{"Signatur": "CH_EDÖB_002", "Spider": "CH_EDOEB", "Datum": "2008-06-10", "PDF": {"Datei": "CH_EDOEB/CH_EDÖB_002_kss-weiterzug-andasb_2008-06-10.pdf", "URL": "https://www.edoeb.admin.ch/dam/de/sd-web/1HwhXtQ3lTrV/kss_weiterzug_andasbundesverwaltungsgericht.pdf", "Checksum": "6f7cc0bd95d5fd69e3fc2c421bfeff82"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["kss_weiterzug_andasbundesverwaltungsgericht"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Weiterzüge (bis 31.08.2023) 10.06.2008"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Préposé fédéral à la protection des données et à la transparence (PFPDT) Actions justices (jusqu'au 31.08.2023)  10.06.2008"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Incaricato fedeale della protezione dei dati e della trasparenza Impugnazioni (fino al 31.08.2023) 10.06.2008"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Weiterzüge (bis 31.08.2023)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Préposé fédéral à la protection des données et à la transparence (PFPDT) Actions justices (jusqu'au 31.08.2023) "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Incaricato fedeale della protezione dei dati e della trasparenza Impugnazioni (fino al 31.08.2023)"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "KSS: Weiterzug an das Bundesverwaltungsgericht (2010)"}], "ScrapyJob": "446973/66/2079", "Zeit UTC": "14.04.2026 03:11:12", "Checksum": "03955ec8dbf329e0d59947674a0bd50e", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Weiterzüge (bis 31.08.2023) 10.06.2008\nRegeste:\nKSS: Weiterzug an das Bundesverwaltungsgericht (2010)\n\n50. Zu 1.)\nDie biometrische Identifizierung einer betroffenen Person stellt einen schwerwiegenderen Eingriff in deren Persönlichkeit dar als deren blosse Verifizierung. Aus diesem\nGrund sollten Systeme zur biometrischen Identifizierung nur eingesetzt werden, wenn\nes zur Erreichung des beabsichtigten Zwecks zwingend notwendig ist, die betroffene\nPerson aufgrund ihrer biometrischen Daten zu identifizieren. Die biometrische Verifizierung sollte vorwiegend nur dann zum Einsatz kommen, wenn eine strenge Authentifizierung nicht in einem ausreichenden Masse durch traditionelle Authentifizierungsmöglichkeiten, wie Passwörter oder Zugangschips (Tokens) realisiert werden kann\nund eine eigentliche Identifizierung der betroffenen Person nicht zwingend notwendig\nist.\n\n51. Zu 2.)\nDer Grundsatz der Verhältnismässigkeit gebietet, bei biometrischen Systemen, die\nauch ohne zentrale Speicherung der biometrischen Daten auskommen, dass die biometrischen Charakteristiken möglichst nicht in einer zentralen Datenbank gespeichert\nwerden, sondern nur auf einem dezentralen Medium, das ausschliesslich dem Benutzer zugänglich ist. Der Europarat hält in seiner Stellungnahme fest, (siehe Anhang 35 :\nRapport d’étape sur les principes de l’application de la Convention 108 à la collecte et\nau traitement des données biométriques, Nr. 48).\nhttp://www.coe.int/t/f/affaires_juridiques/coop%E9ration_juridique/protection_des_don\nn%E9es/documents/rapports_et_%E9tudes_des_comit%E9s_de_protection_des_don\nn%E9es/O-Biometrie_2005.asp#TopOfPage, „le choix d’une base de données pour la\nfonction de vérification requiert une justification particulière“ (dass die Implementierung\neiner zentralen Datenbank zum Zweck der biometrischen Verifizierung besondere\nRechtfertigungsgründe voraussetzt).\n\n52. Ist hingegen die Identifizierung der betroffenen Person zur Erreichung des angestrebten Zwecks notwendig, so ist eine zentrale Speicherung der biometrischen Daten in\nvielen Fällen geboten.\n9/16\n53. Der Zürcher Datenschutzbeauftragter hat in seinem 11. Tätigkeitsbericht (siehe\nAnhang 36 : Datenschutzbeauftragter Kanton Zürich, Tätigkeitsbericht 2005, S.12 f.)\nbezüglich des Einsatzes eines biometrischen Systems durch eine Gemeinde für die\nZugangskontrolle ins Schwimmbad festgehalten, dass „das Template auf einer bei der\nbetroffenen Person verbleibenden Smartcard abgelegt und beim Wiedereintritt mit\ndem erzeugten Prüfmuster verglichen werden. Aus datenschutzrechtlicher Sicht sind\nSysteme vorzuziehen, bei denen auch das Einlesen des Fingerabdrucks und der Verifizierungsvorgang in der Nützersphäre stattfinden. Biometrische Daten dürfen nicht bei\nder Schwimmbad-Betreiberin abgelegt werden “.\n\n54. Der EDÖB hat schon im Jahre 2004, in seinem Bericht über das Pilotprojekt Secure\nCheck am Flughafen Zürich-Kloten, die dezentrale Speicherung empfohlen. (siehe\nAnhang 37 : Bericht über das Pilotprojekt Secure Check - Einsatz von Biometrie beim\nCheck-In und Boarding am Flughafen Zürich-Kloten, Nr. 6.5.2, 6.6.1, 6.6.2 und 7.1)\n\n55. In Frankreich hat die Commission nationale de l’informatique et des libertés (CNIL) in\n8\nverschiedene Fälle die dezentrale Speicherung empfohlen . Bezüglich Délibération\nn°2007-138 du 21 juin 2007 autorisant la mise en œu vre par la SARL Magic Form\nd’un traitement automatisé de données à caractère personnel reposant sur la reconnaissance des empreintes digitales et ayant pour finalité le contrôle de l’accès à un\nclub de sport (siehe Anhang 38 : Délibération n°2007-138 du 21 ju in 2007 (CNIL)) hat\ndie CNIL folgendes empfohlen : „Le gabarit de l’empreinte digitale des personnes\nconcernées sera exclusivement stocké sur un support individuel exclusivement détenu\npar la personne concernée et dont elle décide librement de l’utilisation “.\n\n56. Im Fall Comité d’entreprise d’Effia Services, Syndicat Sud Rail / Effia Services hat das\nTribunal de grande instance de Paris am 19. April 2005 folgendes bezüglich die Be-\n\n"}