{"Signatur": "BS_SVG_001", "Spider": "BS_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2020-09-23", "HTML": {"Datei": "BS_Omni/BS_SVG_001_AH-2020-4_2020-09-23.html", "URL": "/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,7000&Parametername=WEB&Schema=BS_FI_WEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=71227&W10_KEY=3230845&nTrefferzeile=34&Template=search_result_document.html", "Checksum": "2a358459a25ffe94523877b9bb55e35c"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["AH.2020.4", "SVG.2021.79"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht 23.09.2020 AH.2020.4 (SVG.2021.79)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht 23.09.2020 AH.2020.4 (SVG.2021.79)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht 23.09.2020 AH.2020.4 (SVG.2021.79)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Verjährung einer Nachforderung für Sozialversicherungsbeiträge bereits eingetreten"}], "ScrapyJob": "446973/46/2147", "Zeit UTC": "11.04.2026 05:08:32", "Checksum": "0750dd1a35f7f88a0f4d567141e10a96", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht 23.09.2020 AH.2020.4 (SVG.2021.79)\nRegeste:\nVerjährung einer Nachforderung für Sozialversicherungsbeiträge bereits eingetreten\n\n|\n|\nSozialversicherungsgericht\n|\nURTEIL\nvom 23.\nSeptember 2020\nMitwirkende\nDr. G. Thomi (Vorsitz), C. Müller,\nlic. phil. D. Borer\nund\nGerichtsschreiberin MLaw K. Zimmermann\nParteien\nA____\n[...]\nvertreten durch lic. iur. B____, Advokat,\n[...]\nBeschwerdeführerin\nAusgleichskasse Basel-Stadt\nWettsteinplatz 1, Postfach, 4001 Basel\nBeschwerdegegnerin\nGegenstand\nAH.2020.4\nEinspracheentscheid vom 20. März\n2020\nVerjährung einer Nachforderung\nfür Sozialversicherungsbeiträge bereits eingetreten\nTatsachen\nI.\na) Die Beschwerdeführerin war vom 1. Juli 1995 bis 31. Dezember\n2016 bei der Beschwerdegegnerin als abrechnungspflichtige Arbeitgeberin\nangeschlossen und hatte gestützt auf Art. 64 AHVG Sozialversicherungsbeiträge\nmit der Beschwerdegegnerin abzurechnen.\nb) In den Jahren 2006 bis 2009 verbuchte die Beschwerdeführerin\nfiktive Rechnungen der [...] Gesellschaften [...] und [...] als Aufwand und\nverwendete das zur Begleichung dieser fiktiven Rechnungen bezogene Bargeld\ngrösstenteils dazu, um im Betrieb beschäftigte Schwarzarbeiter zu entlöhnen.\nDieser Sachverhalt wurde von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV)\nuntersucht (vgl. Bericht der ESTV vom [...] [nachfolgend:\nBericht], Beschwerdebeilage/BB\n3) und ist soweit unbestritten.\nc) Mit Schreiben vom 8. Oktober 2019 erstattete die ESTV bei der\nBeschwerdegegnerin eine Meldung betreffend Schwarzarbeit\n(Beschwerdeantwortbeilage/AB 1) und ersuchte die Beschwerdegegnerin um\nnachträgliche Festsetzung der geschuldeten Sozialabgaben sowie um Erstattung\neiner Strafanzeige (a.a.O.). Daraufhin verfügte die Beschwerdegegnerin am 29.\nOktober 2019 eine Nachtragsabrechnung für die Abrechnungsperiode vom 1. Januar\n2006 bis 31. Dezember 2008 im Umfang von insgesamt CHF [...] (Nachtragsverfügung,\nAB 2) und erstattete am 18. November 2019 bei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt\nAnzeige (Strafanzeige, AB 3).\nd) Eine von der Beschwerdeführerin am 29. November 2019 gegen\ndie Nachtragsabrechnung erhobene Einsprache (BB 5) wurde von der\nBeschwerdegegnerin mit Einspracheentscheid vom 20. März 2020 abgewiesen.