{"Signatur": "CH_PATG_001", "Spider": "CH_BPatG", "Datum": "2016-05-04", "PDF": {"Datei": "CH_BPatG/CH_PATG_001_O2014-009_2016-05-04.pdf", "URL": "https://www.bundespatentgericht.ch/fileadmin/entscheide/O2014_009_Teilurteil_2016-05-04.pdf", "Checksum": "7847453e67bd808d6f7f7076dd177fd9"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["O2014_009"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bundespatentgericht 04.05.2016 O2014_009"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bundespatentgericht 04.05.2016 O2014_009"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Bundespatentgericht 04.05.2016 O2014_009"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Bundespatentgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Bundespatentgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Bundespatentgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Stickmaschinenabstandhalter: teilweise Gutheissung Patentverletzung, Auskunft und Rechnungslegung (Stufenklage), Kosten- und Entschädigungsfolgen (interne Patentanwaltskosten) | Erfinderische Tätigkeit, Fachmann, Fachrichtervotum, Patentansprüche Auslegung, Patentnichtigkeit Einrede"}], "ScrapyJob": "446973/64/2135", "Zeit UTC": "05.04.2026 03:17:48", "Checksum": "7f675d2780ae89479b2387b6226bfa27", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bundespatentgericht 04.05.2016 O2014_009\nRegeste:\nStickmaschinenabstandhalter: teilweise Gutheissung Patentverletzung, Auskunft und Rechnungslegung (Stufenklage), Kosten- und Entschädigungsfolgen (interne Patentanwaltskosten) | Erfinderische Tätigkeit, Fachmann, Fachrichtervotum, Patentansprüche Auslegung, Patentnichtigkeit Einrede\n\nBundespatentgericht\nTribunal fédéral des brevets\nTribunale federale dei brevetti\nTribunal federal da patentas\nFederal Patent Court\n\nO2014_009\n\nTe i l u r t e i l v o m 4 . M a i 2 0 1 6\n\nBesetzung Präsident Dr. iur. Dieter Brändle,\nRichter Dr. sc. nat. Tobias Bremi (Referent),\nRichter Dr. iur. Christian Hilti,\nRichter dipl. phys. André Roland,\nRichter lic. iur., dipl. Mikrotech.-Ing. ETH Frank Schnyder,\nErste Gerichtsschreiberin lic. iur. Susanne Anderhalden\n\nVerfahrensbeteiligte Lässer AG Stickmaschinen, Hohenemserstrasse 17,\n9444 Diepoldsau,\nvertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Andri Hess, Homburger\nAG, Prime Tower, Hardstrasse 201, Postfach 314,\n8037 Zürich, und Rechtsanwalt lic. iur. Philip Schneider,\nSchwager Mätzler Schneider, Poststrasse 23,\n9001 St. Gallen, patentanwaltlich beraten durch Hans Rudolf\nGachnang, Badstrasse 5, Postfach, 8501 Frauenfeld,\n\nKlägerin\n\ngegen\n\nSAURER AG, Bleikenstrasse 11, 9630 Wattwil,\nvertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Stefan Kohler und\nRechtsanwältin Delia Fehr-Bosshard, Vischer AG, Schützengasse 1, Postfach 1230, 8021 Zürich, patentanwaltlich\nberaten durch Arndt Hamann, Saurer Germany GmbH & Co.\nKG, Carlstrasse 60, DE-52531 Übach-Palenberg,\n\nBeklagte\n\nGegenstand Patentverletzung;\nStickmaschinenabstandhalter\nO2014_009\n\nDas Bundespatentgericht zieht in Erwägung:\n\n1. Prozessgeschichte\n\n1.1 Mit Klageschrift vom 17. April 2014 stellte die Klägerin folgende\nRechtsbegehren:\n\n\"1. Der Beklagten sei zu verbieten, Stickmaschinen oder Teile von Stickmaschinen, umfassend\n\na) eine Vorrichtung für eine Stickmaschine, um auf dem Stickboden (42) flächige\nMaterialstücke, zum Beispiel Figuren aus einem anderen Material (44) und/oder\neiner anderen Farbe als das Material des Stickbodens durch Aufsticken zu applizieren, umfassend\n\n- einen Support (45) zur Befestigung der Vorrichtung an einer Stickmaschine,\n\n- eine beheizbare Spitze (47) zum Schneiden der zur Applikation verwendeten\nMaterialschicht (44),\n\n- und Mittel (57, 59) um die beheizbare Spitze von der Ruhestellung in die\nSchneidstellung, und umgekehrt zu bringen,\n\ndadurch gekennzeichnet, dass bei der beheizbaren Spitze (47) ein Abstandhalter\n(55) vorgesehen ist, der verstellbar ist, um die Eindringtiefe der Spitze (47) in die\nMaterialschicht (44) festzulegen, sodass die Spitze nur in die zu schneidende\nMaterialschicht (44) eindringt;\n\noder\n\nb) ein Verfahren, um mittels einer Stickmaschine flächige Materialstücke von gewünschter Form auf einen Stickboden (Fig. 6: 42) zu applizieren, wobei, mindestens eine Materialschicht über dem Stickboden (42) angeordnet wird und, gesteuert durch das Programm der Stickmaschine, eine Relativbewegung zwischen\neiner Schneidvorrichtung (47) und der Materialschicht (Fig. 6: 44) erzeugt und\ndadurch ein flächiges Materialstück der gewünschten Form aus der Materialschicht (44) ausgeschnitten wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneiden\ndurch eine beheizbare Spitze (47) erfolgt und die Eindringtiefe der beheizbaren\nSpitze (47) in die Materialschicht (44) durch einen bei der Spitze (47) vorgesehenen Abstandhalter (55) festgelegt wird, sodass die Spitze nur in die zu schneidende Materialschicht (44) eindringt;\n\nherzustellen, anzubieten, öffentlich zu präsentieren, zu verkaufen oder sonst wie in\nVerkehr zu bringen, oder diese Handlungen zu begünstigen.\n\n2. Der Beklagten sei insbesondere zu verbieten, ihr Schneid-System HeatCut mit dem\nHinweis anzupreisen, dass die Schneidtiefe und/oder die Stoffdrückertatze individuell\neingestellt werden kann.\n\nDie Beklagte sei ferner zu verpflichten, sämtliche Hinweise auf die Einstellmöglichkeiten einer Stoffdrückertatze in Relation zur beheizbaren Spitze aussämtlichen\nWerbemedien wie Prospekten, elektronischen Präsentationen etc. zu entfernen bzw.\nzu vernichten, insbesondere die Abbildungen der Einstellmaske für das System\nHeatCut aus sämtlichen Publikationen zu entfernen.\n\n3. Die Beklagte sei zu verpflichten, innerhalb von sechs Wochen durch detaillierte\nRechnungslegung Auskunft zu geben über den Umfang der in Ziffer 1 bezeichneten\nHandlungen, insbesondere über\n\nSeite 2\nO2014_009\n\n"}