{"Signatur": "BS_SVG_001", "Spider": "BS_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2022-09-13", "HTML": {"Datei": "BS_Omni/BS_SVG_001_AH-2021-10_2022-09-13.html", "URL": "/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,7000&Parametername=WEB&Schema=BS_FI_WEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=74374&W10_KEY=3230833&nTrefferzeile=16&Template=search_result_document.html", "Checksum": "0220c8574b4a1a6a489471ff66f3deae"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["AH.2021.10", "SVG.2022.258"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht 13.09.2022 AH.2021.10 (SVG.2022.258)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht 13.09.2022 AH.2021.10 (SVG.2022.258)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht 13.09.2022 AH.2021.10 (SVG.2022.258)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "AHVG (Bundesgerichtsurteil 9C_112/2023 vom 13.03.2024)"}], "ScrapyJob": "446973/46/2147", "Zeit UTC": "11.04.2026 05:03:13", "Checksum": "08c69f4e8f57983bf4c3627b49974e01", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht 13.09.2022 AH.2021.10 (SVG.2022.258)\nRegeste:\nAHVG (Bundesgerichtsurteil 9C_112/2023 vom 13.03.2024)\n\n|\n|\nSozialversicherungsgericht\n|\nURTEIL\nvom 13.\nSeptember 2022\nMitwirkende\nDr. G. Thomi (Vorsitz), C. Müller,\nDr. med. R. von Aarburg\nund\nGerichtsschreiberin Dr. K. Zimmermann\nParteien\nA____\n[...]\nvertreten durch lic. iur. B____, [...]\nBeschwerdeführer\nC____\n[...]\nBeschwerdegegnerin\nGegenstand\nAH.2021.10\nVerfügung vom 28. Oktober 2021\nTatsachen\nI.\nDie D____ AG in Liquidation (früher: E____ AG) wurde am 17.\nJanuar 2012 vom Beschwerdeführer gegründet (Handelsregisterauszug,\nBeschwerdeantwortbeilage/AB 1). Dieser war (bzw. ist) Hauptaktionär, ständiges\nVerwaltungsratsmitglied mit Einzelunterschrift sowie seit dem 6. Februar 2015\nVerwaltungsratspräsident der Gesellschaft. F____ war zuvor vom 7. Februar 2014\nbis zum 5. Februar 2015 Verwaltungsratspräsident und danach bis zum 25. Mai\n2018 Mitglied des Verwaltungsrates mit Einzelunterschrift. Daneben waren G____ und\nProf. H____ vom 6. Februar 2015 bis zum 12. Oktober 2016 resp. 1. Februar 2018\nMitglieder des Verwaltungsrates mit Kollektivunterschrift (vgl. a.a.O.). Ab Ende\nMai 2018 war der Beschwerdeführer einziger Verwaltungsrat der D____ AG.\nDie Gesellschaft bezweckte unter anderem die Erbringung von\n(publizistischen) Dienstleistungen im Bereich der elektronischen und\nPrintmedien sowie im Internet und in neuen Medien (vgl. a.a.O.). Hierfür\nbetrieb die Gesellschaft das lokale News- und Service-Portal www.[...].ch für\nBasel und die Region. Sie war ab 1. Januar 2017 bei der Beschwerdegegnerin als\nbeitragspflichtige Arbeitgeberin angeschlossen.\nMit Gesuch vom 29. Juni 2018 beantragte der Beschwerdeführer beim\nZivilgericht Basel-Stadt die provisorische Nachlassstundung. Diese wurde mit\nEntscheid vom 12. Juli 2018 für die Dauer von zwei Monaten bewilligt und als\nprovisorischer Sachwalter MLawI____, Advokat, eingesetzt. In der Folge wurde\ndie provisorische Nachlassstundung mit Entscheid vom 12. September 2018 bis zum\n7. November 2018 verlängert. Schliesslich wurde über die D____ AG am 6. November\n2018 der Konkurs eröffnet (vgl. a.a.O.).