{"Signatur": "CH_BR_001", "Spider": "CH_Bundesrat", "Datum": "2014-03-14", "PDF": {"Datei": "CH_Bundesrat/CH_BR_001_2014-03-14-beschwerde-vzo-uvek.pdf", "URL": "https://www.bj.admin.ch/dam/de/sd-web/-q7mRra-pFYV/2014-03-14-beschwerde-vzo-uvek.pdf", "Checksum": "b1f9482784a1c36b7d16e4261279bbc3"}, "Scrapedate": "2026-10-02", "Scrapetime": "02:11:00", "Num": ["/de/entscheid-des-bundesrates-vom-14-maerz-2014-uvek"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bundesrat Beschwerdeentscheide 14.03.2014"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conseil fédéral Décisions sur recours 14.03.2014"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Consiglio federale Decisioni di ricorso 14.03.2014"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Bundesrat Beschwerdeentscheide"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Conseil fédéral Décisions sur recours"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Consiglio federale Decisioni di ricorso"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Entscheid des Bundesrates in der Beschwerdesache Gemeinde Wald ZH gegen Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO) und Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UV"}], "ScrapyJob": "446973/79/355", "Zeit UTC": "02.10.2026 02:11:00", "Checksum": "a8dd55afe3e9105ae9b7ead28cc4d0c2", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bundesrat Beschwerdeentscheide 14.03.2014\nRegeste:\nEntscheid des Bundesrates in der Beschwerdesache Gemeinde Wald ZH gegen Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO) und Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UV\n\n DER SCHWEIZERISCHE BUN'DESR.^T\nLE CONSEIL FÉDÉR.^L SUMSSE\n[L CONSIGLIO FEDER.ME S\\'IZZERO\nI L CUSSEGL FEDERAL SVIZZER\n\nhat in der Beschwerdesache\n\nGemeinde Wald ZH, handelnd durch den Gemeinderat, Bahnhofstrasse 6,\nPostfach, 8636 Wald ZH,\n\ngegen\n\n1. Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO), Binzikerstrasse 2,\n8627 Grüningen,\n2, Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), Bundeshaus Nord, 3003 Bem,\n\nbetreffend\n\nStationsnamen\n\nbefunden und erwogen:\n\nI.\nA. Am 19. Februar 2013 ersuchten die VZO das Bundesamt für Verkehr\n(BAV), den Namen der bisherigen Bushaltestelle „Faltigberg ZH, Höhenklinik\"\n\n1/6\nin „Wald ZH, Faltigberg\" zu ändem. Das Gesuch erfolgte, nachdem im Kanton\nZürich die Ortschaft Faltigberg aufgehoben und deren Perimeter in die Ortschaft\nWald ZH integriert worden war (Genehmigungsentscheid des Bundesamtes für\nLandestopografie vom 3. April 2012; BBI 20/2 3881).\n\nB. Das BAV führte bei den interessierten Behörden und Untemehmen eine\nAnhörung durch. Das Amt fur Verkehr des Kantons Zürich, der Zürcher\nVerkehrsverbund und die SBB waren mit dem Antrag der VZO einverstanden.\nDie Gemeinde Wald ZH wünschte hingegen mit Schreiben vom 8. März 2013,\nder Haltestellenname „Wald ZH, Faltigberg\" sei mit dem Zusatz „Höhenklinik\"\nzu versehen.\nAm 2. April 2013 entschied das BAV, per 15. Dezember 2013 „Wald ZH,\nFaltigberg\" als neuen Namen der fraglichen Bushaltestelle festzulegen.\n\nC. Die von der Gemeinde Wald ZH gegen den Entscheid des BAV\nerhobene Beschwerde wies das UVEK am 3. September 2013 ab.\n\nD. Am 2. Oktober 2013 reichte die Gemeinde Wald ZH beim Bundesrat\nBeschwerde ein. Sie beantragt, der Entscheid des UVEK vom 3. September 2013\nsei aufzuheben und die Haltestellenbezeichnung neu auf „Wald ZH, Höhenklinik\" festzulegen.