{"Signatur": "BS_SVG_001", "Spider": "BS_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2024-07-03", "HTML": {"Datei": "BS_Omni/BS_SVG_001_AH-2024-1_2024-07-03.html", "URL": "/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,7000&Parametername=WEB&Schema=BS_FI_WEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=77347&W10_KEY=3230825&nTrefferzeile=42&Template=search_result_document.html", "Checksum": "2fecccd1ed6cad0ffff2b9e02feadbfa"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["AH.2024.1", "SVG.2024.155"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht 03.07.2024 AH.2024.1 (SVG.2024.155)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht 03.07.2024 AH.2024.1 (SVG.2024.155)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht 03.07.2024 AH.2024.1 (SVG.2024.155)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Zusprache einer Witwerrente gestützt auf das EGMR-Urteil vom 11. Ok-tober 2022 (Beeler gegen die Schweiz) zu Recht abgelehnt; keine Gründe für eine prozessuale Revision oder Wiedererwägung gegeben (Art. 53 ATSG) (Bundesgerichtsurteil 9C_591_2024 vom 04.12.2024)"}], "ScrapyJob": "446973/46/2147", "Zeit UTC": "11.04.2026 05:00:51", "Checksum": "37f6ad5e1f65c7d0551b2c98c0fc1654", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht 03.07.2024 AH.2024.1 (SVG.2024.155)\nRegeste:\nZusprache einer Witwerrente gestützt auf das EGMR-Urteil vom 11. Ok-tober 2022 (Beeler gegen die Schweiz) zu Recht abgelehnt; keine Gründe für eine prozessuale Revision oder Wiedererwägung gegeben (Art. 53 ATSG) (Bundesgerichtsurteil 9C_591_2024 vom 04.12.2024)\n\n|\n|\nSozialversicherungsgericht\n|\nURTEIL\nvom 3.\nJuli 2024\nMitwirkende\nDr. A. Pfleiderer (Vorsitz), Dr. med.\nF. W. Eymann, MLaw B. Fürbringer\nund\nGerichtsschreiber Dr. R. Schibli\nParteien\nA____\n[...]\nvertreten durch lic. iur. B____, Advokat,\n[...]\nBeschwerdeführer\nAusgleichskasse Arbeitgeber\nBasel\nViaduktstrasse 42, Postfach,\n4002 Basel\nBeschwerdegegnerin\nGegenstand\nAH.2024.1\nEinspracheentscheid vom 11.\nDezember 2023\nZusprache einer Witwerrente\ngestützt auf das EGMR-Urteil vom 11. Oktober 2022 (Beeler gegen die Schweiz) zu\nRecht abgelehnt; keine Gründe für eine prozessuale Revision oder Wiedererwägung\ngegeben (Art. 53 ATSG)\nTatsachen\nI.\na) Der 1960 geborene Beschwerdeführer ist Vater eines\nSohnes mit dem Jahrgang 2001 (vgl. implizit Beilage Beschwerdeantwort [AB] 2;\nSchreiben vom 21. Oktober 2022, AB 3). Die Ehefrau des Beschwerdeführers verstarb\nim Jahr 2011, woraufhin dieser von der Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 7. September\n2011 ab 1. September 2011 eine Witwerrente zugesprochen bekam (AB 1). Mit\nSchreiben vom 7. Juni 2019 teilte die Beschwerdegegnerin mit, dass sie die\nAuszahlung der Witwerrente per Ende Juni 2019 einstelle, da der Sohn des\nBeschwerdeführers am [...] 2019 18 Jahre alt werde (AB 2). Mit Schreiben vom\n21. Oktober 2022 beantragte der Beschwerdeführer bei der Beschwerdegegnerin, es\nsei die Verfügung vom 7. September 2011 (AB 1) respektive das Schreiben vom 7.\nJuni 2019 (AB 2) in Wiedererwägung zu ziehen und es sei ihm rückwirkend ab Juli\n2019 und bis auf weiteres eine monatliche Witwerrente auszurichten. Er bezog\nsich dabei auf das Urteil der Grossen Kammer des Europäischen Gerichtshofs für\nMenschenrechte (EGMR) vom 11. Oktober 2022 (Entscheid 78630/12 in Sachen Beeler\ngegen die Schweiz; vgl. AB 3, S. 2 ff.). Mit Schreiben vom 24.