{"Signatur": "BS_SVG_001", "Spider": "BS_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2023-05-11", "HTML": {"Datei": "BS_Omni/BS_SVG_001_AH-2022-10_2023-05-11.html", "URL": "/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,7000&Parametername=WEB&Schema=BS_FI_WEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=76020&W10_KEY=3230830&nTrefferzeile=7&Template=search_result_document.html", "Checksum": "3d190d86a260f15781acecd0581dc05f"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["AH.2022.10", "SVG.2023.227"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht 11.05.2023 AH.2022.10 (SVG.2023.227)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht 11.05.2023 AH.2022.10 (SVG.2023.227)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht 11.05.2023 AH.2022.10 (SVG.2023.227)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Beschwerde abgewiesen. 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März 2019 (IV-Akte 1) die Ausrichtung einer Hilflosenentschädigung der\nAlters- und Hinterlassenenversicherung (AHV). Gestützt auf die Angaben im Gesuchsformular\nund den Bericht des behandelnden Arztes Prof. Dr. med. C____, Facharzt für\nInnere Medizin, FMH, (Bericht vom 21. April 2019, IV-Akte 3) sprach ihr die\nBeschwerdegegnerin mit Verfügung vom 15. Mai 2019 (IV-Akte 8) ab dem 1. März\n2018 eine Hilflosenentschädigung wegen einer Hilflosigkeit leichten Grades zu.\nb)\nIm Rahmen eines im März 2022 eingeleiteten Revisionsverfahrens klärte\ndie IV-Stelle Basel-Stadt für die Beschwerdegegnerin die Hilflosigkeit der\nBeschwerdeführerin ab. Namentlich liess ihr die IV-Stelle einen Fragebogen zukommen\n(vgl. Fragebogen vom 11. April 2022, IV-Akten 19 und 24), holte einen\nArztbericht des behandelnden Arztes ein (Bericht vom 23. April 2022, IV-Akte 23,\nD. 1) und führte eine telefonische Abklärung mit der Tochter der Beschwerdeführerin\ndurch (Abklärungsbericht vom 27. Mai 2022, IV-Akte 26). Gestützt auf die\nAbklärungsergebnisse der IV-Stelle hob die Beschwerdegegnerin die\nHilflosenentschädigung mit Verfügung vom 7. Juni 2022 (IV-Akte 27) per Ende\nJuli 2022 wiedererwägungsweise auf. Dagegen erhob die Beschwerdeführerin,\nvertreten durch ihre Tochter B____, am 19. Juni 2022 Einsprache (IV-Akte 30).\nc)\nAuf der Grundlage einer weiteren Abklärung der Hilflosigkeit am Wohnort\nder Beschwerdeführerin vom 8. November 2022 (vgl. Abklärungsbericht vom 9.\nNovember 2022, IV-Akte 34) hielt die Beschwerdegegnerin mit Einspracheentscheid\nvom 2. Dezember 2022 (IV-Akte 36) an der Verfügung vom 7. Juni 2022 (IV-Akte\n27) fest.\nII.\na)\nMit Beschwerde vom 27. Dezember 2022 beantragt die Beschwerdeführerin\n(vertreten durch ihre Tochter B____) sinngemäss die Aufhebung des\nEinspracheentscheids vom 2. Dezember 2022 und die Zusprache einer Hilflosenentschädigung\naufgrund einer mindestens mittelschweren Hilflosigkeit.\nb)\nMit Beschwerdeantwort vom 7. Februar 2023 schliesst die\nBeschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde.\nc)\nMit Replik vom 17. Februar 2023, Duplik vom 13. März 2023 und\nStellungnahme vom 23. März 2023 halten die Parteien an ihren eingangs\ngestellten Begehren fest.\nIII.\nDa innert der angesetzten\nFrist keine der Parteien die Durchführung einer mündlichen Parteiverhandlung\nbeantragte, findet am 11. Mai 2023 die Urteilsberatung vor der Kammer des\nSozialversicherungsgerichts Basel-Stadt statt.\nEntscheidungsgründe\n1.\n1.1.\nDas Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt ist gemäss Art. 57 des\nBundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6.\nOktober 2000 (ATSG; SR 830.1) in Verbindung mit § 82 Abs. 1 des\nbasel-städtischen Gerichtsorganisationsgesetzes vom 3. Juni 2015 (GOG; SG\n154.100) und § 1 Abs. 1 des kantonalen Sozialversicherungsgerichtsgesetzes vom\n9. Mai 2001 (SVGG; SG 154.200) in sachlicher Hinsicht als einzige kantonale\nInstanz zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Die örtliche\nZuständigkeit ergibt sich aus Art. 84 des Bundesgesetzes über die Alters- und\nHinterlassenenversicherung vom 20. Dezember 1946 (AHVG; SR 831.10).\n1.2.\nDa auch die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf\ndie rechtzeitig erhobene Beschwerde einzutreten.\n1.3.\nAm 1. Januar 2022 ist das revidierte Bundesgesetz über die\nInvalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten\n(Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705, BBl\n2017 2535). Weil in zeitlicher Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher\nRegelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der\nErfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden\nTatbestandes Geltung haben (BGE 144 V 210, 213 E. 4.3.1; BGE 132 V 215, 220 E.\n3.1.1; BGE 131 V 9, 11 E. 1), sind die Leistungsansprüche für die Zeit bis zum\n31. Dezember 2021 nach der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den Normen\nab 1. Januar 2022 zu prüfen (BGE 130 V 445, 447 E. 1.2.2). Nach der\nRechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer\nStreitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen\nVerfügung eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 144 V 210, 213 E. 4.3.1; BGE 129 V\n354, 356 E. 1; BGE 129 V 1, 4 E. 1.2). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither\nverändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen\nVerwaltungsverfügung sein (BGE 144 V 210, 213 E. 4.3.2).\n2.\n2.1.\nDie Beschwerdegegnerin macht im Wesentlichen geltend, die\nAbklärungen der IV-Stelle Basel-Stadt hätten ergeben, dass die Beschwerdeführerin\nseit dem 1. März 2018 in einer der sechs alltäglichen Lebensverrichtungen\n– der Fortbewegung – regelmässig und in erheblicher Weise auf die Hilfe von\nDrittpersonen angewiesen sei. Es bestehe daher offenkundig kein Anspruch auf eine\nHilflosenentschädigung. Die ursprüngliche Gewährung der Hilflosenentschädigung (Verfügung\nvom 15. Mai 2019, IV-Akte 8) sei zweifellos unrichtig gewesen und müsse ex nunc\net pro futuro aufgehoben werden (vgl. Einspracheentscheid, IV-Akte 36;\nBeschwerdeantwort; Duplik).\n"}