· 430 Entscheidungen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer. N° 80. 431 dre interne et ne concerne pas les tiers, que d'ailleurs le postal, au lieu de lui etre remis par un facteur, est na- commis Widmann peut elre considere comme un facteur turellement indifferent du moment que toutes les for- au sens de la dite ordonnance et qu'enfin, a supposer la mes prevues pour la notification ont He observees: on notification irreguliere, elle ne saurait etre annulee, le ne voit pas et le debiteur se garde bien d'alleguer quel debiteur ayant re<;u l'acte de poursuite - ce qui est interet il pourrait avoir a recevoir le commandement de l'essentiel. . payer des mains d'un facteur, plutöt que de celles d'un Michaud a recouru au Tribunal fMeral contre eette commis. decision. Par ces motifs, Statuant sur ces faits et considerant la Chambre des Poursuites et des Faillites en droit : prononce: On pourrait se demander si la mesure qui fait l'objet Le recours est ecarte. de la plainte constitue une « me sure de l' office » suscep- tible d'etre deferee a l'autorite de surveillance en vertu de l'art. 17 LP: en effet le debiteur ne prHend meme 80. Entscheid vom 17. Dezember 1914 i. S. IIinden-Blumer pas que I' offic e se soit rendu coupable d'une irregula- und Genossen. rite quelconque et il est constant qu'il s'est strictement conforme aux regles des art. 69 et suiv. LP sur la noti- Annullierung einer Abtretung nach Art. 260 SchKG durch die Konkursverwaltung wegen Nichteinhaltung der Klagefrist ? fication des commandements de payer; l'unique infor- _ Weiterziehbarkeit einer solchen Verfügung. - Gilt die malite invoquee est le fait, non de l' office, mais de la Anrufung des Friedensrichters als gerichtliche Geltend- poste qu'il etait autorise par I'art. 72 LP acharger de la machung im Sinne der im Abtretungsformular enthaltenen transmission de l'acte de poursuite. Cependant en pareil Anweisung? cas, le fonctionnaire postal agiss-ant par delegation de A. - Am 12. Novembel 1913 trat das Konkursamt l'office, on peut admettre qu(' les irregularites qu'il com- Zug einen Anspruch der Konkursmasse des Karl Dinkel- mettrait dans la transmission de l'acte doivent etre con- Waldis in Zug gegen Joseph Nigst in Biel « aus Nichler- siderees au point de vue du droit de recours du debi- füllung der Steigerungsbedingungen betreffend die kon- teur (non pas, cela va sans dire, au point de vue de la kursamtliche Steigerung der Liegenschaft Hotel und . responsabilile du prepose fondee sur l'art. 5 LP), comme Pension Waldheim, Zug » im Sinne des Art. 260 SchKG si elles avaient ete commisf's par l' office lui-meme; aussi an eine Reihe von Konkursgläubigern ab, darunter an bien ce sont les autorites de surveillance seules, a l'ex- die Rekurrenten, Witwe Rahel Agatha Hinder.-Blumer in clusion des autorites postales, qui sont en mesure de Zürich und ihre Tochter Fernanda EIsa, August Weiss, prendre les sanctions necessaires pour remedier aces Stadtschreiber in Zug und Emil Landolt, \Veinhändler in irregularites et pour sauvegarder ainsi les droits du de- Zürich, sowie an Joseph Bloch in Zug. Das Konkursamt biteur. verfügte dabei gemäss Ziff. 6 der im Abcretungsformular Mais il est evident qu'en I'espece le recours est de- aufgeführten Bedingungen, dass es sich die Annullierung pourvu de tout fondement. Le fait que le commande- der Abtretung für den Fall vorbehalte, dass der Anspruch ment de payer a He remis au debiteur par un commis nicht bis zum 31. Dezember 1913 gerichtlich geltend und Konkurskanu.ter . N ° 80 . 