\nOktober 2022 bestätigte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer den Eingang\nseines Schreibens vom 21. Oktober 2022 und teilte diesem mit, sie hätte die\nMitteilungen des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) erhalten. Sobald sie\nin der Lage sei, eine Verfügung zu erlassen, würde sie dies dem\nBeschwerdeführer mitteilen (AB 4). Mit Schreiben vom 10. Januar 2023 ersuchte\nder Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin wiederum, sein Wiedererwägungsgesuch\nvom 21. Oktober 2022 (AB 3) zu prüfen (AB 5). Der Beschwerdeführer,\nmittlerweile vertreten durch lic. iur. B____, Advokat, bat die\nBeschwerdegegnerin mit Schreiben vom 31. August 2023, die Ausrichtung der\nmonatlichen Witwerrente ab Juli 2019 (spätestens ab 11. Oktober 2022) zu\nbestätigen und eine entsprechende Nachzahlung vorzunehmen. Im Falle, dass an\nder Rentenaufhebung festgehalten werden sollte, ersuche der Beschwerdeführer\ndie Beschwerdegegnerin um den Erlass einer anfechtbaren Verfügung (AB 6). Die\nBeschwerdegegnerin teilte mit Verfügung vom 27. Oktober 2023 mit, dass auf\ndas Wiedererwägungsgesuch des Beschwerdeführers vom 21. Oktober 2022 (AB 3)\nnicht eintrete und der Antrag auf Ausrichtung einer Witwerrente ab dem 1. Juli\n2019 abweise (AB 7). Die hiergegen am 28. November 2023 erhobene\nEinsprache vom 28. November 2023 (AB 8) hat die Beschwerdegegnerin mit\nEinspracheentscheid vom 11. Dezember 2023 abgewiesen (AB 9).\nb) Dagegen erhebt der Beschwerdeführer am 29. Januar\n2024 beim Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt Beschwerde und stellt folgende\nRechtsbegehren:\n1. Der Einspracheentscheid vom 11.\nDezember 2023 sowie die Verfügung vom 27. Oktober 2023 seien aufzuheben und die\nVorinstanz sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer ab Juli 2019, eventualiter\nab 1. November 2022, eine monatliche Witwerrente in der Höhe von mindestens Fr.\n1'561.00 zuzüglich 5 % Verzugszins ab jeweiliger Fälligkeit zuzusprechen.\n2. Unter o/e-Kostenfolge (zuzüglich MWST) zu Lasten der\nVorinstanz.\nc) Mit Beschwerdeantwort vom 12. Februar 2024 schliesst\ndie Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde.\nd) Die Parteien halten mit Replik vom 3. Mai 2024\nrespektive Duplik vom 21. Mai 2024 an ihren Anträgen fest.\nII.\nNachdem die Parteien auf eine mündliche Hauptverhandlung\nverzichtet hatten, findet am 3. Juli 2024 die Urteilsberatung durch die Kammer\ndes Gerichts statt.\nEntscheidungsgründe\n1.\n1.1.\nGemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober\n2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1)\nin Verbindung mit Art. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die\nAlters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) kann\ngegen Einspracheentscheide in jedem Kanton bei einem Versicherungsgericht als\neinzige Instanz Beschwerde erhoben werden. Bei Beschwerden gegen Verfügungen\nund Einspracheentscheide kantonaler Ausgleichskassen ist das\nVersicherungsgericht am Ort der Ausgleichskasse zuständig (Art. 84 AHVG). Die\nsachliche Zuständigkeit des Sozialversicherungsgerichts Basel-Stadt ergibt sich\naus Art. 57 ATSG in Verbindung mit § 82 Abs. 1 des basel-städtischen\nGerichtsorganisationsgesetzes vom 3. Juni 2015 (GOG; SG 154.100) und § 1 Abs. 1\ndes kantonalen Sozialversicherungsgerichtsgesetzes vom 9. Mai 2001 (SVGG; SG\n154.200).\n1.2.\nDa die Beschwerde rechtzeitig erhoben worden ist (Art. 60 ATSG) und\nauch die übrigen formellen Beschwerdevoraussetzungen erfüllt sind, ist darauf\neinzutreten.\n2.\n"}