{"Signatur": "BS_SVG_001", "Spider": "BS_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2026-03-12", "HTML": {"Datei": "BS_Omni/BS_SVG_001_AH-2025-5_2026-03-12.html", "URL": "/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,7000&Parametername=WEB&Schema=BS_FI_WEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=79560&W10_KEY=4519380&nTrefferzeile=33&Template=search_result_document.html", "Checksum": "bf91db56ef06771a5edebc121044af95"}, "Scrapedate": "2026-10-02", "Scrapetime": "02:03:29", "Num": ["AH.2025.5", "SVG.2026.71"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht 12.03.2026 AH.2025.5 (SVG.2026.71)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht 12.03.2026 AH.2025.5 (SVG.2026.71)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht 12.03.2026 AH.2025.5 (SVG.2026.71)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "AHVG Schadenersatzpflicht gemäss Art. 52 Abs. 1 AHVG für Geschäftsführer einer GmbH."}], "ScrapyJob": "446973/46/2356", "Zeit UTC": "31.10.2026 01:47:50", "Checksum": "13fa91cf0cc67ed67d338bbd4aad8c64", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht 12.03.2026 AH.2025.5 (SVG.2026.71)\nRegeste:\nAHVG Schadenersatzpflicht gemäss Art. 52 Abs. 1 AHVG für Geschäftsführer einer GmbH.\n\n|\n[...]\n|\nSozialversicherungsgericht\n|\nURTEIL\nvom 12. März 2026\nMitwirkende\nlic. iur. R. Schnyder (Vorsitz), Dr.\nmed. R. von Aarburg , S. Schenker\nund a.o.\nGerichtsschreiberin lic. iur. B. Pongracz Leimer\nParteien\nA____\n[...] Beschwerdeführer\nB____\n[...] Beschwerdegegnerin\nGegenstand\nAH.2025.5\nEinspracheentscheid vom 30. Juli\n2025\nSchadenersatzpflicht gemäss Art.\n52 Abs. 1 AHVG für Geschäftsführer einer GmbH.\nTatsachen\nI.\na) A____, mit Wohnsitz in Deutschland, war seit Mai 2014\nalleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer der C____ mit Sitz in Basel\n(siehe Internet-Auszug aus dem Handelsregister des Kantons Basel-Stadt, Beilage\nzur Beschwerdeantwort [BA] 1). Über die Firma wurde am 15. Februar 2021 der\nKonkurs eröffnet (BA 2). Der Konkurs wird im summarischen Verfahren\ndurchgeführt und ist bis heute nicht abgeschlossen.\nb) Zum Zeitpunkt des Konkurses am 15. Februar 2021 war\neine Forderung der Beschwerdegegnerin von Fr. 16'319.20 für\nSozialversicherungsbeiträge offen; dieser Betrag wurde im Konkurs der Firma C____\nam 11. Mai 2021 sowie 15. September 2022 eingegeben (BA 4 und 5). Dabei\nreduzierte die Beschwerdegegnerin die Forderung aufgrund Rückverteilung der\nCO2-Abgabe auf Fr. 16'050.65.\nc) Mit Schreiben vom 30. Januar 2025 gab die\nBeschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer Gelegenheit, zu der offenen Forderung\nStellung zu nehmen, was er mit Schreiben vom 9. März 2025 tat (BA 7 und 8). In\nder Folge erliess die Beschwerdegegnerin am 24. Juli 2025 eine\nSchadenersatzverfügung in der Höhe von 16'034.55 zuzüglich Zins von 5% (BA 9\nund BA 3). Die dagegen am 28. Juli 2025 erhobene Einsprache (BA 10) wies sie mit\nEinspracheentscheid vom 30. Juli 2025 ab (BA 11).\nII.\na) Mit Schreiben vom 20. August 2025 (Eingang 26. August\n2025) sowie 31. August 2025 (Eingang 2. September 2025) erhebt der\nBeschwerdeführer beim Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt Beschwerde gegen\nden Einspracheentscheid vom 30. Juli 2025. Er beantragt sinngemäss die\nAufhebung der Schadenersatzverfügung in Höhe von Fr. 16'034.55 zuzüglich Zins\nvon 5%.