433 432 Entscheidungen der Schuldbetreibungs- gemachtwerde. Die Rekurrenten leichten a~ 31. Dezem- Rekurrenten die Klagefrist eingehalten. Nach dem Urteil ber 1913 beim Richteramt I in Biel Klage gegen Joseph des Bundesgerichts vom 21. September 1907 in Sachen Nigst in Biel ein, während Joseph Bloch am genannten Hotz gegen Kopp* sei unter Klageanhebung die erste Tage bloss ein Gesuch um Vorladung des Joseph Nigst den Prozess einleitende Handlung, also auch schon die zum Aussöhnungsversuch stellte und die übrigen Abtre- Anrufung des Friedensrich1 eI s « in einem nach kantonalem tungsgläubiger gerichtliche Schritte gegen Nigst 'über- Rechte vorgängigen SühilVerfahren » verstanden . Zudem haupt unterIiessen. Infolgedessen ersuchten die Rekurren- sei auf den Entscheid des Bundesgerichts in Sachen Aebi ten das Konkursamt Zug, die Abtretung an sämtliche & eie gegen Konkursmasse Leutenegger vom 26. März übrigen Abtretungsgläubiger zu annullieren. Sie machten 1909 ** hinzuweisen. Der Begriff der Klageanhebung im geltend, dass unter gerichtlicher Geltendmachung eines Sinne von Art. 107 und 242 SchKG sei derselbe wie der- Anspruchs nur solche Massnahmen verstanden seien, die jenige der gerichtlichen Geltendmachung, um den es sich die R echtshängigkeit des Streites bewirken, und dass im vorliegenden Falle handle. die R echtshängigkeit nach § 137 bern. ZPO erst mit der C. - Diesen Entscheid haben die Rekurrenten ur1 er Einreichung der Klage, nicht schon mit dem Gesuch um Erneuerung ihres Begehrens an das Bundesgerich t wei- Vorladung zum Aussöhnungsversuch eintrete. Das KOll- tergezogen. Ihren Ausführungen ist noch folgendes zu kursamt entspmch diesem Gesuche in Beziehung auf entnehmen: Durch die Anrufung des bernischen A us- alle genannten Gläubiger mit Ausnahme des 'Joseph söhnungsrichters werde der Prozess nicht rechtshängig. Bloch. Der Sühneversuch verpflichte nach bernischem Recht B. - Hierauf erhoben die R ekurrenten Beschwerde mit den Kläger keineswegs, den Prozess innert bestimmter dem Begehren, es sei auch die Annullierung der Abtretung Frist einzuleiten, um Verwirkungsfolgen zu vermeiden. an Bloch auszusprechen. In § 114 Ziff. 3 bern. ZPO sei ausdrücklich bestimmt, Das Konkursamt bemerkte zur Beschwerde, dass es dass in « Streitsachen, in welchen bei eintretel der Zöge- sich bei der Fristansetzung um einen Vorbehalt handle, rung die Verwirkung des Klagrechts lU besorgen stünde », von dem die KonkUlsverwaltung je nach den Umständen ein Aussöhnungsversuch nicht notwer dig sei. Gebrauch machel' könne oder nicht (AS Sep.-Ausg. 6 Die Schuldhetreibungs- und Konkurskammer zieht N° 34 und 88, 14 N° 39*. . ' in Erwägung: Die Aufsichtsbehörde des Kantons Zug wies die B~schwerde durch Eptscheid vom 14) 16. November 1914 1. - Durch die Aufnahme von Ziff. 6 der im Ab1re- mit folgender Begründung ab : Nach der Konkursverord- tungsformular aufgeführten Bedingungen «< Die Kon- nung und der neuen Praxis des Bundesgerichts stehe es kursverwaltung behält sich die Annullierung der Abtre- zwar im Belieben des Konkursamtes, den Abtretungs- tU.lg für den Fall vor, dass nicht binnen einer VOi' ihr gläubigern Fristen anzusetzen oder nicrt ; aber die V Oll anzusetzenden Frist gerichtliche Geltendmachur.g er- ihm angesetzten Fristen seien Ausschlussfristen. Immer- folgt ») und die Ansetzupg einer bestimmten Klagefrist hin könne die Konkursverwaltung die Frist verlängern wird, streng genommen, wie die Vorinstanz ausführt, die oder trotz des Ablaufs der Frist die Abtretung aufrecht- Konkursverwaltung nicht verpflichtet, die Abtretung halteI!. Bloch habe nun aber entgegen der Auffassung der • Ges.-Ausg. 33 11 N° 66, Sep.-Ausg. 10 N° 54. * Ges.-Ausg. 29 I N° 56, II S. 751 f. Erw. 4,37 I No 68. •• Sep.-Ausg. 12 N° 22. 434 Entscheidungen der Schuldb etreibungs- • .::IU Konkurskammer . N° 80. 