{"Signatur": "CH_EDÖB_001", "Spider": "CH_EDOEB", "Datum": "2016-08-19", "PDF": {"Datei": "CH_EDOEB/CH_EDÖB_001_2017---Datenschutz-b_2016-08-19.pdf", "URL": "https://www.edoeb.admin.ch/dam/de/sd-web/-bJIWn9KHZ36/2017%20-%20Datenschutz%20bei%20Windows10%20(Schlussbericht).pdf", "Checksum": "0b42d0afb444810da12fb0ac17abf24b"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["2017 - Datenschutz bei Windows10 (Schlussbericht)"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Schlussberichte und Empfehlungen Datenschutz 19.08.2016"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Préposé fédéral à la protection des données et à la transparence (PFPDT) Rapports finaux et recommandations protection des données 19.08.2016"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Incaricato fedeale della protezione dei dati e della trasparenza Rapporti finali e raccomandazioni protezione dei dati 19.08.2016"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Schlussberichte und Empfehlungen Datenschutz"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Préposé fédéral à la protection des données et à la transparence (PFPDT) Rapports finaux et recommandations protection des données"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Incaricato fedeale della protezione dei dati e della trasparenza Rapporti finali e raccomandazioni protezione dei dati"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schlussbericht vom 19. 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Microsoft bedient sich bei „Cortana“ einer ähnlichen Cloud-Technik wie Apple bei Siri: Stimmeingaben werden nicht lokal verarbeitet, sondern als\nAudiostream zum Microsoft-Sprachserver übermittelt, dort analysiert und die entsprechenden Aktionen an den PC des Anwenders übertragen. Dabei werden Wissensdatenbanken einbezogen.\nUm eine qualitativ gute Spracherkennung anbieten zu können, muss diese trainiert werden. Derzeit kann grob zwischen zwei Arten der Spracherkennung unterschieden werden: Sprecherunabhängige Spracherkennung (a) und sprecherabhängige Spracherkennung (b).\n\n53\nZur Frage von Opt-In und –Out s. nachfolgende Ziff. 3.5.3.\n54\nZur Frage von Opt-In und –Out s. nachfolgende Ziff. 3.5.3.\n26/38\nCharakteristisch für die sprecherunabhängige Spracherkennung (a) ist die Eigenschaft, dass der\nBenutzer ohne eine vorhergehende Trainingsphase sofort mit der Spracherkennung beginnen\nkann. Der Wortschatz ist jedoch auf einige tausend Wörter begrenzt. Sprecherabhängige Spracherkennungen (b) müssen vom Benutzer vor der Verwendung auf die eigenen Besonderheiten der\nAussprache trainiert werden. Ein Einsatz in Anwendungen mit häufig wechselnden Benutzern ist\ndamit nicht möglich. Der Wortschatz ist im Vergleich sehr viel grösser als der der sprecherunabhängigen Spracherkennungssoftware. Damit die Qualität der Spracherkennung gesteigert werden\nkann, benötigt diese eine sehr grosse Anzahl von Sprachmustern. Diese werden von Microsoft bis\n18 Monate gerätebezogen abgespeichert, um die benutzerspezifischen Merkmale der Spracheingaben in die Spracherkennung einfliessen zu lassen. Nach 18 Monaten wird die Geräte-ID entfernt. Bei einer kürzeren Aufbewahrungsdauer würde die Qualität der Erkennung empfindlich abnehmen und die aktuellen Anforderungen der Benutzer an eine nahezu fehlerfreie Interaktion mit\neiner digitalen Assistentin wären nicht erfüllen. Daher ist die gerätebezogene Aufbewahrung dieser Daten über 18 Monate zum Zweck des Anbietens einer auf einen Benutzer angepassten\nSpracherkennung verhältnismässig.\n\nFreihand und Eingabe\nBei der Funktion Eingabe und Freihand werden die getippten und handgeschriebenen Worte erfasst, um ein personifiziertes Benutzerwörterbuch anzubieten, das dem Benutzer helfen soll, mit\neiner besseren Zeichenerkennung auf dem Gerät zu tippen oder zu schreiben und diesen während des Tippens oder Schreibens mit Textvorschlägen ersorgt. Mit dem Tippen wird eine Stichprobe von durch die Benutzer eingegebenen Buchstaben und Wörtern erfasst. Damit die Qualität\nder Erkennung gesteigert werden kann, benötigt diese eine sehr grosse Anzahl von Eingabemustern. Wie bei den Sprachdaten haben die Benutzer auch bei den Daten zu Eingabe und Freihand\njederzeit die Möglichkeit, über die Einstellung „Kennenlernen beenden“ die Erfassung zu beenden.\nZudem können die Benutzer die für die Eingabenpersonalisierung gespeicherten Informationen\njederzeit im Microsoft Konto einsehen und löschen. Dieses Konto wird gemäss Ziff. 4 a (ii) des\nMicrosoft-Servicevertrags nach fünfjähriger Inaktivität gelöscht.\n\nDie erfassten Daten werden von Microsoft weiter auch zur Verbesserung der Verarbeitung der\nEingaben verwendet. Hierzu werden die Daten bis 10 Jahre aufbewahrt, jedoch nicht in der ursprünglich erhobenen Form. Von den erfassten Daten werden in einem mehrstufigen Prozess die\nvom Microsoft als sensibel eingestuften Daten (wie E-Mail-Adressen, Passwörter und Alphanumerische Daten) entfernt und schliesslich die Wörter in mehrere Teile zerlegt. Damit soll keine Möglichkeit mehr bestehen, die Informationen zu identifizieren und die Trennung rückgängig zu machen. Wichtig ist hierbei, dass die Benutzer jederzeit die Möglichkeit haben, die Spracherkennung\nzu deaktivieren55.\n\nUnter diesen Voraussetzungen ist diese Datenbearbeitung in zeitlicher Hinsicht verhältnismässig.\n\nBerechtigungsmanagement\nKontakte und Kalender\nWindows 10 bietet den Benutzern jeweils an einem Menüpunkt in den Einstellungen die Verwaltung aller Zugriffsberechtigung von Apps auf Kontakte und Kalender an. Windows 10 als Betriebssystem bearbeitet jedoch keine Daten in den Kategorien Kontakte und Kalender selbst. Die Bearbeitung der Kontakt- und Kalenderdaten richtet sich nach den für die jeweilige Apps geltenden Da-\n\n55\nZur Frage von Opt-In und –Out s. nachfolgende Ziff. 3.5.3.\n27/38\ntenschutzbestimmungen und bildet daher nicht Bestandteil der vorliegenden Sachverhaltsabklärung.\n\n"}