\nDie Beschwerdegegnerin hat im Konkurs der Firma D____ AG\nForderungen von insgesamt CHF 103'073.15 zur Kollokation eingegeben. Diese\nwurde am 15. Februar 2021 kolloziert, wobei das Konkursamt gleichzeitig mitteilte,\ndass diese Forderungen ungedeckt bleiben werden (AB 4). Daraufhin gab die\nBeschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit Brief vom 17. März 2021\nGelegenheit, zur offenen Forderung Stellung zu nehmen (AB 6). Dieser nahm mit\nSchreiben 18. Juni 2021 ausführlich Stellung (AB 7).\nMit Schadenersatzverfügung vom 5. August 2021 verpflichtete die\nAusgleichskasse den Beschwerdeführer einen Betrag von CHF 101'639.75 als\nSchadenersatz aus dem Konkurs der D____ AG zu bezahlen. Solidarisch haftbar bis\nzu einem Betrag von CHF 86'107.40 wurde F____ erklärt (AB 8). Der Beschwerdeführer\nerhob hiergegen am 14. September 2021 anwaltlich vertreten Einsprache (AB 9)\nund beantragte, es sei die auf ihn lautende Schadenersatzverfügung aufzuheben.\nMit Einspracheentscheid vom 28. Oktober 2021 wies die Beschwerdegegnerin die\nEinsprache ab (AB 10).\nII.\nMit Beschwerde vom 29. November 2021 werden beim\nSozialversicherungsgericht Basel-Stadt folgende Rechtsbegehren gestellt:\n1.\nDer\nEinspracheentscheid vom 28. Oktober 2021 und entsprechend auch die\nSchadenersatzverfügung vom 5. August 2021 in Sachen „Konkurs D____ AG; A____“\nseien vollumfänglich aufzuheben.\n2.\nUnter\no/e-Kostenfolge zu Lasten der verfügenden Kasse.\nDie Beschwerdegegnerin beantragt mit Beschwerdeantwort vom 29.\nDezember 2021 die Abweisung der Beschwerde.\nWeiter teilt die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 4. Januar\n2022 mit, dass sie auf die Durchführung einer mündlichen Parteiverhandlung\nverzichte.\nDer Beschwerdeführer hält mit Replik vom 16. März 2022 an den\ngestellten Rechtsbegehren vollumfänglich fest.\nIII.\nNachdem keine der Parteien die Durchführung einer mündlichen\nParteiverhandlung verlangte, findet am 13. September 2022 die Urteilsberatung\ndurch die Kammer des Sozialversicherungsgerichts Basel-Stadt statt.\nEntscheidungsgründe\n1.\n1.1.\nDas Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt ist gemäss Art. 57 des\nBundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des\nSozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Verbindung mit § 82 Abs. 1 des\nbasel-städtischen Gerichtsorganisationsgesetzes vom 3. Juni 2015 (GOG; SG\n154.100) und § 1 Abs. 1 des kantonalen Sozialversicherungsgerichtsgesetzes vom\n9. Mai 2001 (SVGG; SG 154.200) in sachlicher Hinsicht als einzige kantonale\nInstanz zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerden zuständig. Die örtliche Zuständigkeit\ndes Sozialversicherungsgerichts Basel-Stadt ergibt sich aus Art. 52 Abs. 5 des\nBundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und\nHinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10).\n1.2.\nDie Beschwerde wurde rechtzeitig erhoben (Art. 60 ATSG) und auch die\nübrigen formellen Beschwerdevoraussetzungen sind erfüllt. Infolgedessen ist auf\ndie Beschwerde einzutreten.\n2.\n2.1.\nMit dem die Schadenersatzverfügung vom 5. August 2021 schützenden\nEinspracheentscheid vom 28. Oktober 2021 wurde der Beschwerdeführer zur Bezahlung\nvon CHF 101'639.75 als Schadenersatz aus dem Konkurs der Firma D____ AG verpflichtet.\nSolidarisch haftbar bis zu einem Betrag von CHF 86'107.40 wurde F____ erklärt\n(AB 8).\n2.2.\nDagegen bringt der Beschwerdeführer vor, er hafte nicht für den von\nder Beschwerdegegnerin verfügten Betrag von insgesamt CHF 101’639.75, da sein\nVerhalten als Verwaltungsratsmitglied der D____ AG weder kausal für den durch\ndie C____ geltend gemachten Ausfall noch widerrechtlich noch grobfahrlässig im\nSinne von Art. 52 AHVG gewesen sei (Beschwerde, S. 2).\n"}