435 ZU annullieren, wenn die Frist nicht eingeh alten wird. das . Bundesgericht anrufen, weil die BeeinträchtiguD ~C1 In der Tat hängt es von der Gestaltung des Verft.hrens Ibrer Rechte, wie sie aus dem Sinn und Geist ries Geselzes a.b, ob die Konkursverwaltung v on dem R echt, das sie sICh vorbehalten hat, Gebrauch machen ",m und soll oder hergeleitet werden müssen, in Frage steht. Das Bundes- n.icht. Wenn der Konkurs sich sowieso sehr in die Lä~ge gericht kann demnach der Entscheid der Vorinstanz über- zIeht, so kann ~ie unter Umständen oh ne Bedenken die prüfen. Frist verlängern. Ist sie ganz sicher, dass':tus dem Vor- 3. -- Die Auffassung der Vorinstanz, dass ur ter Klage- gehen ?er Abtretungsgläubiger ein Ergebnis für die Masse anhebung oder gerichtlicher Geltendmachung ellles An- auf kemen Fall zu erwarten ist, und hat sie somit kein spruchs nvch der bundesgerichtlichen Praxis stets die Interesse an der Einhaltung der Frist, so kann sie wohl Anrufung des Friedensrichters zu verstehen sei, sofern auch die Annullierung der Abtretung trotz einer Frist- nach kantonalem Rechte dem Prozesse ein Sül1l'verfahren v~rangehe, ist , so allgemein ausgedrückt, nicht richtig. versäumnis ganz unterlassen. In allen diesen Fällen ist j~doch. ~ie Entscheidung der Konkursverwaltung, da Emmr I h at das Bundesgericht in den zitierten Entschei- SIe l.edIghch von Zweckmässigkeitserwägungen abhängt, dungen nu r erklärt, dass, wo das kantonale Prozessver- o~ sI.e n~r so oder anders ausfällt, niemals wegel' Gesetz- fahren eine Anrufung des Friedensrichters vorschreibe, wIdngkeit anfechtbar. Sie kann daher höchstens dlen- diese A nrufur g schon ~ls Anhebung der Klagt' anzuse- falls vor den kantonalen Aufsichtsbehörden wegen Un- hen sei. Für die in Frage steheT' de Klage wä.e aber nach angemessenheit angefochten, auf keinen F all aber bis vor § 114 Ziff. 3 bern. ZPO die Veranstciltung eines Aus- das Bundesgericht gezogen werden. söhnungsversuches nicht notwendig gewesen (vgl. die 2. - Die Sache verhält sich aber anders, wenn der Praxis des b ernischen Appellationshofes bei befristeten nämliche Anspruch gleichzeitig ar mehrere Gläubiger auf K lagerechten bei Pillichody, Bernis( her Zivilprozess G:rund formgerechter Gesuche unter Fristansetzung für N° 1311 ff.). Sodar Ir kann unter gerichtlicher Geltendma- dIe Klage abgetreten worden ist . .In einem solchen Falle chung dnes Anspruchs nur diej enige Handlung verstanden sind ~lle diese Gläubiger grundsätzlich gleichberechtigt werden, durch welch der Kläger den richterlichen Rechts· und dIe Konkursverwaltung ist verpflichtet, nichts vor- schutz anruft und zwar so, dass dadurch die Rechtshän- z~nehmen, was diese Gleichberechtigung stören würde, gigkeit der Streits%he be\\irk1 wird oder der Kläger innert SIe muss also insbesondere die' Klagefrist für alle gleich bestimmter Frist die Klage ausspieleT' mus s, wenn nicht berechnen und darf nicht dem einen gegenüber die bestimmte processuale Rechtsfolgen eintreten sollen. Der Rechtslage anders gestalten als gegenüber dem andern. Zweck der Fristbestimmung ist, der Konkursmasse eine ~ach Ziff. 5 der im Abtretungsformular aufgeführten Be- Garantie zu geben, dass die « Abtretung )}, die in Wirklich- dmgungen sind ja auch die Gläubiger, denen der gleiche keit ein Prozessmandat ist, auch dazu benützt werde Anspruch abgetreten worden ist, verpflichtet, als Streit- über den streitigen Anspruch innert einer gewissen Frist genossen aufzutreten und also den Anspruch gemeinsam eine gerichtliche Entscheidung herbeizuführen. Daher einzuklagen. . kann in allen Kantonen, in denen die Sühnverhandlung Gegen die Begür;stigung eines von mehreren Abtre- nicht in organischer Verbindung mit dem eigentlichen tungsgläubigern müssen daher die übrigen legitimiert Prozessverfahren steht, d. h. der Streit nicht