{"Signatur": "CH_BGer_016", "Spider": "CH_BGer", "Sprache": "de", "Datum": "2004-05-28", "HTML": {"Datei": "CH_BGer/CH_BGer_016_B-112-03_2004-05-28.html", "URL": "https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=18&from_date=20.05.2004&to_date=08.06.2004&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=177&azaclir=aza&highlight_docid=aza%3A%2F%2F28-05-2004-B_112-2003&number_of_ranks=259", "Checksum": "7f8444d40b88f5ba2e504655416b33e9"}, "Scrapedate": "2025-06-14", "Num": ["B 112/03"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bundesgericht Eidgenössisches Versicherungsgericht 28.05.2004 B 112/03"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Tribunal fédéral Tribunal fédéral des assurances 28.05.2004 B 112/03"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Tribunale federale Tribunale federale delle assicurazioni 28.05.2004 B 112/03"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Bundesgericht Eidgenössisches Versicherungsgericht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Tribunal fédéral Tribunal fédéral des assurances"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Tribunale federale Tribunale federale delle assicurazioni"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Berufliche Vorsorge"}], "ScrapyJob": "446973/45/2187", "Zeit UTC": "14.06.2025 16:00:00", "Checksum": "6afed1fc5b6919589da92cfb65d16d9d", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bundesgericht Eidgenössisches Versicherungsgericht 28.05.2004 B 112/03\nRegeste:\nBerufliche Vorsorge\n\nEidgenössisches Versicherungsgericht\nTribunale federale delle assicurazioni\nTribunal federal d'assicuranzas\nSozialversicherungsabteilung\ndes Bundesgerichts\nProzess\n{T 7}\nB 112/03\nUrteil vom 28. Mai 2004\nIV. Kammer\nBesetzung\nPräsident Ferrari, Bundesrichterin Widmer und Bundesrichter Ursprung; Gerichtsschreiberin Hofer\nParteien\nPensionskasse der Firma F.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Fürsprecher Ralph D. Braendli, Speichergasse 5, 3000 Bern 7 Bärenplatz,\ngegen\nR.________, 1964, Beschwerdegegner, vertreten durch den Procap, Schweizerischer Invaliden-Verband, Froburgstrasse 4, 4600 Olten\nVorinstanz\nVerwaltungsgericht des Kantons Bern, Bern\n(Entscheid vom 3. November 2003)\nSachverhalt:\nA.\nDer 1964 geborene R.________ war ab Juni 1991 bei der Firma F.________ als Elektromonteur tätig und in dieser Eigenschaft bei der Pensionskasse der Firma F.________ berufsvorsorgeversichert. Da er ab Mai 1993 aus psychischen Gründen vollständig arbeitsunfähig war, wurde ihm die Arbeitsstelle auf Ende Januar 1994 gekündigt. Das Gesuch vom 28. September 1993 um Leistungen der Eidgenössischen Invalidenversicherung wies die IV-Stelle Uri gestützt auf den Bericht von Dr. med. B.________, Spezialärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 29. Oktober 1993 mit Verfügung vom 4. Dezember 1995 ab.\nLaut Auszug aus dem Individuellen Konto bezog R.________ ab Februar 1994 bis November 1997 Taggelder der Arbeitslosenversicherung. Dazwischen war er verschiedentlich während einiger Monate erwerbstätig. Am 30. Januar 1998 meldete er sich erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Diese holte nebst den Berichten des Dr. med. S.________ unter anderem das psychiatrische Gutachten des Dr. med. U.________ vom 25. November 1998 ein, ermittelte einen Invaliditätsgrad von 75% und sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 3. Dezember 2002 mit Wirkung ab 1. Januar 1998 eine ganze Invalidenrente zu.\nMit Schreiben vom 13. September und 26. November 2002 verneinte die Pensionskasse der Firma F.________ jegliche Leistungspflicht.\nB.\nAm 27. Dezember 2002 liess R.________ Klage erheben mit dem Rechtsbegehren, die Vorsorgeeinrichtung habe ihm ab 1. Januar 1998 eine Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 75% auszurichten, nebst Invalidenzusatzrente und Kinderrente; die Leistungen seien ab Klageeinreichung zu 5% zu verzinsen. Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern verpflichtete die Pensionskasse in Gutheissung der Klage mit Entscheid vom 3. November 2003, R.________ ab Januar 1998 die gesetzlichen und reglementarischen Leistungen bei Invalidität zu erbringen und diese ab dem 27. Dezember 2002 zu 5% zu verzinsen.\nC.\nDie Pensionskasse führt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Begehren, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei die Klage des Versicherten abzuweisen.\nWährend R.________ auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen lässt, verzichtet das Bundesamt für Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung.\nDas Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:\n1.\nDas kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grundsätze über den Anspruch auf Invalidenleistungen der obligatorischen beruflichen Vorsorge (\nArt. 23 und 24 Abs. 1 BVG), insbesondere das für die Leistungspflicht der ehemaligen Vorsorgeeinrichtung massgebende Erfordernis des engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhangs zwischen einer während des Vorsorgeverhältnisses bestehenden Arbeitsunfähigkeit und der später eingetretenen Invalidität (\nBGE 123 V 264 Erw. 1c, 120 V 117 f. Erw. 2c/aa und bb mit Hinweisen; SVR 2001 BVG Nr. 18 S. 69) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Richtig ist auch, dass die Rentenzusprache durch die Eidgenössische Invalidenversicherung auf das vorliegende Verfahren insofern keinen Einfluss hat, als die Pensionskasse nicht in das invalidenversicherungsrechtliche Verfahren einbezogen wurde (vgl.\nBGE 129 V 73).\n2.\nStreitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdegegner gegenüber der Pensionskasse ab 1. Januar 1998 Anspruch auf eine Invalidenrente hat. Die sachliche Konnexität zwischen dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit und der Invalidität ist ohne weiteres zu bejahen, da nach Lage der Akten fest steht, dass der Beschwerdeführer an einem psychischen Gesundheitsschaden mit Krankheitswert leidet. Daran ändert nichts, dass Dr. med. B.________ am 29. Oktober 1993 von einer Schizophrenie ausging und Dr. med. U.________ in der Expertise vom 25. November 1998 eine chronifizierte paranoide Schizophrenie diagnostizierte. Zu prüfen bleibt daher, ob der enge zeitliche Zusammenhang zwischen der Arbeitsunfähigkeit und der Invalidität, für welche dem Versicherten mit dem angefochtenen Entscheid des Verwaltungsgerichts ab 1. Januar 1998 Leistungen zugesprochen wurden, unterbrochen worden ist, was die Vorinstanz verneint, die Pensionskasse hingegen annimmt.\n"}