{"Signatur": "CH_PATG_001", "Spider": "CH_BPatG", "Datum": "2017-03-09", "PDF": {"Datei": "CH_BPatG/CH_PATG_001_O2015-004_2017-03-09.pdf", "URL": "https://www.bundespatentgericht.ch/fileadmin/entscheide/O2015_004_Urteil_2017-03-09.pdf", "Checksum": "28f8621132f3295a1de6fbdd71fde7f6"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["O2015_004"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bundespatentgericht 09.03.2017 O2015_004"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bundespatentgericht 09.03.2017 O2015_004"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Bundespatentgericht 09.03.2017 O2015_004"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Bundespatentgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Bundespatentgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Bundespatentgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Pemetrexed: Feststellungsklage auf Nichtverletzung gutgeheissen, Bindung an Einschränkung im Erteilungsverfahren | Äquivalenz, Berücksichtigung der Erteilungsakten, Fachmann, Fachrichtervotum, Feststellungsinteresse, Feststellungsklage, Örtliche Zuständigkeit international"}], "ScrapyJob": "446973/64/2135", "Zeit UTC": "05.04.2026 03:17:37", "Checksum": "bb423cfee9dbad4c20587f9cb5b1ff24", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bundespatentgericht 09.03.2017 O2015_004\nRegeste:\nPemetrexed: Feststellungsklage auf Nichtverletzung gutgeheissen, Bindung an Einschränkung im Erteilungsverfahren | Äquivalenz, Berücksichtigung der Erteilungsakten, Fachmann, Fachrichtervotum, Feststellungsinteresse, Feststellungsklage, Örtliche Zuständigkeit international\n\nBundespatentgericht\nTribunal fédéral des brevets\nTribunale federale dei brevetti\nTribunal federal da patentas\nFederal Patent Court\n\nO2015_004\n\nUrteil vom 9. März 2017\n\nBesetzung Präsident Dr. iur. Dieter Brändle,\nRichter Dr. rer. nat. Dipl. chem. Roland Dux (Referent),\nRichterin Dipl. Natw. ETH Prisca von Ballmoos,\nErste Gerichtsschreiberin lic. iur. Susanne Anderhalden\n\nVerfahrensbeteiligte Actavis Switzerland AG,\nWehntalerstrasse 190, 8105 Regensdorf,\nvertreten durch Rechtsanwalt Andrea Mondini und Rechtsanwalt Alfred Früh, Schellenberg Wittmer Rechtsanwälte,\nLöwenstrasse 19, Postfach 1876, 8021 Zürich, patentanwaltlich beraten durch Dr. Andreas Welch, Hepp Wenger Ryffel\nAG, Friedtalweg 5, 9500 Wil,\n\nKlägerin\n\ngegen\n\n1. Eli Lilly and Company,\nLilly Corporate Center, Indiana-polis, US-46285 Indiana,\n2. Eli Lilly (Suisse) SA,\nchemin des Coquelicots 16, 1214 Vernier,\nbeide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Christian Hilti\nund Rechtsanwalt Dr. iur. Demian Stauber, Rentsch Partner\nAG, Fraumünsterstrasse 9, Postfach 2441, 8022 Zürich,\nbeide patentanwaltlich beraten durch Dr. Andrea Carreira,\nRentsch Partner AG, Fraumünsterstrasse 9, Postfach 2441,\n8022 Zürich,\n\nBeklagte\n\nGegenstand Feststellung der Nichtverletzung;\nPemetrexed\nO2015_004\n\nDas Bundespatentgericht zieht in Erwägung:\n\n1. Prozessgeschichte\n\n1.1 Die Klägerin, Actavis Switzerland AG, ist eine Anbieterin generischer\nArzneimittel. Die Beklagte 1, Eli Lilly and Co., ist ein Pharmaunternehmen\nmit Sitz in den Vereinigten Staaten von Amerika, die Beklagte 2, Eli Lilly\n(Suisse) SA, ist eine Tochter der Beklagten 1.\n\nMit Eingabe vom 24. Februar 2015 machte die Klägerin die vorliegende\nFeststellungsklage hängig. Die Klageschrift war in englischer Sprache\nverfasst. Nachdem aber die Beklagten auf entsprechende Anfrage hin\nEnglisch als Parteiensprache ablehnten, wurde der Klägerin Frist angesetzt, eine deutsche Übersetzung der Klageschrift einzureichen. Dem\nkam die Klägerin mit Eingaben vom 31. März 2015 nach. Die Rechtsbegehren lauteten (in der massgeblichen deutschen Fassung) wie folgt:\n\n\"(1) Es sei festzustellen, dass die Klägerin keinen der Ansprüche des Schweizerischen Teils des Europäischen Patents EP 1 313 508 B1 verletzt, indem sie\nin der Schweiz ein Medikament zur Verwendung in der Kombinationstherapie zur Behandlung von Nicht-kleinzelligem Lungenkrebs und malignem\nPleuramesotheliom beim Menschen herstellt, benutzt, einführt, ausführt,\ndurchführt, lagert, anbietet und/oder verkauft oder auf andere Weise vertreibt sowie zu den genannten Zwecken besitzt, welches (a) Pemetrexeddikalium oder (b) Pemetrexedditromethamin oder (c) Pemetrexeddisäure enthält, wobei das betreffende Medikament in Kombination mit Vitamin B12 und\noptional mit Folsäure verabreicht wird.\n(2) Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, inklusive Kosten des notwendigerweise beigezogenen Patentanwalts sowie zuzüglich Mehrwertsteuer, zu\nLasten der Beklagten.\"\n\n1.2 Mit der Klageantwort vom 9. Juni 2015 beantragten die Beklagten\nAbweisung der Klage unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten\nder Klägerin.\n\n1.3 Am 7. Dezember 2015 fand eine Instruktions-/Vergleichsverhandlung\nstatt, an welcher keine Einigung erzielt werden konnte.\n\n1.4 Mit der Replik vom 3. Februar 2016 stellte die Klägerin folgende geänderte Rechtsbegehren:\n\n\"(1) Es sei festzustellen, dass die Klägerin keinen der Ansprüche des Schweizerischen Teils des Europäischen Patents EP 1 313 508 61 verletzt, indem sie\nin der Schweiz ein Medikament zur Verwendung in der Kombinationstherapie zur Behandlung von Nicht-kleinzelligem Lungenkrebs und malignem\nPleuramesotheliom beim Menschen herstellt, benutzt, einführt, ausführt,\ndurchführt, lagert, anbietet und/oder verkauft oder auf andere Weise ver-\n\nSeite 2\nO2015_004\n\n"}