{"Signatur": "CH_EDÖB_002", "Spider": "CH_EDOEB", "Datum": "2012-04-10", "PDF": {"Datei": "CH_EDOEB/CH_EDÖB_002_urteil-des-bundesver_2012-04-10.pdf", "URL": "https://www.edoeb.admin.ch/dam/de/sd-web/3zmh1CBfy-Sh/urteil_des_bundesverwaltungsgerichtsvom10april2012.pdf", "Checksum": "e76f08378cfa9f7d3dfa90e11cd7d791"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["urteil_des_bundesverwaltungsgerichtsvom10april2012"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Weiterzüge (bis 31.08.2023) 10.04.2012"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Préposé fédéral à la protection des données et à la transparence (PFPDT) Actions justices (jusqu'au 31.08.2023)  10.04.2012"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Incaricato fedeale della protezione dei dati e della trasparenza Impugnazioni (fino al 31.08.2023) 10.04.2012"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Weiterzüge (bis 31.08.2023)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Préposé fédéral à la protection des données et à la transparence (PFPDT) Actions justices (jusqu'au 31.08.2023) "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Incaricato fedeale della protezione dei dati e della trasparenza Impugnazioni (fino al 31.08.2023)"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "AXA Stiftung Berufliche Vorsorge Winterthur: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 10. 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April 2012\n\nBesetzung Richterin Marianne Ryter Sauvant (Vorsitz),\nRichter Lorenz Kneubühler, Richter André Moser,\nGerichtsschreiberin Tanja Haltiner.\n\nParteien Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter EDÖB,\nFeldeggweg 1, 3003 Bern,\nBeschwerdeführer,\n\ngegen\n\nAXA Stiftung Berufliche Vorsorge Winterthur,\nLegal and Compliance,\nPostfach 300, 8401 Winterthur,\nBeschwerdegegnerin,\n\nEidgenössisches Departement des Innern EDI,\nInselgasse 1, 3003 Bern,\nVorinstanz.\n\nGegenstand Empfehlung gemäss Art. 27 DSG betreffend Zustellung von\nPensionskassenausweisen.\nA-4467/2011\n\nSachverhalt:\n\nA.\nDer Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB)\nwurde von Bürgern auf die Praxis der AXA Stiftung Berufliche Vorsorge\nWinterthur (AXA) aufmerksam gemacht, persönliche Pensionskassenausweise nicht direkt an die versicherten Personen, sondern allesamt unverschlossen in einem Couvert mit dem Vermerk \"Vertraulich\" an die Adresse der jeweiligen Arbeitgebenden zwecks betriebsinterner Verteilung\nzu versenden. Auf Anfrage bestätigte die AXA, dass die Pensionskassenausweise aller Versicherten offen den Arbeitgebenden zwecks Weiterleitung zugestellt würden. Die Versendung der Pensionskassenausweise direkt an die Arbeitnehmenden sei aus organisatorischen Gründen nicht\nmöglich.\n\nMit Datum vom 8. Juni 2009 erliess der EDÖB nach Durchführung mehrerer Schriftenwechsel eine Empfehlung an die Adresse der AXA. Er hielt\nfest, dass sie die praktizierte Bekanntgabe von Daten der bei ihr versicherten Personen an deren Arbeitgebende unverzüglich einstellen und\ndie Pensionskassenausweise künftig in einer Art und Weise versenden\nsolle, welche gewährleiste, dass diese direkt und ausschliesslich an die\nversicherte Person gelangten.\n\nB.\nNachdem die AXA die Empfehlung mit Schreiben vom 10. August 2009\nabgelehnt hatte, legte der EDÖB die Angelegenheit mit Schreiben vom\n27. August 2009 dem Eidgenössischen Departement des Innern (EDI)\nzum Entscheid gemäss Art. 27 Abs. 5 des Bundesgesetzes vom 19. Juni\n1992 über den Datenschutz (Datenschutzgesetz, DSG, SR 235.1) vor.\nDabei beantragte er entsprechend seiner Empfehlung vom 8. Juni 2009,\ndie AXA sei mittels Verfügung zu verpflichten, die von ihr praktizierte Bekanntgabe der Daten der bei ihr versicherten Personen an deren Arbeitgebende unverzüglich einzustellen und die Pensionskassenausweise\nkünftig in einer Art und Weise zu versenden, die gewährleiste, dass diese\ndirekt und ausschliesslich an die jeweilige versicherte Person gelangten.\n\nDas EDI holte im Rahmen des Beweisverfahrens beim Bundesamt für\nSozialversicherung (BSV) eine Drittmeinung ein. Das BSV kam in seiner\nVernehmlassung vom 22. Dezember 2009 zum Schluss, dass weder von\neiner Datenbekanntgabe ohne gesetzliche Grundlage noch von einer\nSchweigepflichtverletzung seitens der AXA auszugehen sei.\n\nSeite 2\nA-4467/2011\n\nMit Verfügung vom 15. Juni 2011 gab das EDI dem Antrag des EDÖB\nnicht statt und stellte fest, dass die Praxis der AXA, die Pensionskassenausweise den Arbeitgebenden zur Weiterleitung an die Arbeitnehmenden\nzu übergeben, keine rechtlichen Normen verletze und daher dem Legalitätsprinzip entspreche.\n\nC.\nIn der Folge erhob der EDÖB (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit\nSchreiben vom 12. August 2011 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragt, die Verfügung des EDI (nachfolgend: Vorinstanz)\nvom 15. Juni 2011 sei aufzuheben und die AXA (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei anzuweisen, den bei ihr versicherten Personen die persönlichen Pensionskassenausweise künftig so zuzustellen, dass ausschliesslich diese selbst, aber insbesondere nicht deren Arbeitgebende,\nKenntnis vom Inhalt dieser Ausweise erlangen könnten.\n\nMit Beschwerdeantwort vom 8. September 2011 beantragt die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde.\n\nIn ihrer Vernehmlassung vom 27. September 2011 beantragt die Vorinstanz ebenfalls, die Beschwerde sei abzuweisen und die angefochtene\nVerfügung demgemäss zu bestätigen.\n\nDer Beschwerdeführer hält mit Schreiben vom 18. Oktober 2011 an seinen Anträgen und Ausführungen gemäss Beschwerdeschrift fest.\n\nD.\nAuf weitere Sachverhaltselemente und Parteivorbringen wird – sofern\nentscheidrelevant – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.\n\nDas Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n\n1.\n\n1.1. Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32)\nbeurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das\nVerwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Weil keine Ausnahme nach\n\n"}