130 Entscheidungen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer. N° 23. 131 Les recourants sont a Ia fois entrepreneurs et action- elu que pour le debiteur domicilie a I:etranger et qui a elu naires de Ia Societe immobiliere de l'avenue de Ia Gare. un domicile special en Suisse, c'est-a-dire pour le debiteur Ils sont recherches en l'espece en Ieur qualite d'action- qui n'a pas en Suisse un domicile creant un for general de naires. L' art. 13 des statuts de Ia societe obligeait les poursuite. En revanche, dans les cas OU ce for general recourants a elire domicile a Lausanne. La societe Hait existe en Suisse, toutes les poursuites doivent avoir lieu des Iors fondee ales poursuivre au for de Lausanne. a cet endroit. Meme la creation d'une succursale et son inscription au registre du commerce (faits qui etablissent D. - Binz freres ont recouru en temps utile contre cette un domicile judiciaire) ne sont pas de nature, d'apres Ia decision au Tribunal federal en reprenant les conclusions jurisprudence constante du Tribunal federal, a fonder un formulees devant Ies autorites cantonales. Ils contestent for de poursuite au siege de Ia succursale (v. J AEGER, art. 46 que rart. 13 des statuts de Ia sociHe poursuivante auto- n° 3 p. 87, et n° 9 p. 93 ; RO M. spec. 9 p. 186 et 187 *). rise celle-ci a introduire contre eux une poursuite au for de Lausanne. Par ces motlis, La Chambre des Poursuites et des Faillites Statuant sur ces faits et considerant en droit: prononce: Il n' est point necessaire de resoudre en l' espece Ia Le recours est admis ; en consequence, le commande- question discutable de savoir si rart. 13 des statuts de Ia ment de payer, poursuite n° 44811, notifie auxrecourants Societe immobiliere de l'avenue de Ia Gare cree un for le 5 janvier 1914, est annule. special pour les contestations qui concernellt les obliga- tions decoulant de Ia souscription d'actions. En effet, meme si l'on admet l'existence de ce for judiciaire special, 23. Entscheid vom 6. Mai 1914 i. S. ktgeber. ce fait est sans portee pour le for -de Ia poursuite. Les dis- positions de la Ioi fMeraie sur le for de la poursuite des Art. 31 Abs. 3 SchKG. Als staatlich anerkannter Feiertag gilt nur ein solcher, der - nach dem massgebenden kantonalen debiteurs domicilies e n S u iss e sont d' ordre public et Recht - für alle Konfessionen verbindlich ist und an dem ne peuvent eire modifiees par Ia convention des parties die staatlichen Bureaux geschlossen sind. (cf. JAEGER, Art. 46, nos 2 et 3 p. 87). Les parties petlVent seulement convenir d'un domicile special pour Ia solution A. - Durch Entscheid vom 10. März 1914 wies die d'un litige par les tribunaux ; mais le for du proces n'est obere Aufsichtsbehörde des Kantons Thurgau eine Be- pas identique avec le for de la poursuite. Ce dernier for schwerde der Eleonore Ratgeber in Zürich gegen verschie- interesse egalement les autres creanciers, tandis que le for dene VerfÜgungen des Betreibungsamtes Arbon ab. Dieser judiciaire n'interesse que les parties en cause. En conse- Entscheid wurde am131. März an die Parteien gesandt. quence, l'election d'un domicile particulier, different du B. - Gegen diesen Entscheid « vom 10. /31. März 1914 ) domicile ordinaire (qui est determinant pour Ie for de la hat die Rekurrentin mit Eingabe vom 11. April beim poursuite) ne cree point un for special de poursuite. Cela Bundesgerichte Beschwerde geführt. Die Eingabe ist am resulte d'ailleurs aussi de Ia teneur claire et nette de Ia loi : rart. 50 LP ne prevoit Ia poursuite au domicile special • Ed. gen. S2 I p. 416. 