{"Signatur": "CH_PATG_001", "Spider": "CH_BPatG", "Datum": "2013-09-17", "PDF": {"Datei": "CH_BPatG/CH_PATG_001_O2012-030_2013-09-17.pdf", "URL": "https://www.bundespatentgericht.ch/fileadmin/entscheide/O2012_030_Urteil_2013_09_17.pdf", "Checksum": "0fe3788079d5a8abf4b4e7639446b469"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["O2012_030"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bundespatentgericht 17.09.2013 O2012_030"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bundespatentgericht 17.09.2013 O2012_030"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Bundespatentgericht 17.09.2013 O2012_030"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Bundespatentgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Bundespatentgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Bundespatentgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Teilnichtigkeitsklage, Teilverzicht und Beschränkungsverfahren, Disclaimer | Berücksichtigung der Erteilungsakten, Einschränkung, Erfinderische Tätigkeit, Fachmann, Fachrichtervotum, Teilnichtigkeit"}], "ScrapyJob": "446973/64/2135", "Zeit UTC": "05.04.2026 03:18:17", "Checksum": "fcf3f6e1d95bbd6c84f335b972fc1139", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bundespatentgericht 17.09.2013 O2012_030\nRegeste:\nTeilnichtigkeitsklage, Teilverzicht und Beschränkungsverfahren, Disclaimer | Berücksichtigung der Erteilungsakten, Einschränkung, Erfinderische Tätigkeit, Fachmann, Fachrichtervotum, Teilnichtigkeit\n\nBundespatentgericht\nTribunal fédéral des brevets\nTribunale federale dei brevetti\nTribunal federal da patentas\nFederal Patent Court\n\nO2012_030\n\nUrteil vom 17. September 2013\n\nBesetzung Präsident Dr. iur. Dieter Brändle,\nRichter Dr. sc. nat. Tobias Bremi (Referent),\nRichter Dip. Masch.-Ing. André Georges Werner,\nRichter Dr. iur. Christoph Willi,\nRichter Dr. sc. techn. ETH, El.-Ing. ETH Markus A. Müller,\nErster Gerichtsschreiber lic. iur. Jakob Zellweger.\n\nVerfahrensbeteiligte Targo Specialty Products AG, Brüelstrasse,\n8932 Mettmenstetten,\nvertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Christian Hilti, und patentanwaltlich beraten durch Dr. sc. nat. ETH Alfred Köpf,\nbeide Rentsch Partner AG, Fraumünsterstrasse 9, Postfach\n2441, 8022 Zürich,\n\nKlägerin\n\ngegen\n\nSilu Verwaltung AG, c/o Rigitreuhand AG, Huobmattstrasse 7, 6045 Meggen,\nvertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Thierry Calame, Lenz &\nStaehelin, Bleicherweg 58, 8027 Zürich und\npatentanwaltlich beraten durch Marco Zardi, M. Zardi & Co.\nS.A., Via G.B. Pioda 6, 6900 Lugano,\n\nBeklagte\n\nGegenstand Teilnichtigkeitsklage\n\nSeite 1\nSachverhalt:\n\n1.\nDie Klägerin ist eine Schweizer Gesellschaft und bezweckt die Produktion\nund den Handel mit technischen Produkten, unter anderem mit selbstklebenden Montagebändern. Sie stellte mit Klage vom 28. Februar 2012\n(eingegangen am 29. Februar 2012) folgendes Rechtsbegehren:\n\n1) Das europäische Patent EP 1 508 436 B1 sei bezüglich der Patentansprüche\n1, 2, 3, 4, 7, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22 und 23 für nichtig zu erklären.\n\n2) Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten, unter Mitberücksichtigung des patentanwaltlichen Aufwands.\n\nIhr Rechtsschutzinteresse für die Feststellung der Nichtigkeit im Sinne\nvon Art. 28 PatG stützte die Klägerin auf das Konkurrenzverhältnis der\nProzessparteien aufgrund der Tätigkeit im gleichen Gebiet des Handels\nmit selbstklebenden Montagebändern, sowie auf eine Verwarnung aus einem anderen Patent der Beklagten.\n\nZur Stützung der angeblich fehlenden Patentfähigkeit der Ansprüche 1-4,\n7, 13-23 stützte sich die Klägerin auf die Dokumente D1 - D7 (D1: US\n3,443,288; D2: US 3,257,678; D3A: JP 8311417 A2 mit zugehöriger deutscher Übersetzung; D3B; D4: EP 1 279 695 A1; D5: WO 02/01013 A1;\nD6: WO 02/00802 A1; D7: WO 02/092930 A1.\n\nDie Klägerin machte dabei spezifisch bei den Ansprüchen 1-3, 7, 13, 17,\n19 mangelnde Neuheit angesichts der D1 sowie unabhängig davon gegenüber der D2 geltend, bei den Ansprüchen 1, 2, 13-17 und 19 mangelnde Neuheit gegenüber der D3. Daneben wurde mangelnde erfinderische Tätigkeit der Ansprüche 4, 15, 16, 18, 20-23 geltend gemacht und\nzwar jeweils ausgehend vom Dokument D3 in Kombination mit\nD4/D5/D6/D7.\n\nWenn das klägerische Rechtsbegehren auf Nichtigerklärung des europäischen Patents als solches geht, so handelt es sich dabei offensichtlich um\nein Versehen. Gemeint ist die Nichtigerklärung lediglich des Schweizer\nTeils des Streitpatents. Das haben beide Parteien auch so verstanden,\nund entsprechend argumentieren beide Parteien ausschliesslich zur Nichtigerklärung dieses Schweizer Teils. Das Rechtsbegehren ist entsprechend in diesem Sinne als lediglich auf den Schweizer Teil gerichtet auszulegen.\n\nSeite 2\n2.\nDie Beklagte beantragte mit Klageantwort vom 1. Juni 2012 Nichteintreten\nbzw. Abweisung der Klage, eventualiter die Aufrechterhaltung im Rahmen\neines eingeschränkten Antrags, subeventualiter im Rahmen eines noch\nweiter eingeschränkten Antrags, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Das gestellte Rechtsbegehren lautete dabei wie folgt, wobei die\njeweils weiter einschränkenden Merkmale oder gestrichenen Merkmale\nbeim Eventualantrag respektive beim Subeventualantrag in der folgend\nangegebenen Fassung hervorgehoben bzw. durchgestrichen wurden.\nFerner wird darauf hingewiesen, dass beim Subeventualantrag die Ansprüche 3, 5, 6, 8, 9-12 gestrichen wurden:\n\n1. Es sei die Klage abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.\n\n2. Eventualiter sei Vormerk zu nehmen, dass die Beklagte die Patentansprüche\ndes Schweizer Teils des europäischen Patents EP 0 508 436 wie folgt einschränkt, und es sei die Klage im Übrigen abzuweisen, soweit darauf eingetreten\nwerden kann:\n\n"}