{"Signatur": "CH_EDÖB_002", "Spider": "CH_EDOEB", "Datum": "2011-03-30", "PDF": {"Datei": "CH_EDOEB/CH_EDÖB_002_urteil-des-bundesver_2011-03-30.pdf", "URL": "https://www.edoeb.admin.ch/dam/de/sd-web/riwR3wNjoj31/urteil_des_bundesverwaltungsgerichtsvom30maerz2011.pdf", "Checksum": "885da9e0b3dbd6cecacffc8c99bdc0d2"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["urteil_des_bundesverwaltungsgerichtsvom30maerz2011"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Weiterzüge (bis 31.08.2023) 30.03.2011"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Préposé fédéral à la protection des données et à la transparence (PFPDT) Actions justices (jusqu'au 31.08.2023)  30.03.2011"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Incaricato fedeale della protezione dei dati e della trasparenza Impugnazioni (fino al 31.08.2023) 30.03.2011"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Weiterzüge (bis 31.08.2023)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Préposé fédéral à la protection des données et à la transparence (PFPDT) Actions justices (jusqu'au 31.08.2023) "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Incaricato fedeale della protezione dei dati e della trasparenza Impugnazioni (fino al 31.08.2023)"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Google: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 30. März 2011"}], "ScrapyJob": "446973/66/2070", "Zeit UTC": "05.04.2026 03:10:53", "Checksum": "ed53cd08483571b8737c90f425b5c2c5", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Weiterzüge (bis 31.08.2023) 30.03.2011\nRegeste:\nGoogle: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 30. März 2011\n\nBundesverwaltungsgericht\nTribunal administratif fédéral\nTribunale amministrativo federale\nTribunal administrativ federal\n\nAbteilung I\nA-7040/2009\n\nU r t e i l v o m 3 0 . M ä r z 2 0 11\n\nBesetzung Richterin Marianne Ryter Sauvant (Vorsitz),\nRichterin Claudia Pasqualetto Péquignot, Richterin Kathrin\nDietrich, Richter Lorenz Kneubühler, Richter Jérôme\nCandrian,\nGerichtsschreiberin Mia Fuchs.\n\nParteien Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter EDÖB, Feldeggweg 1, 3003 Bern,\nKläger,\n\ngegen\n\n1. Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View,\nCA 94043 USA,\n2. Google Switzerland GmbH, Brandschenkestrasse 110,\n8002 Zürich,\nbeide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Gregor Bühler und\nlic. iur. David Rosenthal, Homburger AG, Weinbergstrasse\n56/58, Postfach 194, 8042 Zürich,\nBeklagte,\n\nGegenstand Umsetzung einer Empfehlung des EDÖB.\nA-7040/2009\n\nSachverhalt:\n\nA.\nGoogle Street View ist eine Funktion in Google Maps, mit welcher sich im\nInternet virtuelle Rundgänge unternehmen lassen. Die abgebildeten\nStrassenzüge können dabei im 360°-Winkel betrachtet werden. Am\n19. März 2009 wurde in der Schweiz das Projekt Street View gestartet\nund mit der Aufnahme von Strassenbildern mit speziell dafür ausgestatteten Fahrzeugen begonnen. Nach der Aufnahme der Bilder werden diese\naufbereitet, wobei die Gesichter von aufgenommenen Personen sowie\ndie Kennzeichen von Fahrzeugen automatisch unkenntlich gemacht werden.\n\nAm 18. August 2009 wurde Google Street View in der Schweiz auf\nhttp://maps.google.ch/ aufgeschaltet.\n\nB.\nIm Rahmen seiner Abklärungen stellte der Eidgenössische Datenschutzund Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) fest, dass die Anonymisierungssoftware lediglich einen Teil der aufgenommenen Gesichter und Fahrzeugkennzeichen unkenntlich macht. Zudem stellte er fest, dass weit\nmehr Städte und Strassenzüge aufgenommen wurden, als dies von Seiten der Betreiber angekündigt worden war. In der Folge fanden zwischen\ndem EDÖB und diesen mehrere Gespräche statt.\n\nC.\nAm 11. September 2009 erliess der EDÖB eine Empfehlung an Google\nInc. und Google Switzerland GmbH, welche diese mit Schreiben vom\n14. Oktober 2009 in weiten Teilen ablehnten.\n\nD.\nDaraufhin hat der EDÖB (Kläger) am 11. November 2009 Klage erhoben\nund ist mit den folgenden Anträgen an das Bundesverwaltungsgericht gelangt:\n\n\"In Form von provisorischen Massnahmen:\n\n1. Google Inc. sowie der Google Schweiz GmbH sei im Rahmen der\nvorsorglichen Massnahme gemäss Art. 30 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992 über den Datenschutz (DSG, SR 235.1) das\nAufschalten von in der Schweiz aufgenommenen Bildern bis zum definitiven Entscheid zu untersagen.\n\nSeite 2\nA-7040/2009\n\n2. Google Inc. und der Google Schweiz GmbH seien bis auf Weiteres\nKamerafahrten in der Schweiz zu untersagen.\n\nIm Rahmen der Klage:\n\n1. Google Inc. sowie die Google Schweiz GmbH stellen sicher, dass die\nVeröffentlichung der Bilder im Dienst Google Street View nur erfolgt,\nwenn Gesichter und Autokennzeichen vollständig unkenntlich worden sind.\n\n2. Google Inc. sowie die Google Schweiz GmbH stellen sicher, dass im\nDienst Google Street View die Anonymität von Personen im Bereich\nvon sensiblen Einrichtungen, insbesondere vor Frauenhäusern, Altersheimen, Gefängnissen, Schulen, Sozialbehörden, Vormundschaftsbehörden, Gerichten und Spitälern, gewährleistet ist.\n\n3. Google Inc. sowie die Google Schweiz GmbH stellen sicher, dass\nder Privatbereich (umfriedete Höfe, Gärten usw.) nicht auf Bildträger\naufgenommen wird und die bereits aufgenommenen Bilder aus dem\nPrivatbereich der betroffenen Personen aus dem Dienst Google\nStreet View entfernt werden.\n\n4. Google Inc. sowie die Google Schweiz GmbH stellen sicher, dass die\nvon Privatstrassen aus gemachten Aufnahmen aus dem Dienst\nGoogle Street View entfernt werden, sofern keine Einwilligung für die\nAufnahmen vorliegt.\n\n5. Google Inc. sowie die Google Schweiz GmbH informieren mindestens eine Woche im Voraus, in welchen Städten und Dörfern in der\ndarauf folgenden Woche Aufnahmen getätigt werden.\n\n6. Google Inc. sowie die Google Schweiz GmbH informieren eine Woche vor Aufschaltung aufs Netz, welche Dörfer und Städte aufgeschaltet werden.\"\n\n"}