{"Signatur": "BS_SVG_001", "Spider": "BS_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2021-11-30", "HTML": {"Datei": "BS_Omni/BS_SVG_001_AH-2021-6_2021-11-30.html", "URL": "/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,7000&Parametername=WEB&Schema=BS_FI_WEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=72807&W10_KEY=3230838&nTrefferzeile=21&Template=search_result_document.html", "Checksum": "17604533d3aca7f5c16b3b3e8f3f99eb"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["AH.2021.6", "SVG.2022.49"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht 30.11.2021 AH.2021.6 (SVG.2022.49)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht 30.11.2021 AH.2021.6 (SVG.2022.49)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht 30.11.2021 AH.2021.6 (SVG.2022.49)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Einspracheentscheid vom 21. 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Der Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung\nentsteht am ersten Tag des Monats, in dem sämtliche Voraussetzungen erfüllt\nsind und die Hilflosigkeit schweren, mittleren oder leichten Grades während\nmindestens eines Jahres bestanden hat. Er erlischt am Ende des Monats, in dem\ndie Voraussetzungen nach Abs. 1 nicht mehr gegeben sind (Art. 43bis\nAbs. 2 AHVG).\nFür die Bemessung der Hilflosigkeit sind die Bestimmungen des\nBundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG;\nSR 831.20) sinngemäss anwendbar. Die Bemessung der Hilflosigkeit zuhanden\nder Ausgleichskassen obliegt den Invalidenversicherungs-Stellen (Art. 43bis\nAbs. 5 AHVG). Im Rahmen seiner ihm durch Art. 43bis Abs. 5\nSatz 3 AHVG verliehenen Kompetenz, hielt der Bundesrat in Art. 66bis\nAbs. 1 der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und\nHinterlassenenversicherung (AHVV; SR 831.101) konkret fest, für die\nBemessung der Hilflosigkeit seien Art. 37 Abs. 1 und 2 lit. a\nund b sowie Abs. 3 lit. a bis d der Verordnung vom 17. Januar\n1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) sinngemäss\nanwendbar. Damit schloss er das Kriterium der lebenspraktischen Begleitung –\nanders als bei der IV – aus (vgl. dazu Ueli\nKieser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AHVG, 4. Auflage, Zürich\n2020, Art. 43bis AHVG, N 3 und 16, Felix Frey/Hans-Jakob Mosimann/Susanne Bollinger, AHVG/IVG\nKommentar, Zürich 2018, Art. 43bis AHVG, N 3, sowie BGE 133\nV 569).\n3.2.\nHilflos im Sinne von Art. 9 ATSG\nist, wer wegen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche\nLebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder persönlicher Überwachung\nbedarf.\nEine schwere Hilflosigkeit liegt vor, wenn die betroffene Person\nvollständig hilflos ist, also in allen alltäglichen Lebensverrichtungen\nregelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und\nüberdies der dauernden Pflege und Überwachung bedarf (Art. 66bis\nAbs. 1 AHVV i.V.m. Art. 37 Abs. 1 IVV) oder wenn die betroffene\nPerson taubblind oder taub und zugleich hochgradig sehschwach ist (vgl. auch\nKreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit [KSIH], gültig ab dem\n1. Januar 2015, Stand 1. Januar 2021, N 8056; Download unter\nhttps://sozialversicherungen.admin.ch/de/d/6415/download; zuletzt eingesehen am\n14. Januar 2022).\nEine Hilflosigkeit gilt nach Art. 66bis\nAbs. 1 AHVV i.V.m. Art. 37 Abs. 2 IVV als mittelschwer, wenn die\nversicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln in den meisten alltäglichen\nLebensverrichtungen (rechtsprechungsgemäss bedeutet dies, dass mindestens vier\nalltägliche Lebensverrichtungen betroffen sein müssen; vgl. BGE 121 V 88, 90\nE. 3b, BGE 107 V 154, 151 f. E. 2, sowie Felix Frey/Hans-Jakob Mosimann/Susanne Bollinger, Art. 42ter,\nN 5) regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist\n(lit. a), in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig\nin erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer\ndauernden persönlichen Überwachung bedarf (lit. b).\nEine Hilflosigkeit leichten Grades im Sinne von Art. 66bis\nAbs. 1 AHVV i.V.m. Art. 37 Abs. 3 IVV liegt schliesslich vor,\nwenn eine versicherte Person in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen\nregelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist\n(lit. a), einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf (lit. b),\neiner durch das Gebrechen bedingten ständigen und besonders aufwendigen Pflege\nbedarf (lit. c), wegen einer schweren Sinnesschädigung oder eines schweren\nkörperlichen Gebrechens nur dank regelmässiger und erheblicher Dienstleistungen\nDritter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann (lit. d).\nDie Hilfe ist erst dann regelmässig, wenn sie die versicherte\nPerson täglich oder eventuell (nicht voraussehbar) täglich benötigt.\nGelegentliche Zwischenfälle der Hilfsbedürftigkeit führen nicht zur Annahme\neiner Notwendigkeit regelmässiger Dritthilfe (Urteile des Bundesgerichts\n9C_54/2020 vom 20. Mai 2020 E. 6.2., 9C_533/2019 vom 11. Dezember\n2019 E. 3.2.3., 9C_562/2016 vom 13. Januar 2017 E. 5.3., vgl.\nauch KSIH N 8025). Erheblich ist die Hilfe, wenn die versicherte Person\nmindestens eine Teilfunktion einer einzelnen Lebensverrichtung nicht mehr, nur\nmit unzumutbarem Aufwand oder nur auf unübliche Art und Weise selbst ausüben\nkann oder wegen ihres psychischen Zustandes ohne besondere Aufforderung nicht\nvornehmen kann, oder wenn sie mindestens eine Teilfunktion einer einzelnen\nLebensverrichtung nicht erfüllen kann, weil sie für sie keinen Sinn hat (vgl. Urteile\ndes Bundesgerichts 8C_533/2019 vom 11. Dezember 2019 E. 3.2.3.,\n9C_560/201 vom 27. Oktober 2017 E. 4.3. und 9C_908/2015 vom\n10. August 2016 E. 5.1.2. sowie KSIH, N 8026).\n"}