{"Signatur": "CH_EDÖB_002", "Spider": "CH_EDOEB", "Datum": "2012-04-10", "PDF": {"Datei": "CH_EDOEB/CH_EDÖB_002_urteil-des-bundesver_2012-04-10.pdf", "URL": "https://www.edoeb.admin.ch/dam/de/sd-web/3zmh1CBfy-Sh/urteil_des_bundesverwaltungsgerichtsvom10april2012.pdf", "Checksum": "e76f08378cfa9f7d3dfa90e11cd7d791"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["urteil_des_bundesverwaltungsgerichtsvom10april2012"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Weiterzüge (bis 31.08.2023) 10.04.2012"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Préposé fédéral à la protection des données et à la transparence (PFPDT) Actions justices (jusqu'au 31.08.2023)  10.04.2012"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Incaricato fedeale della protezione dei dati e della trasparenza Impugnazioni (fino al 31.08.2023) 10.04.2012"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Weiterzüge (bis 31.08.2023)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Préposé fédéral à la protection des données et à la transparence (PFPDT) Actions justices (jusqu'au 31.08.2023) "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Incaricato fedeale della protezione dei dati e della trasparenza Impugnazioni (fino al 31.08.2023)"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "AXA Stiftung Berufliche Vorsorge Winterthur: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 10. 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April 2012\n\nDemzufolge ist die Beschwerde des EDÖB gutzuheissen und die Beschwerdegegnerin anzuweisen, den bei ihr versicherten Personen die\npersönlichen Vorsorgeausweise künftig so zuzustellen, dass ausschliesslich die jeweilige versicherte Person und damit keine Dritten – insbesondere nicht deren Arbeitgebende – Kenntnis vom Inhalt des sie betreffenden Ausweises erlangen kann (vgl. auch den Wortlaut von Art. 86b Abs. 1\nBst. a BVG, wonach die Vorsorgeeinrichtung ihre Versicherten jährlich in\ngeeigneter Form u.a. über die Leistungsansprüche, den koordinierten\nLohn, den Beitragssatz und das Altersguthaben zu informieren hat).\n\n12.\nBei diesem Verfahrensausgang wird – im Rahmen ihres Unterliegens –\ndie sich mit eigenen Anträgen am Verfahren beteiligende Beschwerdegegnerin kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG, vgl. auch MICHAEL BEUSCH\nin: Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren\n[VwVG-Kommentar], Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Zürich/St. Gallen\n2008, Art. 63 Rz. 12). Die Beschwerdegegnerin ist als privatrechtliche\nStiftung nach Art. 80 ff. ZGB zwar im öffentlich-rechtlichen Bereich tätig,\nbesitzt aber keine Verfügungsbefugnis (vgl. vorne E. 4.1.2), so dass sie\nnicht als Bundesbehörde i.S.v. Art. 1 Abs. 2 Bst. e VwVG i.V.m. Art. 2\nAbs. 4 des Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes vom\n21. März 1997 (SR 172.010) gelten kann und kostenbefreit wäre (vgl. PI-\nERRE TSCHANNEN in: VwVG-Kommentar, Art. 1 Rz. 22). Keine Verfahrenskosten werden hingegen der unterliegenden Vorinstanz auferlegt (Art. 63\nAbs. 2 VwVG). Die Verfahrenskosten sind nach dem Reglement vom\n21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) festzulegen und werden\nvorliegend auf Fr. 2'500.– festgesetzt.\n\n13.\nAls Bundesbehörde hat der obsiegende Beschwerdeführer gemäss Art. 7\nAbs. 3 VGKE keinen Anspruch auf Parteientschädigung.\n\nSeite 32\nA-4467/2011\n\nDemnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:\n\n1.\nDie Beschwerde wird gutgeheissen und die Beschwerdegegnerin angewiesen, den bei ihr versicherten Personen die persönlichen Vorsorgeausweise künftig so zuzustellen, dass ausschliesslich die jeweilige versicherte Person und damit keine Dritten – insbesondere nicht deren Arbeitgebende – Kenntnis vom Inhalt des sie betreffenden Ausweises erlangen\nkann.\n\n2.\nDie Verfahrenskosten von Fr. 2'500.– werden der Beschwerdegegnerin\nauferlegt. Der Betrag ist innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des\nvorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. Die\nZustellung des Einzahlungsscheins erfolgt mit separater Post.\n\n3.\nEs wird keine Parteientschädigung zugesprochen.\n\n4.\nDieses Urteil geht an:\n\n– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)\n– die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde)\n– die Vorinstanz (Ref-Nr. 331.0 / BIT; Gerichtsurkunde)\n\nFür die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.\n\nDie vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:\n\nMarianne Ryter Sauvant Tanja Haltiner\n\nSeite 33\nA-4467/2011\n\nRechtsmittelbelehrung:\n\nGegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift\nist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten.\nDer angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der\nBeschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).\n\nVersand:\n\nSeite 34\n"}