{"Signatur": "CH_EDÖB_006", "Spider": "CH_EDOEB", "Datum": "2020-02-11", "PDF": {"Datei": "CH_EDOEB/CH_EDÖB_006_Empfehlung-vom-11--F_2020-02-11.pdf", "URL": "https://www.edoeb.admin.ch/dam/de/sd-web/kysjsqHnXXKQ/Empfehlung%20vom%2011.%20Februar%202020%20BLV%20%20Ergebnisse%20Kontrolle%20Pelzdeklaration%2020182019.pdf", "Checksum": "121dacb17336d46bb0cc79b5a86b12d0"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["Empfehlung vom 11. 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Personen, die Pelze oder\nPelzprodukte an Konsumentinnen und Konsumenten verkaufen, sind verpflichtet, diese nach\nTierart, Herkunft und Gewinnungsart zu deklarieren. Das BLV prüft mittels Stichproben an den\nVerkaufsstellen oder gezielten Prüfungen aufgrund begründeter Hinweise, ob die Deklarationen\nden Vorschriften der PDV entsprechen (Art. 9 f. PDV). Ergibt die Kontrolle, dass die Deklaration\nden Vorschriften dieser Verordnung nicht entspricht, so informiert das BLV die Person, die den\nPelz oder das Pelzprodukt an Konsumentinnen und Konsumenten abgibt, über das Ergebnis\nder Kontrolle und gibt ihr Gelegenheit zur Stellungnahme. Das BLV kann die Berichtigung der\nDeklaration verfügen (Art. 10 Abs. 3 und 4 PDV). Ergibt die Kontrolle, dass die\nDeklarationspflicht verletzt wurde, so wird der Person, die die Deklarationspflicht verletzt hat,\neine Gebühr für die Abgeltung der Kontrollkosten auferlegt (Art. 11 PDV). Je nach Vergehen\nkann auch gemäss Artikel 11 des Konsumenteninformationsgesetzes (KIG; SR 944.0) gebüsst\nwerden (Art. 12 PDV).\n16. Das BLV stellte dem Antragsteller zwei anonymisierte Listen über die Kontrollergebnisse zu:\nDas eine Dokument mit der Übersicht der Kontrollen enthält folgende Spalten: Kontrollnummer,\nonline, Datum, Name, Kanton, Ort, Artikel korrekt deklariert, Ergebnis der Kontrolle, WDH und\nHinweis. Das zweite Dokument mit den Details der Kontrollen enthält folgende Spalten:\nKontrollnummer, Warengruppe, Ergebnis Kontrolle, Anderer Grund, Tierart, Anzahl Produkt,\nBemerkung, Artikel, Wiederholte Kontrolle. Beide Listen können gemäss BLV über die „nicht\nsprechende“ Kontrollnummer miteinander verbunden werden. Darüber hinaus lieferte das BLV\ndem Antragsteller nach der Schlichtungssitzung noch weitere umfangreiche Informationen und\nErklärungen zum Pelzbericht. Ungeachtet dessen hielt der Antragsteller weiterhin an seiner\nForderung nach der Nennung der Verkaufsstellen fest.\n17. Das BLV begründet die Nichtnennung der Verkaufsstellen mit dem Schutz der Privatsphäre\n(Art. 7 Abs. 2 und Art. 9 Abs. 2 BGÖ i.V.m. Art. 19 des Bundesgesetzes über den Datenschutz,\nDSG; SR 235.1) und argumentativ auch mit dem Schutz von Geschäftsgeheimnissen (Art. 7\nAbs. 1 Bst. g BGÖ). Da es den Zugang zu den strittigen Personendaten nicht in Erwägung zog,\nnahm es keine Anhörung im Sinne von Art. 11 BGÖ vor. Vorweg ist zu klären, ob der Nennung\nder Verkaufsstellen eine Ausnahmebestimmung nach Art. 7 Abs. 1 BGÖ entgegensteht. 4\n\n2\nBotschaft zum Bundesgesetz über die Öffentlichkeit der Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ) vom 12. Februar 2003,\nBBl 2003 1963 (zitiert BBl 2003), BBl 2003 2024.\n3\nGUY-ECABERT, in: Brunner/Mader [Hrsg.], Stämpflis Handkommentar zum BGÖ, Bern 2008 (zit. Handkommentar BGÖ),\nArt. 13, Rz 8.\n4\nBBl 2003 2016.\n\n"}