{"Signatur": "CH_BGer_016", "Spider": "CH_BGer", "Sprache": "de", "Datum": "2002-06-27", "HTML": {"Datei": "CH_BGer/CH_BGer_016_B-102-00_2002-06-27.html", "URL": "https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=18&from_date=20.06.2002&to_date=09.07.2002&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=177&azaclir=aza&highlight_docid=aza%3A%2F%2F27-06-2002-B_102-2000&number_of_ranks=279", "Checksum": "d805bdec6a277147ea6c37618c3d7b74"}, "Scrapedate": "2025-06-14", "Num": ["B 102/00"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bundesgericht Eidgenössisches Versicherungsgericht 27.06.2002 B 102/00"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Tribunal fédéral Tribunal fédéral des assurances 27.06.2002 B 102/00"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Tribunale federale Tribunale federale delle assicurazioni 27.06.2002 B 102/00"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Bundesgericht Eidgenössisches Versicherungsgericht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Tribunal fédéral Tribunal fédéral des assurances"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Tribunale federale Tribunale federale delle assicurazioni"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Berufliche Vorsorge"}], "ScrapyJob": "446973/45/2187", "Zeit UTC": "14.06.2025 18:06:47", "Checksum": "fc44e0fcc47d34ac7c8e4dd9d7e8ee0c", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bundesgericht Eidgenössisches Versicherungsgericht 27.06.2002 B 102/00\nRegeste:\nBerufliche Vorsorge\n\nund\nSozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur\nA.- M.________, geb. 1950, leidet an seronegativer Polyarthritis. Wegen der erwerblichen Beeinträchtigungen bezieht er seit dem 1. Mai 1982 eine ganze Rente der Eidgenössischen Invalidenversicherung. Der Rentenanspruch wurde revisionsweise bestätigt durch die Beschlüsse der Invalidenversicherungs-Kommission des Kantons Zürich vom 2. August 1984 und vom 28. Januar 1988. Laut diesen wurde jeweils ein Invaliditätsgrad von 70 % ermittelt, wobei für das Invalideneinkommen (hypothetisches Einkommen ohne gesundheitliche Beeinträchtigung) von einem halbtags erzielten Monatseinkommen von Fr. 2'200.- ausgegangen wurde.\nVom 1. September 1986 bis zum 30. April 1996 war M.________ mit einem Pensum von 50 % für die X.________ Finanz AG tätig. Gemäss dem die Anstellung bestätigenden Schreiben der Arbeitgeberin vom 11. Juli 1986 bezog er ein monatliches Bruttogehalt von Fr. 2'500.-; im \"Fragebogen für den Arbeitgeber\" der Eidgenössischen Invalidenversicherung (vom 23. September 1987) wurde ein Lohn von Fr. 2'200.- deklariert. Nach dem Bericht des behandelnden Arztes Dr. med. R.________ vom 5. Februar 1996 verschlechterte sich der Gesundheitszustand während der Dauer dieses Anstellungsverhältnisses derart, dass ab 1. Juli 1995 bei allgemein massiver Bewegungseinschränkung in verschiedensten Gelenken 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestand.\nDie Vorsorgeeinrichtung der X.________ Finanz AG - die Fondation de Prévoyance du Crédit Lyonnais (Suisse) SA (nachfolgend: Fondation) - lehnte den von M.________ in der Folge gestellten Antrag um Ausrichtung einer Invalidenrente sowie prämienfreie Weiterführung der Versicherung ab.\nB.- Am 5. März 1998 liess M.________ Klage beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich gegen die Fondation einreichen mit dem Rechtsbegehren, es sei ihm ab\n1. Juli 1997 die reglementarisch vorgesehene Invalidenrente bei prämienfreier Weiterführung der Versicherung auszurichten.