innert einer sein, sich zu beschweren und zwar können sie dabei auch gewissen Frist nach Abschluss des Vermittlungsverfahrens zur Vermeidung der Verwirkung des Klagerechts oder 436 Entscheidungen der Schuldbetreibungs- und K onkurskammer. N° 81 · 82. sonstiger Rechtsfolgen vor den Richter gebr~cht werden muss, die Anrufung des Friedensrichters nicht als gericht- liche Geltendmachung im Sinne der im Abtretungsfor- 81. Extrait de l'arret du 24 deoembre 1914 mular enthaltenen Anweisung gelten. Im Kanton Bern dans la cause Vassa.1li. besteht nun in der Tat eine solche organische Verbindung Art. 12 ei suiv. de l'ordonnance du Cf du 28 septembre 1914. des Sühnverfahrens mit dem eigentlichen Prozesse nicht; Sursis general aux poursuites. Consequences de l' omission. das bernische Prozessrecht setzt dem Kläger keine Frist de la part du debiteur, de mentionner un creancier dans la an, innerhalb der nach dem Aussöhnungsversuch gericht- liste des creanciers, a joindre a la demande de sursis. liche Klage eingeleitet werden müsste. Demgemäss hätte Il est constant que S. est au benetice d'un sursis general Bloch gleich den Rekurrenten zur Wahrung der ihm aus aux poursuites, accorde par l'autorite compHente en ma- der Abtretung erwachsenden Rechte bis zum 31. Dezem- tiere de concordat, conformement aux art. 12 a 22 de 1'0r- ber 1913 beim Richteramt Biel gegen Nigst die Klage donnance du 28 septembre 1914. Le fait qu'il a ornis de einreichen sollen. Da er dies nicht getan hat und nicht mentionner le recourant dans la liste des creanciers, a besser gestellt werden darf, als die andern Abtretungs- joindre a la demande de sursis, peut constituer un motif gläubiger, so ist die AbtretUl g an ihn als nichtig ·zu erklä- de revocation du sursis, a teneur de l'art. 20, dernier ren. Es liegt auf der Hand, dass Bloch, wollte man ihm alinea, de l' ordonnance. Mais tant que le prononce accor- die Anhebung der Klage noch gestatten, nachdem die dant le sursis n'est pas revoque, celui-ci doit continuer Rekurrenten ihrerseits den Prozess bereits durchgeführt a deployer ses effets, qui consistent notamment dans la hätten, zum Nachteil der Rekurrenten begünstigt würde. suspension des poursuites en cours. L'office de Geneve Er könnte dann das ganze Risiko des Prozesses diesen a donc agi correctement en refusant de proceder a la zuhalten,indem er den Ausgang ihres Prozesses abw3rtete, saisie requise contre S. um dann entweder, wefin die Rekurrenten ihn verloren häti en, die Klage zu unterlasse"n oder im umgekehrten Falle nachträglich auch noch zu klagen. So fielen ihm beim Obsiegen der Rekurrenten die Früchte ihres Vorgehens in den Schoss, ohne dass er irgendwelches Risiko getragen 82. Entsoheid vom 26 " Dezember 1914 i. S. Stalder. und irgend etwas an die Kosten beigetragen hätte, was Grund und Zweck des Art. 1 der Kriegsnovelle zum SchKG. mit seiner Stellung zu den andern Abtretungsgläubigern nicht vereinbat ist. A. - Der Rekurrent Fritz Stalder im Dambel in Herrli- berg hat einen grossen landwirtschaftlichen Betrieb mit Demnach hat die Schuldbetreibungs- u. Konkurskammer 15 Stück Grossvieh und 3 Stück Kleinvieh und versteuert erkann t : 30,000 Fr. Vermögen .. In der Zeit vom November 1912 Der Rekurs wird gutgeheissen und die Abtretung des bis zum Oktober 1913 nahm er wenigstens 10,056 Fr. ein sich auf eine Steigerung stützenden Anspruchs der Kon- für den Verkauf von Milch. Am 1. Juli 1914 pfändete das kursmasse des Karl Dinkel- Waldis in Zug gegen J. Betreibungsamt Herrliberg in einer gegen ihn gerichteten Nigst in Biel an Joseph Bloch in Zug als dahingefallen Betreibung des Rekursgegners Albert Streuli, Metzgers el klärt. in Erlenbach, für eine Forderung von 2780 Fr. 88 Cts. AS 40 111 - 1914 30