{"Signatur": "BS_SVG_001", "Spider": "BS_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2023-05-11", "HTML": {"Datei": "BS_Omni/BS_SVG_001_AH-2022-10_2023-05-11.html", "URL": "/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,7000&Parametername=WEB&Schema=BS_FI_WEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=76020&W10_KEY=3230830&nTrefferzeile=7&Template=search_result_document.html", "Checksum": "3d190d86a260f15781acecd0581dc05f"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["AH.2022.10", "SVG.2023.227"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht 11.05.2023 AH.2022.10 (SVG.2023.227)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht 11.05.2023 AH.2022.10 (SVG.2023.227)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht 11.05.2023 AH.2022.10 (SVG.2023.227)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Beschwerde abgewiesen. 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Es bestehe daher Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung.\n2.3.\nStreitig und zu prüfen ist demnach, ob die Beschwerdegegnerin\ngestützt auf die Abklärungen der IV-Stelle Basel-Stadt zu Recht eine\nanspruchsbegründende Hilflosigkeit verneinte und die mit Verfügung vom 15. Mai\n2019 (IV-Akte 8) gewährte Hilflosenentschädigung wiedererwägungsweise per Ende\nJuli 2022 aufhob.\n3.\n3.1.\nGemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger mit dem\nInstitut der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder\nEinspracheentscheide zurückkommen, wenn diese nach der damaligen Sach- und\nRechtslage zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher\nBedeutung ist (BGE 140 V 77, 79 E. 3.1; BGE 138 V 324, 328 E. 3.3 mit Hinweis\nauf BGE 125 V 383, 389 E. 3; BGE 119 V 475, 480 E. 1c mit Hinweisen; Urteil des\nBundesgerichts 9C_383/2017 vom 11. Oktober 2017 E. 3.2). Die Wiedererwägung\ndient der nachträglichen Korrektur einer ursprünglich unrichtigen\nRechtsanwendung oder Sachverhaltsfeststellung durch die Verwaltung (BGE 117 V\n8, 17 E. 2c; Urteil des Bundesgerichts 9C_396/2012 vom 30. Oktober 2012 E.\n2.1). Die Wiedererwägung ist jederzeit möglich (vgl. Art. 53 Abs. 3 ATSG;\nUrteil des Bundesgerichts 8C_778/2012 vom 27. Mai 2013 E. 3.3.1; Urteil des\nBundesgerichts 9C_342/208 vom 20. November 2008 E. 5.1). Zweifellose\nUnrichtigkeit meint, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg\nbestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss\ndenkbar ist (BGE 138 V 324, 328 E. 3.3 mit Hinweisen auf die Urteile des\nBundesgerichts 9C_418/2010 vom 29. August 2011 E. 3.2 und 9C_575/2007 vom 18.\nOktober 2007 E. 2.2, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2016\nvom 24. März 2017 E. 4.1). Das Erfordernis ist in der Regel erfüllt, wenn eine\nLeistungszusprache unvertretbar ist, weil sie aufgrund falscher oder\nunzutreffend verstandener Rechtsregeln erfolgt ist oder weil massgebliche\nBestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden (BGE 144 I 103, 106 E. 2.2;\nBGE 138 V 324, 328 E. 3.3). Zweifellos unrichtig ist die Verfügung auch, wenn\nihr ein unhaltbarer Sachverhalt zugrunde gelegt wurde, insbesondere wenn eine\nklare Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes zu einem unvollständigen\nSachverhalt führte (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; BGE 148 V 195, 202 E. 5.3; Urteil\ndes Bundesgerichts 8C_780/2016 vom 24. März 2017 E. 4.1; Urteil des\nBundesgerichts 8C_779/2014 vom 6. Mai 2015 E. 4.3). Die erhebliche Bedeutung\nder Korrektur ist bei periodischen Leistungen in der Regel zu bejahen (Urteil\ndes Bundesgerichts 8C_18/2017 vom 4. Mai 2017 E. 3.2).\n3.2.\nSind die Voraussetzungen der Wiedererwägung erfüllt, gilt es, mit\nWirkung ex nunc et pro futuro einen rechtskonformen Zustand herzustellen (Art.\n85 Abs. 2, Art. 88bis Abs. 2 der Verordnung über die\nInvalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]). Die Anspruchsberechtigung\nund der Umfang des Anspruchs sind diesfalls auf der Grundlage eines richtig und\nvollständig festgestellten Sachverhalts im Zeitpunkt der Verfügung (oder des\nEinspracheentscheides) pro futuro zu prüfen (BGE 144 I 103, 108 E. 4.4.1;\nUrteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.2; Urteil des\nBundesgerichts 9C_173/2015 vom 29. Juni 2015 E. 2.2).\n4.\n4.1.\nGemäss Art. 43bis Abs. 1 AHVG haben Bezüger und\nBezügerinnen von Altersrenten oder Ergänzungsleistungen mit Wohnsitz und\ngewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz, die in schwerem,\nmittlerem oder leichtem Grad hilflos (Art. 9 ATSG) sind, Anspruch auf eine\nHilflosenentschädigung. Der Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung entsteht\nam ersten Tag des Monats, in dem sämtliche Voraussetzungen erfüllt sind und die\nHilflosigkeit schweren, mittleren oder leichten Grades während mindestens eines\nJahres bestanden hat. Er erlischt am Ende des Monats, in dem die\nVoraussetzungen nach Abs. 1 nicht mehr gegeben sind (Art. 43bis Abs.\n2 AHVG). Für die Bemessung der Hilflosigkeit sind die Bestimmungen des IVG\nsinngemäss anwendbar (Art. 43bis Abs. 5 AHVG). Im Rahmen seiner ihm\ndurch Art. 43bis Abs. 5 Satz 3 AHVG verliehenen Kompetenz hielt der\nBundesrat in Art. 66bis Abs. 1 der Verordnung über die Alters- und\nHinterlassenenversicherung vom 31. Oktober 1947 (AHVV; SR 831.101) fest, für\ndie Bemessung der Hilflosigkeit seien Art. 37 Abs. 1 und 2 lit. a und b sowie\nAbs. 3 lit. a bis d IVV sinngemäss anwendbar. Damit schloss er das Kriterium\nder lebenspraktischen Begleitung für die Hilflosenentschädigung der AHV aus\n(BGE 133 V 569, 573 E. 5.4).\n"}