\nDas kantonale Gericht wies die Rechtsvorkehr im Sinne der Erwägungen ab, wobei es die Beklagte verpflichtete, dem Kläger die irrtümlich geleisteten Beitragszahlungen zurückzuerstatten (Entscheid vom 31. Mai 2000).\nC.- M.________ lässt Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen und das im kantonalen Verfahren klageweise geltend gemachte Rechtsbegehren erneuern.\nDie Fondation und das Bundesamt für Sozialversicherung beantragen Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde.\nDas Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:\n1.- Der Rechtsstreit dreht sich um die Frage, ob der Beschwerdeführer gestützt auf das am 1. Januar 1985 in Kraft getretene \"Règlement de la Fondation de Prévoyance en faveur du personnel du Crédit Lyonnais, Lyon, agences et filiales en Suisse à Genève\" (nachfolgend: Reglement) ab\n1. Juli 1997 Anspruch auf eine berufsvorsorgerechtliche Invalidenrente hat.\n2.- a) Unter den Parteien ist, letzt- wie bereits vorinstanzlich, hauptsächlich der Bedeutungsgehalt des Art. 6 \"Obligation d'assurance\" des Reglements strittig, insbesondere von dessen Abs. 4. Dieser lautet im Wortlaut wie folgt:\n\"Les personnes, qui au moment de la soumission au présent règlement, ne jouissent pas, pour des raisons de santé, de la pleine capacité de travail ou sont atteintes durablement d'une incapacité de travail partielle, seront assurées à des conditions spéciales. Celles-ci seront fixées par la fondation, dans une convention complémentaire, en accord avec la personne concernée, l'employeur et La Bâloise. Les prestations assurées seront alors au moins égales à celles prévues par la L.P.P.\"\nDer Beschwerdeführer erblickt in der zitierten Bestimmung eine der weitergehenden beruflichen Vorsorge zugehörige Versicherung für verbleibende Arbeits- und Erwerbsfähigkeit, egal wie hoch diese bei Eintritt in die Vorsorgeeinrichtung waren. Die Beschwerdegegnerin hält dafür, dass Art. 6 Abs. 4 einzig zum Tragen komme, sofern eine Unterstellung unter das Reglement zu bejahen sei, was in Art. 6 Abs. 2 desselben für Personen verneint würde, die zu mehr als 66 2/3 % invalid seien.\nb) Die Vorinstanz hat über diesen Auslegungsstreit nicht abschliessend befunden. Sie hat das Rentenbegehren ihrerseits aus der Überlegung heraus abgewiesen, hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen der diagnostizierten seronegativen Polyarthritis sei der Versicherungsfall bereits vor dem 1. September 1986 eingetreten. Die durch die Verschlimmerung einer vorbestehenden, invalidisierenden Gesundheitsschädigung eintretende erhöhte Invalidiät könne im Rahmen eines privatrechtlichen Vorsorgeverhältnisses nicht gültig versichert werden. Eine entsprechende Vereinbarung sei in analoger Anwendung von\nArt. 9 VVG auf Grund der Praxis gemäss\nBGE 118 V 168 Erw. 5c (teil-)nichtig.\n3.- Gemäss\nArt. 2 Abs. 2 BVG bestimmt der Bundesrat, welche Arbeitnehmer aus besonderen Gründen nicht der obligatorischen Versicherung unterstellt sind. Gestützt auf diese Delegationsnorm hat der Bundesrat in Art. 1 Abs. 1 lit. d BVV2 Personen, die im Sinne der IV zu mindestens zwei Dritteln invalid sind, von der obligatorischen Versicherung ausgenommen. In\nBGE 118 V 158 ff. Erw. 4b-d wurde die Gesetzmässigkeit von Art. 1 Abs. 1 lit. d BVV2 bejaht.\nDer Beschwerdeführer, welcher seit 1. Mai 1982 eine ganze Rente der Eidg. Invalidenversicherung bezieht, untersteht somit nicht der obligatorischen beruflichen Vorsorge.\n4.- a) Zu prüfen bleibt, ob im Rahmen der weitergehenden beruflichen Vorsorge eine Leistungspflicht besteht."}