangte\nKostenvorschuss nicht bezahlt worden war. Mit Schreiben vom 30. Mai 1986\nstellte die Vorinstanz die Rechtskraft ihrer Verfügung fest und setzte dem\nBeschwerdeführer eine definitive Frist zur Ausreise an.\nB. Am 27. Mai 1986 liess der Beschwerdeführer beim Delegierten für das\nFlüchtlingswesen (DFW) die Wiederaufnahme des Asylverfahrens und die\nWiedererwägung des Asylentscheides vom 28. Februar 1986 beantragen. Zur\nBegründung wurde ausgeführt, er habe neue Beweismittel erhältlich gemacht,\ndie seine Verfolgung in der Türkei belegen würden.\nC. Mit Verfügung vom 17. Juni 1986 wies der DFW das Gesuch ab mit dem\nHinweis, es bestehe kein Grund, den Asylentscheid vom 28. Februar 1986\ngemäss Art. 66 Abs. 2 Bst. b VwVG in Revision zu ziehen.\nD. In seiner Beschwerde vom 27. Juni 1986 liess der Beschwerdeführer\ndie Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die Anweisung\nan die Vorinstanz, diese habe auf das Gesuch um Neubeurteilung der\nFlüchtlingseigenschaft einzutreten, beantragen.\nE. Im Vernehmlassungsverfahren hob die Vorinstanz am 18. Juli\n1986 die angefochtene Verfügung auf, weil sie zur Behandlung des\n«Revisionsbegehrens» vom 27. Mai 1986 nicht zuständig gewesen sei, und\nüberwies die Sache an das Departement.\nMit Entscheid vom 4. August 1986 schrieb dieses die Beschwerde vom\n27. Juni 1986 als gegenstandslos geworden ab und überwies die Eingabe als\nWiedererwägungsgesuch an den DFW. Zur Begründung wurde ausgeführt,\nder Beschwerdeführer habe um eine Neubeurteilung der Asylfrage\nnachgesucht und nicht um eine Revision des aus verfahrensrechtlichen\nGründen ergangenen Nichteintretensentscheides. Durch den Antrag um\nWiederaufnahme des Asylverfahrens bezwecke der Beschwerdeführer die\nWiedererwägung des ablehnenden Asylentscheides.\nF. In seiner Verfügung vom 8. August 1986 trat der DFW auf das\nWiedererwägungsgesuch nicht ein. Zur Begründung wurde angeführt, das\nnachträglich eingereichte Schreiben der Gendarmeriekommandantur G.,\n\n"}