{"Signatur": "CH_EDÖB_001", "Spider": "CH_EDOEB", "Datum": "2016-08-19", "PDF": {"Datei": "CH_EDOEB/CH_EDÖB_001_2017---Datenschutz-b_2016-08-19.pdf", "URL": "https://www.edoeb.admin.ch/dam/de/sd-web/-bJIWn9KHZ36/2017%20-%20Datenschutz%20bei%20Windows10%20(Schlussbericht).pdf", "Checksum": "0b42d0afb444810da12fb0ac17abf24b"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["2017 - Datenschutz bei Windows10 (Schlussbericht)"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Schlussberichte und Empfehlungen Datenschutz 19.08.2016"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Préposé fédéral à la protection des données et à la transparence (PFPDT) Rapports finaux et recommandations protection des données 19.08.2016"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Incaricato fedeale della protezione dei dati e della trasparenza Rapporti finali e raccomandazioni protezione dei dati 19.08.2016"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Schlussberichte und Empfehlungen Datenschutz"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Préposé fédéral à la protection des données et à la transparence (PFPDT) Rapports finaux et recommandations protection des données"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Incaricato fedeale della protezione dei dati e della trasparenza Rapporti finali e raccomandazioni protezione dei dati"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schlussbericht vom 19. 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Die\nBeurteilung der Aufbewahrungsdauer einzelner Komponenten erfolgt aufgeteilt nach dem jeweiligen\nZweck (Betriebssystem im engeren Sinne, Personalisierung, Berechtigungsmanagement und weitere\nKomponenten):\n\nBetriebssystem im engeren Sinne (Sicherheit)\nFeedback- und Diagnosedaten\nDie Daten zur Telemetrie und Fehlermeldungen (Diagnose und Feedback) werden zum Zweck\ndes Anbietens eines effizienten und sicheren Betriebssystems, das frei von illegalem Inhalt und\nAktivitäten ist, gemäss genereller Richtlinie52 für 60 Tage aufbewahrt. Eine Einschränkung des\nzeitlichen Umfangs der Datenspeicherung würde die Identifizierung und Analyse dieser Probleme\nerschweren oder gar verunmöglichen. Einerseits müssen für die Erkennung von Sicherheits- und\nFunktionsproblemen Stichproben in einem gewissen Umfang bestehen, andererseits können nicht\nalle Fehler- und Problemmeldungen sofort bearbeitet werden. Weiter zu berücksichtigen ist, dass\nnur rund 1% aller Rückmeldungen von Telemetriedaten weiter bearbeitet werden. Damit schränkt\nMicrosoft den Kreis der von der Datenbearbeitung betroffenen Personen sehr stark ein. Unter diesen Voraussetzungen ist die Speicherdauer von 60 Tagen für diese Daten verhältnismässig.\n\nBei der erweiterten Aufbewahrungsdauer von 13 Monaten für Informationen zu installierten Updates gilt es zu beachten, dass der Eingriff in die Persönlichkeit der Betroffenen durch die Bearbeitung dieser Daten marginal ist. Weiter ist für die Analyse von Inkompatibilitäten bei Updates bei\nspeziellen Konstellationen von Hardware und Software die Kenntnis über die während eines Jahres installierten Updates unter Umständen notwendig und damit auch verhältnismässig.\n\nDie Aufbewahrungsdauer der Feedback- und Diagnosedaten zum Zweck der Bereitstellung eines\naktuellen und damit sicheren Betriebssystems in Relation zum Eingriff in die Persönlichkeit ist\ndamit verhältnismässig.\n\n52\nHinzugefügt gemäss Formulierungsvorschlag der Microsoft Corporation vom 30. November 2016.\n25/38\nPersonalisierung\n\nFür die Personalisierung der Dienste und der Benutzeroberfläche sowie zur Verbesserung der Plattformen und Positionsdienste ist es entscheidend, dass Informationen zum Benutzer in einer genügenden Quantität und Qualität vorhanden sind. Neben der inhaltlichen Breite der Daten hat auch die zeitliche Komponente einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität der Personalisierung. Dies ist bei\nder Beurteilung der Verhältnismässigkeit in zeitlicher Hinsicht zu berücksichtigen.\nFür die Datenkategorien Position/Positionsverlauf, Spracherkennung, Freihand und Eingabe, welche\nzum Zweck der Personalisierung von Diensten und der Benutzeroberfläche sowie zur Verbesserung\nder Plattformen und Positionsdienste bearbeitet werden, ist die Aufbewahrungsdauer in Abhängigkeit\nvon der dazugehörigen Datenbearbeitung unterschiedlich festgelegt.\n\nPosition/Positionsverlauf\nDie Positionsdaten werden im Rahmen der Windows 10 Funktion „Cortana“ bearbeitet. Zur Personalisierung von „Cortana“ erfolgt bei den an Microsoft übermittelten Positionsdaten nach\n90 Tagen eine Reduktion der Genauigkeit auf rund 300 Meter. Nach 18 Monaten werden die Daten gelöscht. Der Zweck der standortbezogenen Personalisierung von „Cortana“ benötigt Positionsdaten über einen längeren Zeitraum. Wird der Zeitraum zu knapp bemessen, kann keine qualitativ ansprechende Personalisierung erfolgen. So könnten zum Beispiel keine jahreszeitabhängigen Interessen abgeleitet werden. Daher ist die Aufbewahrungsdauer nach der Reduktion der\nGenauigkeit zum Zweck der Personalisierung von „Cortana“ verhältnismässig. Zudem kann der\nBenutzer die Positionserkennung jederzeit deaktivieren53, was jedoch Auswirkungen auf „Cortana“\nhat.\n\nZusätzlich kann der Benutzer Apps von Dritten den Zugriff auf die Position und den Positionsverlauf der letzten 24 Stunden erlauben. In diesem Fall gelten die Datenschutzbestimmungen des\nApp Anbieters. Eine Beurteilung der Verhältnismässigkeit der Aufbewahrungsdauer dieser Apps\nerfolgt daher nicht im Rahmen dieser Sachverhaltsabklärung.\n\nSpracherkennung\nDie Sprachdaten werden mit einer eigenen Gerätekennung gespeichert, welche nach 18 Monaten\nentfernt wird. Der Benutzer hat jederzeit die Möglichkeit, über die Einstellung „Kennenlernen beenden“ die Erfassung zu beenden54. Dabei wird auch die zugewiesene Gerätekennung zurückgesetzt.\n\n"}