{"Signatur": "BS_SVG_001", "Spider": "BS_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2023-02-16", "HTML": {"Datei": "BS_Omni/BS_SVG_001_AH-2021-7_2023-02-16.html", "URL": "/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,7000&Parametername=WEB&Schema=BS_FI_WEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=76061&W10_KEY=3230831&nTrefferzeile=1&Template=search_result_document.html", "Checksum": "33d3b38cbfa4a93e51bb17d06051ef86"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["AH.2021.7", "SVG.2023.236"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht 16.02.2023 AH.2021.7 (SVG.2023.236)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht 16.02.2023 AH.2021.7 (SVG.2023.236)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht 16.02.2023 AH.2021.7 (SVG.2023.236)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Zusprache einer AHV-Witwerrente gestützt auf EGMR-Urteil vom 11. 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Gmür\nParteien\nA____\nvertreten durch B____\nBeschwerdeführer\nAusgleichskasse Arbeitgeber\nBasel\nViaduktstrasse 42, Postfach,\n4002 Basel\nBeschwerdegegnerin\nGegenstand\nAH.2021.7\nEinspracheentscheid vom 22. Juli\n2021\nZusprache einer AHV-Witwerrente\ngestützt auf EGMR-Urteil vom 11. Oktober 2022; Anwendung der diesbezüglichen\nÜbergangsregelung des BSV auf eine Rentenverweigerungsverfügung.\nI.\nDer 1960 geborene Beschwerdeführer ist Vater von vier Kindern\nmit Jahrgängen 1990, 1991, 1993 und 2000 (vgl. Auszug aus dem Datenmarkt vom\n17. November 2021). Nachdem die Ehepartnerin des Beschwerdeführers im März 2020\nverstorben war, meldete er sich am 7. Dezember 2020 zum Bezug einer Witwerrente\nan (Beschwerdeantwortbeilage [BA] 2). Mit Verfügung vom 26. Mai 2021 lehnte die\nBeschwerdegegnerin einen Anspruch auf eine Witwerrente ab. Zur Begründung\nführte sie an, das (jüngste) Kind habe das 18. Altersjahr vollendet, weshalb\ndie Voraussetzungen für eine Witwerrente nicht erfüllt seien (BA 3). Dagegen\nerhob der Beschwerdeführer am 18. Juni 2021 unter Hinweis auf das Urteil der 3.\nKammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) 78630/12 Beeler\ngegen Schweiz vom 20. Oktober 2020 Einsprache, da eine Ungleichbehandlung\nvon Witwen und Witwer in Bezug auf den Anspruch auf eine Hinterlassenenrente\neine Verletzung von Art. 14 in Verbindung mit Art. 8 der Konvention zum Schutze\nder Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) darstelle. Bis zum Vorliegen\nneuer gesetzlicher Bestimmung zur Hinterlassenenrente sei das Einspracheverfahren\nzu sistieren (BA 4). Mit Einspracheentscheid vom 22. Juli 2021 hielt die\nBeschwerdegegnerin an der Ablehnung des Anspruchs auf eine Witwerrente fest und\nwies das Sistierungsgesuch des Beschwerdeführers ab (BA 5).\nII.\nDagegen erhebt der Beschwerdeführer am 27. August 2021\nBeschwerde beim Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt. Darin beantragt er, die\nBeschwerdegegnerin sei zu verurteilen, dem Beschwerdeführer eine Witwerrente\nauch in der Zeit ab April 2020 auszuzahlen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht\nersucht der Beschwerdeführer um Sistierung des Verfahrens bis zur Rechtskraft\ndes Urteils der 3. Kammer des EGMR 78630/12 Beeler gegen Schweiz vom 20.\nOktober 2020 oder bis zum Vorliegen des Urteils der Grossen Kammer des EGMR.\nIn Nachachtung der instruktionsrichterlichen Verfügung vom 30.\nAugust 2021 nimmt die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 22. September 2021 zum\nSistierungsantrag des Beschwerdeführers Stellung.\nMit Beschwerdebegründung vom 19. Oktober 2021 hält der\nBeschwerdeführer an den gestellten Rechtsbegehren fest.\nMit Beschwerdeantwort vom 16. November 2021 schliesst die\nBeschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde.\nMit Verfügung vom 16. Dezember 2021 sistiert die\nInstruktionsrichterin das Verfahren vorerst bis 30. November 2022.\nMit Eingabe vom 17. November 2022 beantragt der\nBeschwerdeführer die Aufhebung der Sistierung des Verfahrens und hält an den in\nder Beschwerde gestellten Rechtsbegehren fest.\nMit Eingabe vom 9. Dezember 2022 nimmt die Beschwerdegegnerin\nzur vorerwähnten Eingabe des Beschwerdeführers Stellung und hält an der\nAbweisung der Beschwerde fest.\nMit Verfügung vom 23. Dezember 2022 hebt die\nInstruktionsrichterin die Sistierung des Verfahrens auf.\nIn Nachachtung der instruktionsrichterlichen Verfügung vom 23.\nDezember 2022 lässt sich der Beschwerdeführer zur Eingabe der\nBeschwerdegegnerin vom 9. Dezember 2022 vernehmen. Die Eingabe des\nBeschwerdeführers vom 29. Dezember 2022 wird der Beschwerdegegnerin zur\nKenntnisnahme zugestellt (instruktionsrichterliche Verfügung vom 10. Januar\n2023).\nIII.\nNachdem die Parteien auf eine mündliche Hauptverhandlung\nverzichtet hatten, findet am 16. Februar 2023 die Urteilsberatung durch die\nKammer des Gerichts statt.\nEntscheidungsgründe\n1.\n1.1.\nGemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober\n2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1)\nin Verbindung mit Art. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die\nAlters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) kann\ngegen Einspracheentscheide in jedem Kanton bei einem Versicherungsgericht als\neinzige Instanz Beschwerde erhoben werden. Bei Beschwerden gegen Verfügungen\nund Einspracheentscheide kantonaler Ausgleichskassen ist das\nVersicherungsgericht am Ort der Ausgleichskasse zuständig (Art. 84 AHVG). Die\nsachliche Zuständigkeit des Sozialversicherungsgerichts Basel-Stadt ergibt sich\naus Art. 57 ATSG in Verbindung mit § 82 Abs. 1 des basel-städtischen\nGerichtsorganisationsgesetzes vom 3. Juni 2015 (GOG; SG 154.100) und § 1 Abs. 1\ndes kantonalen Sozialversicherungsgerichtsgesetzes vom 9. Mai 2001 (SVGG; SG\n154.200).\n1.2.\nDa die Beschwerde rechtzeitig erhoben worden ist (Art. 60 ATSG) und\nauch die übrigen formellen Beschwerdevoraussetzungen erfüllt sind, ist darauf\neinzutreten.\n2.\n"}