\nII.\na) Mit Beschwerde vom 22. April 2020 werden beim\nSozialversicherungsgericht Basel-Stadt folgende Rechtsbegehren gestellt:\n1.\nDer\nEinspracheentscheid vom 20. März 2020 sowie die Verfügung vom 29. Oktober 2019\nder Beschwerdegegnerin seien aufzuheben.\n2.\nUnter Kosten- und\nEntschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.\nVerfahrensantrag:\nAllfällige dieser Beschwerde nicht beigelegte Verfahrensakten\nseien bei den betreffenden Behörden anzufordern und für dieses Verfahren hinzuzuziehen.\nb) Mit Beschwerdeantwort vom 7. Juli 2020 beantragt die\nBeschwerdegegnerin die Beschwerde sei abzuweisen, eventualiter sei das\nvorliegende Verfahren bis zum Abschluss des Strafverfahrens zu sistieren.\nc) Die Beschwerdeführerin reicht keine Replik ein.\nIII.\nInnert Frist hat keine der Parteien die Durchführung einer\nHauptverhandlung verlangt. Am 23. September 2020 findet die Urteilsberatung\ndurch die Kammer des Sozialversicherungsgerichts statt.\nEntscheidungsgründe\n1.\n1.1.\nDas Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt ist gemäss Art. 57 des\nBundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des\nSozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Verbindung mit § 82 Abs. 1 des\nbasel-städtischen Gerichtsorganisationsgesetzes vom 3. Juni 2015 (GOG; SG\n154.100) und § 1 Abs. 1 des kantonalen Sozialversicherungsgerichtsgesetzes vom\n9. Mai 2001 (SVGG; SG 154.200) in sachlicher Hinsicht als einzige kantonale\nInstanz zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Die örtliche\nZuständigkeit ergibt sich aus Art. 84 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946\nüber die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10).\n1.2.\nDa auch die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf\ndie rechtzeitig erhobene Beschwerde einzutreten.\n2.\n2.1.\nAngefochten ist der Einspracheentscheid vom 20. März 2020, worin die\nmit Verfügung vom 29. Oktober 2019 erfolgte Nachzahlung von AHV-Beiträgen für\nden Zeitraum von 1. Januar 2006 bis 31. Dezember 2008 in der Höhe von CHF [...]\n(inkl. Zinsen) geschützt wurde.\n2.2.\nDie Beschwerdeführerin ist dagegen der Auffassung die Nachforderung für\nden Zeitraum vom 1. Januar 2006 bis 31. Dezember 2008 sei bereits verjährt\n(vgl. Beschwerde, S. 4 f.).\n2.3.\nStreitig und zu prüfen ist somit, ob sich der angefochtene\nEinspracheentscheid mit Blick auf die Beschwerde halten lässt.\n3.\n3.1.\nGemäss Art. 14 Abs. 1 AHVG sind die Beiträge vom Einkommen aus\nunselbständiger Erwerbstätigkeit bei jeder Lohnzahlung in Abzug zu bringen und\nvom Arbeitgeber zusammen mit dem Arbeitgeberbeitrag periodisch zu entrichten.\nErfüllungsschuldner für die ganze Beitragsforderung ist somit ausschliesslich\nder Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer muss sich dabei jedoch einen Lohnabzug im\nUmfang der Hälfte der geschuldeten AHV/IV/EO/ALV-Beiträge gefallen lassen (Art.\n5 AHVG in Verbindung mit Art. 51 Abs. 1 AHVG).\n3.2.\nErhält eine Ausgleichskasse Kenntnis davon, dass ein\nBeitragspflichtiger keine Beiträge oder zu niedrige Beiträge bezahlt hat, so\nhat sie die Nachzahlung der geschuldeten Beiträge zu verlangen und nötigenfalls\ndurch Verfügung festzusetzen. Vorbehalten bleibt Art. 16 Abs. 1 AHVG (Art. 39\nAbs. 1 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 31.\nOktober 1947 [AHVV; SR 831.101]).\n"}