7.4.3. Vorab ist festzuhalten, dass die Wiedererwägung der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung dient (Peter Forster, Art. 53 N 19, in: Hans-Ulrich Stauffer/Basile Cardinaux (Hrsg.), Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ATSG, Zürich 2021; vgl. E. 6.3 und E. 7.3. hiervor). Wesentlich ist somit, ob die Einstellung der Witwerrente durch die Beschwerdegegnerin zum damaligen Zeitpunkt (Juni 2019) zweifellos unrichtig war im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG. Da sich die zweifellose Unrichtigkeit aus damaliger Sicht beurteilt, d. h. die im Juni 2019 vorliegende Sach- und Rechtslage massgebend ist, als die genannten Urteile der 3. Kammer sowie der Grossen Kammer des EGMR zum Art.