\nDie VZO und das Amt für Verkehr des Kantons Zürich haben auf eine\nVemehmiassung verzichtet. Dasselbe gilt für das UVEK, das in seinem\nSchreiben vom 30. Oktober 2013 an die Instmktionsbehörde auf die\nAusfühmngen im angefochtenen Entscheid verweist.\n\nE. Die Instmktion der vorliegenden Beschwerde oblag dem Bundesamt für\nJustiz (Art. 75 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]; Art. 7 Abs. 8 der Organisationsverordnung für das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement vom 17. November\n1999 [OV-EJPD; 172.213.1]). Das EJPD hat sich dem Antrag des Bundesamtes\nfür Justiz über die Erledigung der Beschwerde angeschlossen und dem Bundesrat\nAntrag gestellt.\nDie Vorsteherin des UVEK tritt für den Entscheid des Bundesrates in den Ausstand (Art. 76 Abs. 1 VwVG; Art. 4 Abs. 4 der Organisationsverordnung für den\nBundesrat vom 29. November 2013 [OV-BR; SR 172.111]).\n\n2/6\nII.\n\n1.1. Art. 7 des Geoinformationsgesetzes vom 5. Oktober 2007 (GeoIG; SR\n510.62) trägt den Titel „Geografische Namen\". Er sieht vor, dass der Bundesrat\nVorschriften zur Koordination der Namen von Gemeinden, Ortschaften und\nStrassen eriässt und die übrigen geografischen Namen, die Zuständigkeiten, das\nVerfahren sowie die Kostentragung regelt (Abs. 1). Über Streitigkeiten aus der\nAnwendung dieser Vorschriften entscheidet in letzter Instanz der Bundesrat\n(Abs. 2).\nNach Art. 28, 30 und 32 der Verordnung vom 21. Mai 2008 über die\ngeografischen Namen (GeoNV; SR 510.625) trifft das Bundesamt für Verkehr\nüber die Festlegung oder Änderung eines Stationsnamens auf Gesuch einen\nbeschwerdefähigen Entscheid.\nGegen den angefochtenen Beschwerdeentscheid des UVEK vom 3. September\n2013 ist somit nach Art. 7 Abs. 2 GeoIG in Verbindung mit Art. 73 Bst. a VwVG\ndie Beschwerde an den Bundesrat zulässig.\n1.2. Indessen ist nicht zu übersehen, dass der Rechtsmittelweg an den\nBundesrat gemäss Art. 7 Abs. 2 GeoIG weder in den Zuständigkeiten des\nBundesrates nach Art. 72 VwVG noch im Ausnahmekatalog für die Beschwerde\nan das Bundesverwaltungsgericht (Art. 32 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom\n17. Juni 2005 [VGG; SR 173.32]) enthalten ist. Im Rahmen der Totalrevision der\nBundesrechtspflege wurden die Zuständigkeiten des Bundesrates als Organ der\nVerwaltungsrechtspflege bewusst auf ein Minimum reduziert, vor allem auf\nVerfügungen, die wesentlich von aussen- oder sicherheitspolitischen\nÜberlegungen geprägt sind (vgl. Botschaft vom 28. Februar 2001, BBI 2001\n4202 Ziff 1.1.4 und 2.3.2). Art. 7 Abs. 2 GeoIG steht eher im Widerspruch zu\ndiesem Kontext. Als neueres Recht muss er aber trotz der Abweichung vom\nVwVG und VGG angewendet werden.\n\n2. Die Gemeinde Wald ZH (Beschwerdeführerin) ist zur Beschwerde\nberechtigt (Art. 28 Abs. 2 Bst. b und 31 GeoNV und Art. 7 Abs. 1 GeoIG in\nVerbindung mit Art. 48 Abs. 2 VwVG).\n\n3. Die Beschwerde wurde form- und fristgerecht eingereicht.\n\n4. Nach Art. 27 GeoNV erhält eine Station den Namen der Ortschaft, die\nsie bedient (Abs. 2). Bedienen mehrere Stationen dieselbe Ortschaft, so werden\nsie durch Beifügungen zum Ortschaftsnamen unterschieden. Die Beifügung darf\n\n3/6\nnicht aus dem Namen eines Untemehmens bestehen, es sei denn, dieser sei\nidentisch mit einem geografischen Namen (Abs. 4).\nSpitäler sind nach Art. 3 Bst. h GeoNV topografische Objekte. Ihr Name kann\ndaher als geografischer Name im Sinne von Art. 3 Bst. a GeoNV betrachtet\nwerden.\n\n"}