\nb) Die Beschwerdegegnerin schliesst mit Beschwerdeantwort\nvom 9. Oktober 2025 (Eingang 13. Oktober 2025) auf Abweisung der Beschwerde.\nc) Mit Instruktionsverfügung vom 16. Oktober 2025 wird\ndie Beschwerdegegnerin gebeten, ihre Akten zur konkursiten C____ einzureichen\nund ihre Bemühungen zur Geltendmachung des Schadenersatzes gegenüber dem\nDirektor der Konkursitin, D____, zu erläutern und dokumentieren.\nd) Mit Eingabe vom 28. Oktober 2026 reicht die\nBeschwerdegegnerin die geforderten Akten ein und teilt mit, dass sie auf die\nGeltendmachung von Schadenersatz gegenüber D____ verzichtet habe, da er in der\nEigenschaft als Direktor nicht ein haftbares Organ der Konkursitin sei.\ne) Der Beschwerdeführer reicht innert Frist keine Replik\nein.\nf) Gemäss Auskunft der zuständigen Konkursverwalterin\ndes Konkursamtes Basel-Stadt ist mit einem Abschluss des Konkursverfahrens erst\nim zweiten Semester 2026 zu rechnen (Mail des Konkursamtes Basel-Stadt vom 5.\nMärz 2026).\nIII.\nAm 12. März 2026 findet die Beratung der Sache durch die Kammer\ndes Sozialversicherungsgerichts statt.\nEntscheidungsgründe\n1.\n1.1.\nDas Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt ist\ngemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil\ndes Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Verbindung\nmit § 82 Abs. 1 des basel-städtischen Gerichtsorganisationsgesetzes vom 3. Juni\n2015 (GOG; SG 154.100) und § 1 Abs. 1 des kantonalen\nSozialversicherungsgerichtsgesetzes vom 9. Mai 2001 (SVGG; SG 154.200) in\nsachlicher Hinsicht als einzige kantonale Instanz zur Beurteilung der\nvorliegenden Beschwerde zuständig. Gemäss Art. 52 Abs. 5 des Bundesgesetzes vom\n20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10)\nist für die Beschwerden das Versicherungsgericht des Kantons zuständig, in\nwelchem der Arbeitgeber seinen Sitz hat. Nach der hierzu ergangenen\nbundesgerichtlichen Rechtsprechung ist bei Schadenersatzverfahren gegen\njuristische Personen und deren Organe die Beschwerde dort zu erheben, wo die\njuristische Person ihren Sitz hat oder im Zeitpunkt der Konkurseröffnung hatte,\nund zwar ohne Rücksicht auf den Wohnsitz der in Anspruch genommenen Organe (vgl.\nu.a. die Urteile des Bundesgerichts 9C_725/2009 vom 15. März 2010 und H 130/06\nvom 13. Februar 2007, E. 4.2. und 4.3., je mit Hinweisen). Die örtliche\nZuständigkeit des Sozialversicherungsgerichts Basel-Stadt ist somit gegeben.\n1.2.\nDie Beschwerde wurde rechtzeitig erhoben (Art. 60 ATSG) und auch die übrigen\nformellen Beschwerdevoraussetzungen sind erfüllt. Infolgedessen ist auf sie\neinzutreten.\n2.\n2.1.\nIm Folgenden ist zu prüfen, ob den Beschwerdeführer eine\nSchadenersatzpflicht für die der Beschwerdegegnerin geschuldeten Sozialversicherungsbeiträge\nin der Höhe von Fr. 16'034.55 (inkl. Kosten für das Einzugsverfahren; siehe\nKontoauszug vom 11. Mai 2021, BA 3) zuzüglich Zins von 5% trifft.\n2.2.\nUnbestritten ist vorliegend die Höhe der Forderung. Streitig ist\neinzig, ob sich der Beschwerdeführer durch die Nichtzahlung von\nSozialversicherungsbeiträgen grobfahrlässig verhalten hat.\n3.\n"}