132 Entscheidungen der SChuldbetreibungs- und Konkurskammer. N° 23. 133 1~. April abends 5 Uhr 45 bei der Post zur Beförderung an vorzunehmen ist; denn Normen des eidgenössischen die kantonale Aufsichtsbehörde aufgegeben worden. Rechts über die allgemeine Anerkennung von Feiertagen bestehen nicht (vgl. BGE 27 II S. 40). Allerdings bestimmt C. - Die kantonale Aufsichtsbehörde hat zur Be- § 55 des eidgenössischen Transportreglementes, dass be- schwerde bemerkt, dass sie verspätet sei, weil der ange- stimmte Tage, so auch der Karfreitag, als «allgemeine fochtene Entscheid am 31. März den Parteien zugestellt Feiertage l) gelten sollen. Dies bezieht sich aber lediglich worden sei und die Rekurrentin nicht behauptet habe, auf die Einschränkung des Eisenbahnbetriebes, nicht auf dass sie ihn erst später erhalten habe. Einen vom Ver- das allgemeine bürgerliche Leben. Verschiedene Kantone treter der Rekurrentin unterzeichneten Empfangschein bezeichnen denn auch die im Transportreglement genann- hat die kantonale Aufsichtsbehörde nicht eingesandt. ten Feiertage besonders noch als allgemeine Feiertage, Auf eine Anfrage des Instruktionsrichters, ob der Kar- und andere erkennen bloss einzelnen unter ihnen diesen freitag im Kanton Thurgau ein staatlich anerkannter Charakter für das allgemeine bürgerliche Leben zu. Ob Feiertag sei, hat sie sodann folgende Antwort erteilt : im vorliegenden Fall der Karfreitag als staatlich aner- {( ..... teilen wir Ihnen mit, dass das Gesetz betreffend die kannter Feiertag gelten solle, ist somit nach thurgauischem I) Kirchenordnung der evangelischen Konfession des Kan- Rechte zu beurteilen. Danach ist nun, wie sich aus dem I) tons Thurgau vom 5. Mai 1872 in § 39 bestimmt, dass Bericht der kantonalen Aufsichtsbehörde ergibt, der Kar- I) als Festtag in der evangelischen Landeskirche unter freitag lediglich für die Angehörigen der evangelischen I) andern gefeiert wird der Karfreitag. Andere einschlägige Landeskirche auf Grund des für diese massgebenden Kir- I) Gesetzesbestimmungen können wir Ihnen keine benen- chenordnungsgesetzes ein Feiertag. Ein solcher Feiertag, I) nen; hingegen mag noch erwähnt werden, dass die katho- der nicht für die Angehörigen aller Konfessionen eines l) lische Landeskirche diesen Feiertag nicht kennt. Es kann Kantons verbindlich ist und an dem die staatlichen Bu- » demnach der Karfreitag als staatlich anerkannter Feier-, reaux nicht geschlossen sind, gilt nicht als staatlich aner- I) tag nur für die Angehörigen der evarigelischen Konfes- kannt im' Sinne des Art. 31 Abs. 3 SchKG. Der Rekurs I) sion in Frage kommen. , ist infolgedessen ,verspätet. Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht Demnach hat die Schuldbetreibungs- u. Konkurskammer in Erwägung: erkannt: Da nach der eigenen Angabe der Rekurrentin ihr der Auf den Rekurs wird nicht eingetreten. Entscheid am 31. März 1914 zugestellt wurde, so lief die Beschwerdefrist am Karfreitag ab. Der Rekurs ist deshalb nur dann rechtzeitig ergriffen worden, wenn der genannte Tag ein staatlich anerkannter Feiertag im Sinne des Art. 31 Abs. 3 SchKG ist. Massgebend für die Frage, ob ein bestimmter rag als solcher Feiertag anzusehen sei, ist das öffentfiche Recht desjenigen Kantons, in dem die an die Frist gebundene Handlung - hier die Einreichung der Beschwerde bei der kantonalen Aufsichtsbehörde _