{"Signatur": "BS_SVG_001", "Spider": "BS_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2022-09-13", "HTML": {"Datei": "BS_Omni/BS_SVG_001_AH-2021-11_2022-09-13.html", "URL": "/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,7000&Parametername=WEB&Schema=BS_FI_WEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=74375&W10_KEY=3230833&nTrefferzeile=15&Template=search_result_document.html", "Checksum": "55412d51bf7139a8f27efb6f33048735"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["AH.2021.11", "SVG.2022.259"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht 13.09.2022 AH.2021.11 (SVG.2022.259)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht 13.09.2022 AH.2021.11 (SVG.2022.259)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht 13.09.2022 AH.2021.11 (SVG.2022.259)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "AHVG (Bundesgerichtsurteil 9C_88/2023 vom 13.03.2024)"}], "ScrapyJob": "446973/46/2147", "Zeit UTC": "11.04.2026 05:03:13", "Checksum": "31a7381f53e58c0117a10ddba35d8a25", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht 13.09.2022 AH.2021.11 (SVG.2022.259)\nRegeste:\nAHVG (Bundesgerichtsurteil 9C_88/2023 vom 13.03.2024)\n\n|\n|\nSozialversicherungsgericht\n|\nURTEIL\nvom 13.\nSeptember 2022\nMitwirkende\nDr. G. Thomi (Vorsitz), C. Müller,\nDr. med. R. von Aarburg\nund\nGerichtsschreiberin Dr. K. Zimmermann\nParteien\nA____\n[...]\nvertreten durch Dr. B____, [...]\nBeschwerdeführer\nC____\n[...]\nBeschwerdegegnerin\nGegenstand\nAH.2021.11\nEinspracheentscheid vom 28.\nOktober 2021\nTatsachen\nI.\nDie D____ AG in Liquidation (früher: E____ AG) wurde am 17.\nJanuar 2012 von F____ gegründet (Handelsregisterauszug,\nBeschwerdeantwortbeilage/AB 1). F____ war (bzw. ist) Hauptaktionär, ständiges\nVerwaltungsratsmitglied mit Einzelunterschrift und seit dem 6. Februar 2015\nVerwaltungsratspräsident der Gesellschaft. Der Beschwerdeführer war zuvor vom\n7. Februar 2014 bis zum 5. Februar 2015 Verwaltungsratspräsident und danach bis\nzum 25. Mai 2018 Mitglied des Verwaltungsrates mit Einzelunterschrift. Daneben\nwaren G____ und Prof. H____ vom 6. Februar 2015 bis zum 12. Oktober 2016 resp.\n1. Februar 2018 Mitglieder des Verwaltungsrates mit Kollektivunterschrift (vgl.\na.a.O.).\nDie Gesellschaft bezweckte unter anderem die Erbringung von (publizistischen)\nDienstleistungen im Bereich der elektronischen und Printmedien sowie im\nInternet und in neuen Medien (vgl. a.a.O.). Hierfür betrieb die Gesellschaft\ndas lokale News- und Service-Portal www.[...].ch für Basel und die Region. Sie\nwar ab 1. Januar 2017 bei der Beschwerdegegnerin als beitragspflichtige\nArbeitgeberin angeschlossen.\nMit Gesuch vom 29. Juni 2018 beantragte F____ beim Zivilgericht\nBasel-Stadt die provisorische Nachlassstundung. Diese wurde mit Entscheid vom\n12. Juli 2018 für die Dauer von zwei Monaten bewilligt und als provisorischer\nSachwalter MLawI____, Advokat, eingesetzt. In der Folge wurde die provisorische\nNachlassstundung mit Entscheid vom 12. September 2018 bis zum 7. November 2018\nverlängert. Schliesslich wurde über die D____ AG am 6. November 2018 der\nKonkurs eröffnet (vgl. a.a.O.).\nDie Beschwerdegegnerin hat im Konkurs der D____ AG Forderungen\nvon insgesamt CHF 103'073.15 zur Kollokation eingegeben. Diese Forderungen wurden\nam 12. Februar 2021 kolloziert, wobei das Konkursamt gleichzeitig\nmitteilte, dass sie ungedeckt bleiben werden (AB 4). Daraufhin gab die\nBeschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit Brief vom 19. März 2021\nGelegenheit, Stellung zu nehmen (AB 6). Dieser äusserte sich mit Schreiben 15.\nJuni 2021 ausführlich (AB 7).\nMit Schadenersatzverfügung vom 5. August 2021 verpflichtete die\nJ____ den Beschwerdeführer unter solidarischer Haftbarkeit von F____ zur\nBezahlung von Schadenersatz für bis zum 10. April 2018 unbezahlt gebliebene\nSozialversicherungsbeiträge in der Höhe von CHF 86‘107.40 (AB 8). Der\nBeschwerdeführer erhob hiergegen am 13. September 2021 anwaltlich vertreten\nEinsprache und beantragte, es sei die auf ihn lautende Schadenersatzverfügung\naufzuheben. Eventualiter seien die Ausstände der K____ neu zu berechnen und um\ndie Beiträge auf die rein fiktiven Löhne von F____ und dessen Ehefrau L____ zu\nreduzieren (AB 9). Mit Einspracheentscheid vom 28. Oktober 2021 wies die Beschwerdegegnerin\ndie Einsprache ab.\nII.\nMit Beschwerde vom 29.\nNovember 2021 werden beim Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt folgende\nRechtsbegehren gestellt:\n1.\nEs sei der\nEinspracheentscheid der C____ vom 28. Oktober 2021 im Verfahren betreffend\nSchadenersatz in Sachen Konkurs D____ AG (Fall Nr. 1’857'979/137.02)\naufzuheben.\n2.\nEs sei demzufolge\ndie Verfügung der C____ vom 5. August 2021 im Verfahren betreffend\nSchadenersatz in Sachen Konkurs D____ AG (Fall Nr. 1'857'979/137.02)\naufzuheben.\n3.\nEventualiter\nseien die Ausstände der C____ neu zu berechnen und um die Beiträge auf dem rein\nfiktiven Lohn von F____ und dessen Ehefrau L____ zu reduzieren.\n4.\nUnter\no/e-Kostenfolge, inkl. Auslagen und MwSt., zulasten der C____ bzw. des Staates.\nDabei werden folgende Verfahrensanträge gestellt:\n1.\nEs sei eine\nmündliche Hauptverhandlung durchzuführen.\n2.\nEs seien die\nAkten der AHV-C____ im vorliegenden Verfahren Nr. 1'857'979/137.02 gerichtlich\nbeizuziehen.\n3.\nEs sei dem Beschwerdeführer\nnach Beizug der AHV-Akten Einsicht in diese zu gewähren und es sei dem\nBeschwerdeführer die Möglichkeit einzuräumen, nach Einsicht in die AHV-Akten\neine ergänzende Stellungnahme einzureichen.\nDie Beschwerdegegnerin schliesst mit Beschwerdeantwort vom 4.\nJanuar 2022 auf Abweisung der Beschwerde.\nDer Beschwerdeführer hält mit Replik vom 21. Februar 2022 an\nden gestellten Rechtsbegehren fest.\nMit Instruktionsverfügung vom 23. Februar 2022 wird die\nBeschwerdegegnerin aufgefordert, sämtliche Abzahlungsvereinbarungen zwischen\nihr und der D____ AG zu edieren. Die Beschwerdegegnerin reicht die fehlenden\nUnterlagen mit Eingabe vom 3. März 2022 ein (Gerichtsakte 10).\nMit Eingabe vom 1. April 2022 nimmt der Beschwerdeführer zu den\nneuen Unterlagen Stellung. An seinen gestellten Rechtsbegehren hält er\nweiterhin fest.\nIII.\nAm 13. April 2022 findet die Hauptverhandlung der Kammer des\nSozialversicherungsgerichts statt. Der als Zeuge vorgeladene F____ reicht am\nTag der Hauptverhandlung über seinen Rechtsvertreter am Schalter ein\nArztzeugnis vom 12. September 2022 ein, wonach er aus medizinischen Gründen\nnicht vernehmungsfähig ist (Gerichtsakte 14). Der Beschwerdeführer wird befragt\nund die Vertreter gelangen zum Vortrag. Für alle Ausführungen wird auf das\nVerhandlungsprotokoll und die nachstehenden Entscheidungsgründe verwiesen.\nEntscheidungsgründe\n1.\n"}